Brachelen
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Zuchtziel Reitpferd

 

Etnische Grundsätze

 

Der Menschen ist verantwortlich für das Pferd!

,Ausgehend von der genetischen Veranlagung eines Pferdes‘ ist es das Ziel, durch

Haltung, Ausbildung und Training seine Fähigkeiten zu fördern, dass sie dem Menschen dienen, nutzen und Freude bereiten können.

 

Das heutige Zuchtziel sind Pferde mit besonderer ,,Eignung‘‘ für den Reit- und Fahrsport

aufgrund von

  • Typ und Körperqualität

  • Des Interieurs und der Rittigkeit

  • Des Bewegungspotentials und der Bewegungsqualität

  • Und der Springveranlagung

    den derzeitigen Anforderungen des Sports und der Zucht zu entsprechen.

Grundsätzlich haben drei Faktoren großen Einfluß auf das sportliche Potential des Pferdes: Exterieur, Interieur und Ausbildung. Erwünscht ist ein elastisches, durch den Körper gehendes Pferd mit natürlich entwickelten Bewegungen, die durch gutes Reiten perfektioniert werden. Takt, Gleichmaß, Schwung und Elastizität sind beim jungen Pferd wichtig, alles andere kann noch kommen.

  • Für welchen Pferdemarkt züchten wir in Deutschland?

  • Reiter, regelmäßig reitend               1.2 Mio

  • Turnierreiter mit Lizenz                    84.654

  • Eingetragene Zuchtstuten                 59886

  • Bedeckungen 2012                            34083

  • Mit stark fallender Tendenz, ca. 40% seit 2008

  • Eingetragene Turnierpferde             119.204

  • Turnierpferdeeintragungen p.a.       19463

 

Der Begriff Reitpferdetyp umfasst den Geschlechtsausdruck, den Adel, das Kaliber des modernen, edlen Sportpferdes.

Der Begriff Typmerkmale umfasst Kopf, Hals, Genick, Sattellage, Oberlinie, Kruppe, Kaliber, Fundamentstärke und Langlebigkeit.

 

Hinsichtlich Körperformation streben wir bei unseren heutigen Pferden ca. 3-5 cm mehr Widerristhöhe als Kruppenhöhe an. Dies unterstützt die gewünschte Bergauftendenz im Bewegungsablauf. Man sagt, ,,der Reiter hat mehr Pferd vor sich‘‘. Bei Aufteilung Vorderpferd – Vorderbein soll das Verhältnis 50 : 50 bei einem modernen Reitpferd angestrebt werden. Dieses betrug bei den mehr landwirtschaftlich genutzten Pferden, aus denen unsere modernen Sportpferde hervorgegangen sind,  60:40. Es ist auf ausreichende  Winkelung und Länge des Vorderfuss-Wurzelgelenk zu achten, um eine gute Dämpfung und Reitkomfort beim Auffußen zu erzielen.

Die Kriterien der Körperbeurteilung unterteilt man in:

Harte Faktoren: Skelett, Format, Körpereinteilung (Vorder- Mittel- Hinterhand je1/3)

Einzelmerkmale: Kopf, Hals, Schulter, Sattellage, Rahmen, Vorder- und Hintergliedmaßen

Weiche Faktoren: Futter und Pflegezustand, Präsentation, Futter- und Pfegezustand, Trainingszustand, Muskelaufbau, Gesundheit, Ausstrahlung und Herausgebrachtsein.

 

Es erfolgen erheblich mehr Anpaarungen zur Steigerung des Bewegungsablaufes als zur Verbesserung der Körperqualität. Hengstlinien wie Weltmeyer, Donnerhall und Sandro Hit haben die Bewegungsabläufe erheblich verändert. Aus ,schiebenden‘ Bewegungen werden ,getragene‘ Bewegungen.

 

Bewegungsablauf ,,Trab‘‘

Die Trabqualität wird überwiegend am Schwung festgemacht. Hohe Schwungausprägung findet auf Auktionen, Hengstvorführungen und Turnieren starke Wertschätzung. Die Schwungveranlagung ist hochgradig genetisch verankert. Beim Trab verlaufen Hinterröhre und Vorderunterarm parallel. Im Grundtrab und in der Verstärkung bilden die beiden anderen Beinpaare ein sauberes V. Je länger das V zu sehen ist, desto besser ist die Trabqualität.

 

Bewegungsablauf ,,Galopp‘‘

Hier ist ein klarer Dreitakt erwünscht, bergauf gesprungen mit deutlicher Schwebephase und aktivem Hinterbein. Losgelassenheit, Elastizität, Balance und Rückentätigkeit sind wichtige Merkmale eines qualitätsvollen Galopps.

Bewegungsablauf ,, Schritt‘‘

Erwünscht ist ein losgelassener, energischer Schritt, sicher im klaren Viertakt und Gleichgewicht, der in den Kriterien Takt, Fließ und Raumgriff beurteilt wird. Die Entwicklung geht zu einem aus guter Schulterfreiheit weit vorschwingendem Vorderbein (ausdrucksstarkes Vorderbein).

Interieurmerkmale:

Charakter, Temperament, Rittigkeit, Leistungsbereitschaft,

Ansprüche an das Interieur sind: Gute Einstellung und Mitmachbereitschaft, Bedienungskomfort und gutes Sitzgefühl, ein stabiles Nervenkostüm, Mut und Ausdauer, Sensibilität und Vorsicht, schnelle Reaktion.

Rittigkeit ist angeboren und bringt ein Pferd von Natur aus mit. Auch der Wille zur Kooperation mit dem Reiter, das Temperament, die Ausgeglichenheit und Sensibilität sind entscheidend und lassen sich schon früh ,,testen''. Wie verhält sich ein Pferd beim Schmied, wie beim Tierarzt, wie beim Verladen?

Die Pferde sollen nicht phlegmatisch sein, sondern durchaus an ihrer Umwelt interessiert. Sie sollen auf äußere Einflüsse reagieren, aber trotzdem beim Reiter bleiben.

Keine Kompromisse darf es beim Interieur geben. Dieses ist maßgeblich für die Klasse eines Pferdes. "Weicheier" brauchen wir nicht, auch wenn ihr Exterieur noch so perfekt ist. Das bedeutet nicht, dass sie brav sein müssen. Über gesundes Selbstbewusstsein und genügend Power sollen sie verfügen. Wichtig sind Nervenstärke, Intelligenz, Übersicht, schnelle Reflexe und nicht zuletzt ein ehrlicher Charakter. Entscheidend über den Erfolg ist Kampfgeist, die Bereitschaft, für den Sieg über sich hinauszuwachsen! Diese Eigenschaften sollten im Auge als "Spiegel der Seele" ablesbar sein.

Zusammenfassung der züchterischer Veränderungen:

  • Deutlich mehr Typ und Ausstrahlung

  • Mehr Größe (ca 170cm) und mehr Vorderpferd

  • Besseres Interieur mit hoher Rittigkeit

  • Höheres Spring- und Bewegugspotential

  • Sensibilität und Vorsicht am Sprung

  • Versammlungsfähigkeit beim Dressurpferd

  • Zusammenfassung:

  • Zuchtziel bleibt das  ,, Leistungspferd‘‘.


Hengst Licotus

 

Ein Hengst nahe dem Ideal eines modernen Reitpferdes seitens des Exterieurs.

Bolero


Mit einem korrektem, stabilen Fundament, guter Widerriß - Sattellage - Kruppen- formation. Beine könnte länger sein. Mit sehr gutem Interieur.

Belino

 

ein modernes Fohlen mit langen Linien, guten Körperproportionen, langen Beine, stabiler Hinterhand, markante, trockene Gelenke. Und was wichtiger ist, ein sehr gutes Interieur.

Das Gebäude gibt Aufschlüsse über die Reiteigenschaften.  Auch überbaute Pferde, wo die Kruppe höher steht als der Widerrist, sind für die Dressur ungeeignet, weil sie die Vorderhand zu sehr belasten.

 

Beim Kopf sollte man auf eine ausreichend lange Mundspalte achten, die dem Gebiss genug Platz einräumt.

Die Ganaschenfreiheit ist ebenfalls von Bedeutung. Sie ist sehr wichtig, damit das Pferd sich ohne Probleme an den Zügel stellen kann, also den Hals aufwölben und den Kopf in eine nahezu senkrechte Position bringen. Das ist nur möglich, wenn der Abstand zwischen den Backenknochen (Ganaschen) und dem Halsansatz so groß ist, dass eine halbe Hand hineinpasst. Ist dieser Platz nicht gegeben, hätte das Pferd Schmerzen, wenn es diese Kopfhaltung einnimmt. Der Hals sollte nicht zu kurz sein, da das Pferd sonst eventuell nicht das richtige Gleichgewicht unter dem Reiter findet.

Reiter und Züchter wünschen sich bei ihrem Idealpferd korrekt gestellte, kräftige Gliedmaßen mit starken gut ausgeprägten Gelenken, denn sie müssen die Last von Pferd und Reiter tragen. Weiter geht es mit der Oberlinie, die beim Pferd vom Genick bis zur Schweifrübe verläuft. Sie soll möglichst harmonisch sein, ein liegendes S. Denn Pferde mit starken Abweichungen von einer harmonischen Oberlinie, machen es dem Reiter schwer. Hierzu gehören zum Beispiel ein sehr tief angesetzter Hals, ein gering ausgeprägter Widerrist, ein zu kurzer Hals und ein festes Genick, die unerwünscht sind. Der Rücken soll in eine lange, leicht schräge Kruppe übergehen. Man sieht zum Beispiel sofort, ob das Pferd einen kurzen oder einen langen Rücken hat. Mit einem kurzen Rücken kann das Pferd nicht so gut in der Bewegung mitschwingen.Genau hinschauen sollte man als Pferde-Experte bei der Schulter. Man kann den vorderen Rand des Schulterblattes übrigens gut fühlen, weil er als flacher Knochen dicht unter der Haut liegt. Die Schulter sollte lang und schräg sein, um dem Vorderbein genügendes Ausgreifen nach vorn zu ermöglichen. Ist die Schulter sehr steil angelegt, kommt das Pferd oft nur mit kleineren, kürzeren Schritten voran. Die Gelenke der Hinterhand sollten ebenfalls nicht zu steil sein, da sie wie eine Feder funktionieren.

Der Pferdekopf zieht natürlich oft die meisten Blicke auf sich. Er sollte nicht zu groß, aber "trocken" sein. Mit "trocken" ist in der Züchtersprache gemeint, dass man alle Umrisse, sprich die Konturen, genau erkennen sollte. Gewünscht sind eher kleine Ohren sowie große, aufmerksame und intelligent blickende Augen. Natürlich wird die Qualität eines Pferdes nicht durch einen besonders hübschen Kopf bestimmt. Zum Reiten sind gesunde Beine sowie ein guter Rücken viel bedeutender.

 


Fohlenbeurteilung

Die grundlegende Konstruktion des
Skeletts, also die Winkel in Vor- und Hinterhand, bleiben ein Leben lang unverändert. Ein Fohlen bewertet man nach 3 Wochen. Gerade die ganz Kleinen sind häufig noch sehr weich in den Fesseln. Da hat sich nach den ersten Wochen etwas begradigt. Eventuelle Bewegungseinschränkungen durch die Lage im Mutterleib oder Respekt durch die neuen Umgebungseinflüsse haben sich dann gelegt. Ein waches Auge, ein interessiertes Verhalten verraten, wie begabt sich das Pferd auch nachher unter dem Reiter präsentiert. Das, was man mit 3 Wochen gesehen hat, ist auch nach 4 Monaten nicht wirklich anders. Erhalten bleibt auch der Takt: Ein Fohlen, das taktrein neben der Mutter läuft, wird das auch als Reitpferd tun (falls es nicht falsch ausgebildet wird). Hat ein Fohlen Taktprobleme, wird es dieses Handicap ein Leben lang behalten.

Beim Exterieur des Fohlens dürfen keine Abstriche gemacht werden. Der erste Blick bei einem Fohlen geht immer nach unten. Was nützt der schönste Jaguar, wenn die Reifen platt sind. Nur das sehr gute Exterieur verspricht auch eine hohe Langlebigkeit unter Berücksichtigung der hohen Belastungen beim täglichen Training. Fehlstellungen oder Verformungen lassen sich zwar teilweise durch den Hufschmied ausgleichen, aber ein gewisses Risiko bleibt. Ganz wichtig ist der Weg des Hinterbeines, wie es unter den Schwerpunkt fußt. Eine gut arbeitende Oberlinie sowie eine pendelnde Schweifhaltung lassen auf gute Losgelassenheit auch beim späteren Reiten schließen, was man besonders im Schrittring beurteilen kann. Auch ein gut angesetzter, gebogener und sich zum Kopf hin verjüngender Hals lassen auf eine gute Anlehung schließen. Was sich ändert, sind die Proportionen in Höhe und Länge. Fohlen wachsen stärker in die Länge (vom Buggelenk bis zum Sitzbeinhöcker) als in die Höhe (Stockmaß). Das heißt: Hat ein Fohlen bereits einen langen Rücken, wird er beim erwachsenen Pferd noch länger sein. Ein Fohlen soll deshalb idealerweise die Form eines Hochrechtecks haben. Sie garantiert, daß es auch später als Reitpferd gut proportioniert ist.

Wenn Sie ein Fohlen bewerten, sollten Sie außerdem nach Möglichkeit die Mutter anschauen und auf ihren Körperbau und ihr Verhalten achten. Als Faustregel gilt: Ein Fohlen erbt zu 50 Prozent die Gene der Mutter und zu 100 Prozent ihr Verhalten. Die Kenntnis des Mutterstammes ist ein wichtiger Bestandteil der Beurteilung. Gewisse Stämme entwickeln sich ein bisschen mager und zurückhaltend. Dennoch entwickeln sich diese später zu großartigen Pferden.

Ob das Fohlen das körperliche Fundament und den Bewegungsablauf für ein hochwertiges Dressurpferd hat, das kann man schon ganz früh sehen. Das Fohlen  muss ins Auge stechen, eine natürliche Aufrichtung haben, eine gute Halsung und Rückenpartie, sowie eine ideal gewinkelte Hinterhand.

Fix im wachsen

Ein Fohlen wächst in den ersten sechs Monate am stärksten und erreicht fast Maße und Gewicht des erwachsenen Pferds. Es nimmt pr Tag rund in Kilo zu und streckt sich in die Länge.


Fohlen

% des endgültigen Stockmaß

% der entgültigen Rumpflänge

% des Endgewicht

Bei der Geburt

ca. 60

ca. 30

ca. 9

Mit 6 Monaten

ca. 85

ca. 75

ca. 44


Eindruck

Schön modelliertes Fohlen mit natürlicher Aufrichtung. Modelliert bedeutet, daß man deutlich die Muskeln und Adern unter der Haut sieht. Steht im erwünschten hohen Rechteck.

Prognose

Vom Körperbau steht nichts seiner Entwicklung als Dressurpferd im Weg.

Hals

Gut nach oben aufgesetzt (1). Natürliche Aufrichtung (2); schön geschwungener Halsbogen (3). Das erleichtert dem Reiter, das Pferd später ans Gebiß zu reiten. Für den Dressursport ist ein leichtes Genick mit gut angesetztem Hals und guter Obermuskulatur wichtig.Als Balancierstange kommt dem Hals eine besondere Bedeutung zu.

Schulter

Kleines Manko, denn die ist „knapp“. Das heißt, die Schulter ist steil (4), der Oberarm ist kurz (5). Daraus kann theoretisch nur wenig Raumgriff kommen, auch wenn es immer wieder Ausnahmen gibt.

Eine gute Schulterfreiheit lässt gute Versammlungsbereitschaft erkennen und verspricht natürliche Rittigkeit.

Widerrist

Reicht lang in den Rücken hinein (6). Gute Sattellage. Damit tut sich das Pferd leichter, Sattel und Reiter auszubalancieren.

Oberlinie

Besonders schön ist der Übergang (7) vom Rücken zur Kruppe. Das bietet einen Vorteil beim Reiten: Die Hinterhand kommt in der Bewegung mit. Wichtig ist zu sehen, wie die Oberlinie arbeitet, schwingt, und wie die Schweifhaltung sich darstellt.

Fesseln

Lange Fesseln (8) wie hier sind bei Fohlen erwünscht. Sie dürfen auch steiler als die beim erwachsenen Pferd optimalen 45 Grad sein, denn Fohlenfesseln senken sich noch. Steile, kurze Fesseln mit stumpfen Hufwinkel begünstigen Hufrollenentzündung.

Hinterhand

Relativ steil. Das kann auf wenig Bewegungsmöglichkeit deuten.

Ein übergeordnetes Merkmal ist, in welcher Weise das Hinterbein unter den Schwerpunkt fußt.Die Hinterhand muss unbedingt gut gewinkelt sein und das Pferd soll direkt, taktsicher und ausbalanciert aus der Hinterhand antreten. Das geborene Dressurpferd stellt den Hinterfuß fest auf den Boden und dann gibt es kein Wackeln mehr. Elastisch und schwungvoll soll sich das junge Talent mit lebhafter Hinterhand bewegen.

Huf

Wichtig sind gute Hufe (Hornqualität und Größe). Stecknadelköpfe an den Beinen sind unerwünscht.

 



1 Gilt für Lieferungen in folgendes Land: Deutschland. Lieferzeiten für andere Länder und Informationen zur Berechnung des Liefertermins siehe hier: Liefer- und Zahlungsbedingungen
2 Nach §19 der Kleingewerberegelung bin ich berechtigt, keine Mehrwertsteuer auszuweisen.