Brachelen
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Hückelhoven St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft feierte mit Vereinen Frühkirmes.

 

Die Majestät der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft von 1460 musste die Königin beim großen Festzug gut beschirmen: Am Kirmessonntag kam ein "Segen von oben", der aber der guten Feierlaune keinen Abbruch tat. Neben dem Königspaar stand Schützenprinz Patrick Schwehn im Mittelpunkt.

 

Vier Tage lang feierten die Schützen gemeinsam mit dem SV 1910 Brachelen sowie der Karnevalsgesellschaft Brökeler Kappehäuer Frühkirmes. Viel los war bei der Vatertagsfete in Verbindung mit einem "Klompeball", der Full House Fete sowie der Schützenfete. Alle Veranstaltungen fanden wieder im großen Festzelt am Fochsensteg statt.-->

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          Bereits am Freitag waren die Schützen durch den Ort marschiert, um nach altem Brauch die Ehrenmaien aufzusetzen: erst am Haus des Prinzen, dann an der Königsresidenz und schließlich vor dem Festzelt. Die Majestäten holten die Vereine am Kirmessonntag am Königshaus zum großen Festzug ab. Trotz des bescheidenen Wetters standen zahlreiche Zuschauer an den geschmückten Straßen. Höhepunkt war der Vorbeimarsch auf Höhe des Kaisersaales.

    Traditionell endet die Frühkirmes in Brachelen montags mit einer heiligen Messe für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft in der Pfarrkirche St. Gereon. Nach der Messe ging ein kleiner Umzug zur Gaststätte "Zum Postmeister", wo der Frühschoppen stattfand.

 

 

St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft feiert zünftige Kirmes

 

15. Mai 2018, 15:10 Uhr

 

Hückelhoven. Auch in diesem Jahr wurde in Brachelen die Frühkirmes der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft wieder kräftig gefeiert. Beginnend am Vatertag, jagte im Ort ein Highlight das nächste – darunter der große Umzug durch den Ort.

 

Das charmante Schützenkönigspaar Michael und Marianne Schmitz Reiners mit seinen Ministern Peter und Helga Körfer sowie Heinz und Rosi Brand wurde von den Kirmesgästen begeistert gefeiert. Ihnen folgte der diesjährige Brachelener Schützenprinz Patrik Schwehn mit seiner Begleiterin Hanna Ostländer und den Adjutanten Andreas Frohn und Florian Friedrichs.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20. April 2018 | 00.00 Uhr

Sozialminister interessiert an Altenpflegeausbildun 

Karl-Josef Laumann (M.), Sozialminister von Nordrhein-Westfalen, besuchte die St. Gereon Seniorendienste GmbH in Hückelhoven und beriet mit Geschäftsführer Bernd Bogert (r.) über die Ausbildung in der Altenpflege. FOTO: Jürgen Laaser

 

Karl-Josef Laumann (M.), Sozialminister von Nordrhein-Westfalen, besuchte die St. Gereon Seniorendienste GmbH in Hückelhoven und beriet mit Geschäftsführer Bernd Bogert (r.) über die Ausbildung in der Altenpflege. FOTO: Jürgen Laaser

  

Hückelhoven. NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann besuchte größten praktischen Ausbildungsbetrieb für die Altenpflege in Nordrhein-Westfalen. Von Kurt Lehmkuhl

 

Bernd Bogert, Geschäftsführer der St. Gereon Seniorendienste GmbH, sprach von einen "Ritterschlag". Er bezeichnete damit den Besuch von NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann, der sich gestern in der Hauptverwaltung der Einrichtung in Haus Berg in Brachelen über die dort geleistete Arbeit im Alten- und Pflegebereich informierte. Aufmerksam geworden war der Minister auf St. Gereon nicht nur durch die 2017 erhaltene Auszeichnung als "Bester Arbeitgeber im Gesundheitswesen". Noch bedeutsamer war für ihn der Umstand, dass die Einrichtung mit ihrer Zentrale in Brachelen mit mehr als 200 Auszubildenden der größte praktische Ausbildungsbetrieb für die Altenpflege in Nordrhein-Westfalen ist.

 

"Wie machen die das hier?", war seine Frage, auf die der Minister eine ausführliche Antwort erhielt, die ihm Erstaunen und Bewunderung abrang. "Wir haben hier eine optimale Ausbildungssituation", erklärte Bogert, "in der Theorie und Praxis eng verzahnt sind." Dazu trägt sicherlich die direkt neben Haus Berg angesiedelte Altenpflegeschule bei, die von der Arbeiterwohlfahrt betrieben wird. Dort werden bislang ausschließlich Auszubildende von St. Georg unterrichtet. "Wir haben immer 200 Auszubildende und mehr", ergänzte Gerd Palm, stellvertretender Geschäftsführer für den Gesamtbereich Pflege. Und die Absolventen werden nahezu vollzählig als Mitarbeiter übernommen. Momentan hat die GmbH neben den Azubis 250 Mitarbeiter, von denen 90 Prozent eine qualifizierte Ausbildung haben. Auch dieser Umstand überraschte den Minister, üblich sei in Pflegeheimen ein Anteil von 50 Prozent, meinte Laumann. Nicht minder erstaunte ihn die Art und Weise, wie die Gesellschaft an Auszubildende kommt. "Wir betrachten jeden Anruf eines interessierten Schülers schon als eine Bewerbung", erläuterte Palm. Dadurch werden viele Hemmschwellen abgebaut. Über 60 Prozent der Auszubildenden haben mit dem Hauptschulabschluss ihre Schullaufbahn beendet und werden dank der intensiven Bildungsarbeit auf die Abschlussprüfungen zum Altenpfleger vorbereitet. "Das habe ich auch noch nicht erlebt", bekannte der Minister. Solche engagierten Ausbilder brauche das Land: "Das ist ein sehr guter Träger, den es hier im Kreis Heinsberg gibt."

 

Doch es gab nicht nur angenehme Aspekte zu bereden. Bogert und der Minister waren geteilter Meinung über die veränderte Ausbildungsplanung in den Pflegeberufen. Bogert setzt mehr auf die spezialisierte Ausbildung, während Laumanns im Einklang mit der Bundespolitik die generalisierte bevorzugt. "Wir haben hier eine optimale Ausbildung zum Altenpfleger. Die sollten wir nicht ohne Grund schlechter machen", argumentierte Bogert. Laumann hielt dagegen, dass es die Trennung zwischen Alten- und Krankenpflege in Europa nur in Deutschland gebe. "Es muss nicht heißen: alt oder krank, sondern: alt und krank." Trostpflaster für St. Gereon und die angeschlossene Altenpflegeschule: Sie werden bald finanziell nicht mehr schlechter gestellt sein als die Krankenpflegeschulen, versicherte der Sozialminister. Dort gibt es pro Schüler 540 Euro im Jahr vom Land, in der Altenpflegeschule nur 280 Euro.

 

Quelle: RP

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blaskapelle Brachelen erinnert an Venedig

 

Letzte Aktualisierung: 21. März 2018, 11:59 Uhr

 

 

 

Die Blaskapelle aus Brachelen hatte erneut im Hilfarther Saal Sodekamp/Dohmen zu Blasmusik und Brotzeit eingeladen. Foto: Koenigs

 

Hückelhoven-Hilfarth. „Blasmusik und Brotzeit“ hat es auch in diesem Jahr wieder bei der Blaskapelle Brachelen im Saal Sodekamp-Dohmen geheißen, und die Brachelener Musiker boten Musik für Jung und Alt auf hohem Niveau.

 

Begonnen wurde der Abend mit dem Marsch „Textilaku“ vom tschechischen Komponisten Karol Padivy, der auch Marsch der Textilarbeiter genannt wurde, wie Moderatorin Laura Schumacher als aktive Musikerin ausführte. Weiter ging es im Programm mit der bekannten Melodie Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach.

 

Barry Manilows große Liebe

 

Begeistert konnten die vielen Besucher den Klängen der Melodien lauschen, die einen irgendwie an Venedig erinnerten. Welthits von Barry Manilow unter dem Titel „Mandy“ ließen Erinnerungen wachwerden an die große Liebe des Sängers in einem Arrangement vom Dirigenten Rolf Deckers. „Von Freund zu Freund“ hieß danach eine Polka, die unter die Haut ging und im Ohr blieb, ehe Ehrungen vorgenommen wurden.

 

Seit fünf Jahren ist Christian Schulwitz in der Blaskapelle Brachelen aktiv und seit 15 Jahren Jochen Tichelbäcker. Seit 50 Jahren spielt Ewald Mülfarth, der hierfür auch zum Ehrenmitglied ernannt wurde – zusammen mit Hermann Busch und Christoph Venrath.

 

„Bläck Fööss in Concert“

 

Vor der Pause brillierte die Blaskapelle Brachelen noch mit Melodien des King of Pop, Michael Jackson, unter dem Titel „Heal the World“, dem „Maxglaner Zigeunermarsch Reloaded“ und einem Medley der bekannten Kölner Mundart-Musikgruppe unter dem Motto „Bläck Fööss in Concert“.

 

Im zweiten Programmteil begannen die Musiker mit dem „Egerländer Musikantenmarsch“, der von Ernst Mosch geschrieben wurde und nach dem Geschmack des Publikums war. Es folgten die Luzanska-Polka und der Traditionsmarsch von C. Carl mit dem Titel „Mussian Marsch“.

 

Polka für Gourmets

 

„Kannst du Knödel kochen“ hieß eine Polka für Gourmets und gleichermaßen Musikfreunde. Hierbei unterstrichen einige Musiker ihr Talent des Singens zu böhmischer Blasmusik.

 

Country-Songs von Jon Denver sowie hochkarätige Popmusik der Neuen Deutschen Welle rundeten das Programm ebenso ab wie das „Solo für Schlagzeug“, bei dem das Blasorchester erneut seine große Klasse unter Beweis stellte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fleißige Helfer befreien Brachelen von Müll

 

Letzte Aktualisierung: 12. April 2018, 11:37 Uhr 

 

Die vielen Helfer waren erstaunt über die Ausmaße, die der gesammelte Müll angenommen hatte. Foto: Heimatverein

 

Hückelhoven-Brachelen. Auf Initiative des „Heimat- und Naturvereins“ und unter tatkräftiger Mithilfe der Schützenbruderschaft und des Karnevalsvereins ist der Hückelhovener Ortsteil Brachelen am Samstag, 7. April, buchstäblich in die „Zange“ genommen worden. Die Reinigungsteams sind dabei durch das komplette Dorf gezogen.

 

Eine Gruppe hat an der Südstraße/Rischmühlen, die andere Gruppe am anderen Ende des etwa 3,5 Kilometer langen Dorfes, dem Baggerloch, angefangen. Insbesondere entlang des Teichbaches nebst Nebenstrecken, aber auch am Bahnhof und den Ortsausgängen wurde Müll aufgesammelt.

 

Auch der Teichbach selbst wurde gereinigt. Mit Anglerhosen bekleidet schritten die Helfer durch den Bach und befreiten ihn von Unrat. Autoreifen, Fernseher, Möbelstücke, Windeln und eine Unmenge an Schutt und leeren Flaschen waren die Ausbeute, die in der Mitte des Dorfes auf dem Kirmesplatz zusammengetragen und vom Bauhof der Stadt Hückelhoven dann abgeholt wurde.

 

Die Aktion, die von Gerd Commerscheidt zum ersten Mal organisiert wurde, fand großen Zuspruch. Insgesamt beteiligten sich rund 25 Personen im Alter von 25 bis 75 Jahren daran. Erstaunt waren die Beteiligten vor allem über die Unmengen an Unrat, die man in dieser Größenordnung nicht erwartet hatte. Die Reinigungsaktion dauerte von 10 bis 15 Uhr, mit einer kurzen Mittagspause beim „Postmeister“, wo sich die Teilnehmer mit einer von der Gaststätte spendierten, kräftigen Suppe stärken konnten.

 

14. April 2018 | 00.00 Uhr

Hückelhoven

Fleißige Brachelener: Vom Müll befreit sind Dorf und Bach

Hückelhoven. Heimat- und Naturverein Brachelen, Schützen und Karnevalisten räumen auf. Aktion ist für nächstes Jahr wieder geplant.

Auf Initiative des Heimat- und Naturvereins Brachelen unter tatkräftiger Mithilfe des Schützen- und des Karnevalsvereins haben Freiwillige Brachelen vom Müll befreit. Eine Gruppe hat an der Südstraße/Rischmühle angefangen, die andere Gruppe am anderen Ende des ca 3,5 Kilomter langen Dorfes, dem Kapbuschsee.

Vor allem entlang des Teichbaches nebst "Nebenstrecken", auch am Bahnhof und an den Ortsausgängen wurde Müll aufgesammelt. Auch der Teichbach selbst wurde gereinigt. Dazu zogen die Teilnehmer Anglerhosen an und befreiten ihn von Unrat. Autoreifen, Fernseher, Möbel, Mobiltelefone, Windeln und eine Unmenge von Schutt und leere Flaschen waren die Ausbeute, die in der Dorfmitte auf dem Kirmesplatz zusammengetragen und von der Stadt abgeholt wurde.

Die erstmals im Ort durchgeführte Aktion, von Gerd Commerscheidt organisiert, fand großen Zuspruch. Erstaunt waren die rund 25 Aufräumer (25 bis 75 Jahre) über die Unmengen an Unrat - die Größenordnung hatte man nicht erwartet. Es konnten einige Hinweise auf die potenziellen Verursacher gefunden werden. Diese wurden dem Ordnungsamt ausgehändigt. Die Reinigungsaktion dauerte von 10 bis 15 Uhr, mit einer kurzen Mittagspause beim "Postmeister", wo sich die Teilnehmer mit einer spendierten kräftigen Suppe stärkten.

 

"Im Schützenhaus, das extra für die Aktion geöffnet wurde, fand der Tag bei strahlendem Sonnenschein einen gemütlichen Ausklang", berichtet 2. Vorsitzender Dieter Wolff. "Im nächsten Jahr soll die Aktion auf jeden Fall mit Hilfe der anderen Vereine wiederholt werden."

Quelle: RP

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umbaupläne für denkmalgeschützte Burg „Haus Blumenthal“

 

Von: Ingo Kalauz
Letzte Aktualisierung: 9. März 2018, 15:20 Uhr

 

 

 

Die ehemaligen Burganlage „Haus Blumenthal“ soll historisch saniert und umgebaut werden. Es könnten hier mehrere Wohn- und Büroeinheiten entstehen. Es gibt strenge Auflagen. Der Charme der Anlage soll erhalten bleiben. Foto: Koenigs

 

 

 

Hückelhoven-Brachelen. Wenn man Besitzer einer ehemaligen Burganlage ist, dann macht man sich irgendwann Gedanken darüber, wie man die historische Anlage erhalten kann. Ob sich das überhaupt lohnt. Und wenn ja, wie man sie, den heutigen Ansprüchen an Wohnraum Rechnung tragend, weiter nutzen kann.

 

Der Eigentümer von „Haus Blumenthal“ am Rande der Ortschaft Brachelen plant seit langem die Umnutzung und Neuausrichtung der ehemals dreiflügelig umwehrten Burganlage. Die steht seit Ende 1992 unter Denkmalschutz.

 

Im Zuge solcher Überlegungen hat der Eigentümer in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR) und der Stadt Hückelhoven Untersuchungen vor Ort vorgenommen, auf deren Basis inzwischen ein einvernehmliches Konzept erstellt wurde. Danach könnten auf dem Areal mehrere Wohn- und Büroeinheiten in Form von Doppelhaushälften bei gleichzeitiger Wahrung und Aufwertung der bestehenden Hofanlage entstehen.

 

„Entgegen unseren üblichen Gepflogenheiten werden wir für Haus Blumenthal im Bebauungsplan strenge Gestaltungsrichtlinien erlassen“, sagte der Beigeordnete Dr. Achim Ortmanns im Bauausschuss bei der ersten Vorstellung des Konzeptes. Er betonte dabei, dass „der Eigentümer die bestehenden zweigeschossigen Gebäude sowie den leer stehenden Turm denkmalgerecht umbauen“ will. Beispielsweise werden die Fassaden der geplanten neuen Baukörper mit Klinker hergestellt, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu sichern.

 

Auch die Umfassungsmauern und ein heute nur noch angedeuteter Wassergraben um die Anlage sollen wieder instand gesetzt und damit erlebbar gemacht werden.

 

Neben solchen umfassenden historischen Sanierungsarbeiten soll das Herrenhaus durch einen dreigeschossigen Baukörper unter Einbeziehung der alten Mauer gefasst werden, um so die Stellung der ehemals vorhandenen Baukörper erlebbar zu machen. Im Osten der Anlage soll ein moderner Baukörper ebenfalls in die Umfassungsmauer integriert werden, um, wie Dr. Ortmanns sagte, „dem Gesamtobjekt den Charme einer Burganlage wieder zurück zu geben“. Der so entstehende Innenhof soll gepflastert werden und auch zukünftig den Brachelenern für öffentliche Veranstaltungen wie dem „Apfelfest“ zur Verfügung stehen.

 

Allee zur Landstraße

 

Über eine beidseitig angepflanzte Allee mit einer großzügigen, sich zum Herrenhaus hin öffnenden Sichtachse zur Landstraße 364 hin soll „Haus Blumenthal“ dann erschlossen werden. Entlang dieser „Erschließungsallee“ sollen auf beiden Seiten je vier anderthalbgeschossig Doppelhaushälften mit großzügigen Grundstücken entstehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GdG Hückelhoven: Pfarrer Kaufmanns Rücktritt überrascht

 

Von: Ingo Kalauz
Letzte Aktualisierung: 9. März 2018, 15:23 Uhr

 

 

 

Er hat das Bistum Aachen um die Entpflichtung von seinen Ämtern gebeten: Pfarrer Georg Kaufmann ist nicht länger Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden Hückelhoven. Foto: Lenz

 

Hückelhoven. „Wollen Sie wirklich meine Einschätzung?“ Na klar, schließlich kennt Gottfried Maria Graaff die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Hückelhoven aus der Innenansicht heraus ganz genau.

 

Der ehemalige Regionaldekan war schließlich selbst in der GdG Hückelhoven mit den neun Pfarreien von Kleingladbach bis Rurich und von Ratheim bis Brachelen als Pfarrvikar, Pfarradministrator und Vorsitzender des Kirchengemeindeverbandes Hückelhoven aktiv. „Also meine Einschätzung ist: Der Georg Kaufmann hat die Reißleine gezogen. Das ist dem einfach zu viel geworden“, sagt Graaff. Er hatte aus unserer Zeitung vom Rücktritt von Pfarrer Georg Kaufmann als Leiter der GdG Hückelhoven erfahren.

 

„Pfarrer Georg Kaufmann, Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Hückelhoven, hat den Bischof von Aachen, Dr. Helmut Dieser, aus persönlichen Gründen um Entpflichtung von seinen Ämtern gebeten“, heißt es lapidar in der Mitteilung des Generalvikariats von Mittwochabend.

 

„Ich war in Urlaub und habe die Nachricht auch erst in der Sitzung des Pfarreirates am Mittwochabend gehört“, sagt Heinz-Jürgen Knubben, der dem Pfarreirat von St. Lambertus in der GdG Hückelhoven angehört. „Wir waren alle total überrascht, zumal wir in St. Lambertus noch vor kurzem erst mit Pfarrer Kaufmann und der Evangelischen Kirchengemeinde Hückelhoven die Friedensdekade geplant haben“, sagt Knubben.

 

Aber er hat auch positive Signale vom Bistum zu vermelden: „Wir feiern die Karwoche, wir feiern Ostern und wir feiern die Erstkommunion: Das Bistum hat uns dafür einen Geistlichen fest zugesagt. Dafür ist also gesorgt.“ Im Übrigen werde man „jetzt verstärkt nach einer dauerhaften Lösung für die Stellenbesetzung suchen“.

 

Keine Gründe genannt

 

Heinz Brand, Diakon in der GdG Hückelhoven, hat schon am Dienstagabend vom Rücktritt Kaufmanns erfahren: „Da hat Georg Kaufmann selbst uns im Pastoralteam über seinen Schritt unterrichtet.“ Gründe habe er nicht nennen wollen, er habe allerdings betont, dass er „nicht vom Bistum abgestraft worden sei“, sagt Heinz Brand.

 

Allerdings, das räumt der Diakon ein, habe auch ihn und seine Kollegen vom Pastoralteam die Formulierung des Generalvikariats „verwundert“. Denn darin heißt es wörtlich: „Der Bischof ist dem Wunsch von Pfarrer Kaufmann zu Wochenbeginn nachgekommen und hat ihm Zeit zur persönlichen Besinnung und Orientierung gewährt.“

 

Georg Kaufmann war, bevor er im März 2016 Pfarrer der neun GdG-Gemeinden in Hückelhoven wurde, als Bundeswehrpfarrer aktiv und dort auch in Somalia im Einsatz. Ein Mann also, der Konflikten und unangenehmen Situationen keinesfalls aus dem Weg zu gehen pflegt – aber offensichtlich ist die seelsorgerische Arbeit am Horn von Afrika nicht mit der in Hückelhoven vergleichbar.

 

Er habe, sagt Gottfried Maria Graaff, sich natürlich auch gefragt, ob die Formulierung „Zeit zur persönlichen Besinnung und Orientierung“ irgendwelche Hinweise auf die Gründe für Kaufmanns Entschluss gebe. Er, Graaff, sei dann aber zu der festen Überzeugung gekommen: „Nö. Das ist dem Georg einfach zu viel geworden.“ Was ihn, den ehemaligen Regionaldekan, nicht verwundert: Die „Rahmenbedingungen“ in Hückelhoven stimmten einfach nicht, auch weil die Pfarreien nicht fusioniert seien. Die fehlenden Rahmenbedingungen, das betont Graaff nachdrücklich, haben „absolut nichts mit den Menschen zu tun, die in der GdG Hückelhoven aktiv mitarbeiten“. Das Problem sei „struktureller Natur“; und dieses Problem packe das Bistum Aachen nicht an.

 

Rücktritte und Versetzungen

 

Der Rücktritt von Pfarrer Kaufmann ist der – vorläufige – Schlusspunkt unter einer ganzen Reihe von Rücktritten oder Versetzungen, die die GdG Hückelhoven seit dem unfreiwilligen Ausscheiden von Pfarrer Dieter Wintz aus dem Amt zu verkraften hat: Pfarrer Jürgen Frisch musste gehen; Gemeindereferent Achim Kück wurde 2014 vom Bischof entpflichtet; Ute Errens, die ununterbrochen seit 1997 in Hückelhoven als Gemeindereferentin tätig war, wurde kurze Zeit nach Kücks Entpflichtung versetzt.

 

Gottfried Maria Graaff bat den Bischof aus „gesundheitlichen Gründen“ um seine Entpflichtung; José Kallupilankal nannte ebenfalls gesundheitliche Gründe für seine Versetzung, er hatte zuletzt die Pfarren St. Gereon Brachelen, Herz Jesu Rurich, St. Brigida Baal, St. Dionysius Doveren betreut sowie die Leitung der GdG Hückelhoven mit neun Pfarreien übertragen bekommen; Irene Schlawin verließ ihre Pfarrstelle in Hilfarth; Pfarrer Klaus Jansen schied aus gesundheitlichen Gründen als Leiter des Pastoralteams der GdG Hückelhoven aus und als Pfarrer an St. Johannes d. Täufer in Ratheim – auch bei wohlwollender Betrachtung: Kontinuität sieht anders aus...

 

„Wir suchen derzeit nach einer personellen Perspektive, um die Seelsorge und das ehrenamtliche Engagement durch einen guten priesterlichen Einsatz in der Gemeinschaft der Gemeinden zu sichern und zu unterstützen“, so Dr. Alfred Etheber, Leiter der Hauptabteilung Pastoralpersonal im Bischöflichen Generalvikariat in Aachen.

 

Die rund 22.000 Katholiken in Hückelhoven sind jetzt auf das gespannt, was ihnen vom Bistum in Aachen als Ergebnis der „Suche nach einer personellen Perspektive“ vorgestellt wird.

 

  

27. Februar 2018 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven 

Senioren wohnen im Herzen Brachelens 

St. Gereon-Geschäftsführer Bernd Bogert, Ulrich Derix, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, und René Strobel von der Architekturgalerie Greven stellen das Bauprojekt vor (v.l.). FOTO: Jürgen Laaser

 

Hückelhoven. Neues Projekt der St. Gereon Seniorendienste gGmbH: Auf dem Gelände des jetzigen Pfarrhauses in Brachelen entstehen auf rund 2500 Quadratmetern Fläche 16 Wohnungen und eine Tagespflege mit 18 Plätzen. Von Daniela Giess

16 barrierefreie Mietwohnungen für Senioren, 17 bis 18 Tagespflegeplätze: Das Bauprojekt Pfarrgarten nimmt konkrete Formen an, nachdem die St. Gereon Seniorendienste gGmbH, die in Brachelen auch Haus Berg betreibt, das Areal neben der Kirche mit Pfarrhaus und Garten-Pavillon erworben hat. 

Bei der öffentlichen Präsentation des umfangreichen Bauvorhabens, mit dem die Hückelhovener Architekturgalerie Greven beauftragt wurde, nannte St. Gereon-Geschäftsführer Bernd Bogert eine Investitionssumme von rund drei Millionen Euro. Die Warmmiete für die Wohnungen, zwischen 47 und 64 Quadratmetern groß und angeschlossen an das Pflege- und Betreuungsangebot des Eigentümers, gab er mit etwa zehn Euro pro Quadratmeter an. Mit dem Baubeginn sei, so Bogert weiter, nach den Sommerferien zu rechnen, die Fertigstellung sei für September 2019 geplant. 

Bogert kündigte an, im Innenhof zwischen den beiden neuen Gebäuden öffentliche Aktivitäten zu ermöglichen. "Die Nähe zur Kirche bietet das an." Bis ans Lebensende könnten die Mieter in den Wohnungen verbleiben. Insgesamt 860 Quadratmeter Wohnraum sollen entstehen. In Brachelen fehlten Wohnungen, unterstrich Bogert in seinen Ausführungen.

 

Architekt René Strobel von der Architekturgalerie Greven erklärte, dass die Mauer, die das Grundstück umgebe, aufgebrochen werden solle. Eine Treppenanlage werde zu dem "offenen Garten" führen. In einem zweigeschossigen Gebäude sollen die 16 Mietwohnungen inklusive Gemeinschaftsraum zu finden sein, das Haus für die Tagespflege sei eingeschossig vorgesehen. Notwendige Pkw-Stellplätze würden, so Strobel, in einer Tiefgarage untergebracht. 

Vorgesetzte Balkone werde es nicht geben, sondern Nischen, so dass eine ruhige Atmosphäre gewährleistet sei. Auch im Innenhof werde es ruhig zugehen. Der Pfarr-Pavillon, der früher Priestern als Teehaus diente, soll dann für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Strobel kündigte an, die beiden Klinkerbau-Häuser an die dörfliche Baustruktur anzupassen. Ulrich Derix als Vorsitzender des Kirchenvorstands erklärte, dass im Jahr 2013 die Misere für die Brachelener Pfarre begonnen habe, als innerhalb der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) weniger Gelder für Instandsetzungsarbeiten zur Verfügung gestanden hätten. Die notwendigen Mittel seien um ein Drittel gekürzt worden. Das leerstehende Pfarrhaus mit Pfarrbüro sei aber renovierungsbedürftig und nicht mehr zeitgemäß. 

Auch die Annakapelle sowie die Maria-Hilf-Kapelle seien von den Sparmaßnahmen des Bistums betroffen, die Unterhaltung sei jedoch aus privaten Mitteln gesichert, so Derix. Auch der unter Denkmalschutz stehende Pavillon im Pfarrgarten sei renovierungsbedürftig. Nachdem Pfarrer José Kallupilankal das Pfarrhaus verlassen habe, sei die Situation schwierig geworden. Im Mai 2015 habe das Bistum die Wohnung dann entwidmet und auch keine Miete mehr an die Pfarre als Eigentümerin gezahlt. Den Kostenrahmen für die notwendigen Instandsetzungsarbeiten bezifferte der Kirchenvorstandsvorsitzende mit 35.000 Euro für das Pfarrhaus sowie 12.000 Euro für den Pavillon. "So viel Vermögen haben wir nicht in der Kirchenkasse." Das Pfarrbüro sei inzwischen ins Pfarrheim verlegt worden. Ein großer Vorteil sei, dass man nicht an einen fremden Investor verkauft habe. Die Kaufsumme ermögliche nun, Sanierungen und Instandsetzungsarbeiten an Gebäuden der Pfarre aus eigenen Mitteln zu bestreiten.

. März 2018 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Neuausrichtung für Haus Blumenthal  

 Haus Blumenthal in Brachelen - der Eigentümer hat mit dem herrschaftlichen Objekt und Gelände eine Menge vor.Unter anderem geplant sind Wohn- und Büroeinheiten, der Innenhof soll eine Begegnungsfläche für Veranstaltungen wie das Apfelfest werden. RP-Foto: Jürgen Laaser FOTO: Laaser Jürgen

 

Hückelhoven. Der Eigentümer der historischen Anlage in Brachelen plant den langfristigen Erhalt des Objektes, das seit 1992 unter Denkmalschutz steht. Im Bauausschuss erläuterte die Stadt Hückelhoven die Einzelheiten der Maßnahme. Von Anke Backhaus

Eine ehemals dreiflüglig umwehrte Burganlage ist Haus Blumenthal in Brachelen. Seit 1992 steht es unter Denkmalschutz. Nun soll das herrschaftliche Objekt eine Neuausrichtung erfahren. Das Ziel: den langfristigen Erhalt des Denkmals gewährleisten. Über Details sprach Achim Ortmanns, der Technische Beigeordnete der Stadt Hückelhoven, in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses. Der Eigentümer von Haus Blumenthal plant seit längerer Zeit eine Umnutzung und Neuausrichtung des Objektes und der umliegenden Flächen. Um ein Konzept zu erstellen, hat die Stadt Hückelhoven das Gespräch mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege gesucht. "Vor einiger Zeit hat das Amt eine Studentengruppe zur Aufnahme der Bausubstanz nach Brachelen geschickt, aufschlussreich waren zudem Bodenprospektionen, die ergeben haben, dass sich ein Graben am Objekt befunden hat, der mit der Zeit verlandet und mit weiterem Material zugeschüttet worden ist", sagte Achim Ortmanns. Dieser soll nach Auffassung des Amtes wieder entstehen, eine Brücke soll dann in den Hof führen. Erhalten werden sollen auch die Mauern, die das Objekt umfassen und die die historische Anlage ohnehin besonders beschreiben.   In der weiteren Planung vorgesehen sind die eigentliche Sanierung und die Entwicklung von Wohnungen und Büroeinheiten im Westen der Anlage. Nach Osten hin soll ein moderner Baukörper entstehen, der innerhalb der umfassenden Mauern liegen soll, so dass ein Innenhof erkennbar wird, der künftig eine Begegnungsfläche darstellen soll. Bereits heute finden dort gut besuchte Veranstaltungen wie das Apfelfest statt.   Eine beidseitig angepflanzte Allee mit einer großzügigen Sichtachse, die sich zum Herrenhaus hin öffnet, ist ebenfalls in den Plänen vorgesehen. Auf beiden Seiten der Allee sind je vier anderthalbgeschossige Doppelhaushälften geplant. In diesem Zusammenhang wolle die Stadt, so Ortmanns, den Bebauungsplan "streng durchziehen, um eine ,bunte Kirmes' zu vermeiden". Eine einheitliche Architektur und Materialauswahl soll nämlich das Erscheinungsbild des gesamten Ensembles gewährleisten.

Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses stimmten dafür, dass die Verwaltung einen Bebauungsplanentwurf entwickeln soll, um das umfangreiche Konzept planungsrechtlich vorzubereiten und zu sichern. Lediglich Roland Müller (CDU) hatte nur die eine Frage, wo Parkplätze für die Wohn- und Büroeinheiten entstehen sollen. Dazu sagte Technischer Beigeordneter Achim Ortmanns, dass die Stellflächen derzeit im Innenhof eingeplant werden sollen.

 

 

Frau überfällt 89 Jahre alten Mann und verletzt ihn leicht

8. März 2018

 

Hückelhoven. Bei einem Raubüberfall im Hückelhovener Stadtteil Brachelen ist ein 89 Jahre alter Mann beim Betreten seines Hauses überfallen und verletzt worden. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte, hatte eine vermummte Frau den Mann in sein Haus gedrängt und ihm einem Gegenstand auf den Kopf geschlagen. Dabei wurde der Mann leicht verletzt.

 

Sie habe die Herausgabe von Geld gefordert, nach einem Gerangel mit dem Mann flüchtete sie, hieß es weiter.

 

Ob die Täterin etwas erbeutete und wenn ja, um was es sich dabei handelte, war zunächst unklar. Das betagte Opfer erlitt eine Kopfverletzung und wurde am Mittwochabend in eine Klinik gebracht.

Brachelener Blaskapelle spielt in Hilfarth auf

Letzte Aktualisierung:

 

Hückelhoven-Hilfarth/Brachelen. Die Blaskapelle Brachelen veranstaltet am Samstag, 17. März, im Saal Sodekamp-Dohmen in Hilfarth um 19 Uhr ihr Jahreskonzert „Blasmusik & Brotzeit“. Unter der Leitung von Rolf Deckers spielen die Musiker ein unterhaltsames Musikprogramm aus schwungvollen Polkas, zackigen Märschen und bekannten Melodien. 

Das Haus Sodekamp-Dohmen wird eine kleine Speisenkarte anbieten. Ebenfalls gibt es einen kostenlosen Shuttle-Service zwischen Brachelen und Hilfarth. Abfahrt ist um 18.15 Uhr am Kirmesplatz in Brachelen.

Der Eintritt kostet 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Karten gibt es bei allen aktiven Mitgliedern und an der Abendkasse.

 

Löschgruppe Brachelen: 920 Stunden Dienst getan

Besonders stolz ist die Löschgruppe darauf, in naher Zeit wieder zwei Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst aufnehmen zu können. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden durch den Wehrleiter der Stadt Hückelhoven, Sven Lange, zwei Beförderungen ausgesprochen. So wurden Daniel Ehlen zum Oberfeuerwehrmann, Christoph Mathesius zum Brandmeister befördert.

Marvin Weck erhielt für seine zehnjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr die Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehren NRW überreicht. Eine besondere Ehrung wurde Matthias Beumer zuteil. Für seine langjährige Tätigkeit als stellvertretender Löschgruppenführer erhielt er aus den Händen von Sven Lange die Ehrennadel in Gold der Freiwilligen Feuerwehr Hückelhoven. 

29 Jahre im Amt

Diese Position bekleidete er nunmehr seit 29 Jahren ununterbrochen. Um einem jüngeren Kameraden Platz zu machen, wurde er auf der Jahreshauptversammlung auf eigenen Wunsch durch den Wehrleiter von diesem Amt abberufen. Er versprach den Kameraden aber auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 

An seiner Stelle wurde Christoph Mathesius zum neuen stellvertretenden Löschgruppenführer ernannt.

 

Geballte Frauenpower bei der großen Damensitzung in Brachelen

Von: koe
Letzte Aktualisierung: 23. Januar 2018, 12:44 Uhr

 

Auch die Showtanzgruppe „Dancing Girls“ begeisterte bei der Sitzung der Katholischen Frauengemeinschaft in Brachelen. Foto: Koenig

 

Hückelhoven-Brachelen. Die Damen standen Kopf im Kaisersaal, als die Katholische Frauengemeinschaft zu ihrer großen Damensitzung eingeladen hatte. Die Stimmung war von Beginn an fantastisch, und eigentlich hätte die Showtanzgruppe „Dancing Girls“ eine Rakete verdient, wie Sitzungspräsidentin Andrea Backes feststellte. 

Die „Teichbachclowns“ wirbelten über die Bühne und tanzten sich in die Herzen der vielen Besucherinnen. Zuvor begrüßte die Sitzungspräsidentin jedoch noch einige, die sich um das Gelingen der Sitzung verdient gemacht hatten. Ihr Dank dem Mann an der Musik, den Technikern, dem Team vom Kaisersaal, dem Elferrat und nicht zuletzt der stellvertretenden Bürgermeisterin Andrea Axer, die unter den Besucherinnen weilte. 

Prunkvolles Dreigestirn 

Männer waren übrigens außen vor bei der großen Frauensitzung, mit Ausnahme des Dreigestirns der Brökeler Kappehäuer, das zusammen mit der Garde den Damen seine Aufwartung machte. Mit viel Prunk zogen Prinz Karl I., Jungfrau Franka I. und Bauer Herbert I. in den Kaisersaal ein. Zuvor hatten Waltraud und Mariechen alias Iris Stoffels und Madeleine Stary die Damenwelt so richtig in Stimmung gebracht. Der Sänger Dominik Brack, die Primadonnas und die „Schlusslichter“ aus Porselen trugen mit dazu bei, dass die Stimmung im Kaisersaal hohe Wellen schlug. 

Nach einer Pause und Erholungsphase für die Lachmuskulatur ging es Schlag auf Schlag im karnevalistischen Reigen weiter. Da waren die Gruppen „Alles Dureen“, „Crazy Housewives“, „City Lights“ und „Girls United“ sowie das Männerballett, die für Programmhöhepunkte sorgten. Auch „et fussich Julche“ alias Hedwig Coenen sorgte ebenso für Begeisterung wie Natascha aus Novosibirsk (Caroline Palmen). Es war beachtlich, was die Damenwelt aus Brachelen so alles auf die närrische Bühne brachte.

Durch das Programm führten Andrea Backes und Rebecca Koziessa, die ihre Sache gut machten. Am Ende der Sitzung war die Stimmung im Kaisersaal kaum zu übertreffen und die Damenwelt feierte weiter Karneval.

 

Erkelenz

 

Papier, Textil und Steinkohle

 

Andreas Josef Berens kaufte eine erste Papiermaschine zu Beginn des 19. Jahrhunderts und erzielte mit seinen Produkten 1810 auf der Pariser Weltausstellung eine Goldmedaille. Seine "Papierfabrik" hatte er in Hückelhoven-Brachelen. FOTO: Heimatkalender des Kreises Heinsberg

 

Das erste als größerer Produktionsbetrieb anzusehende Unternehmen Hückelhovens stand zu Beginn des 19. Jahrhunderts im damals ohnehin größten Siedlungspunkt der ganzen Region, Brachelen, mit der "Papierfabrik" Berens. 1812 produzierten neben der Familie 30 Mitarbeiter im heute noch zu sehenden, halb verfallenen Gebäude der Rischmühle Ortsausgang Richtung Linnich. Schon in den 1840er Jahren wurde eine regelrechte "Papiermaschine" aufgestellt, die Mitarbeiterzahl stieg auf knapp 100, das Unternehmen florierte bis zum Ende des Jahrhunderts, über Generationen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft und dem stark vertretenen Handwerk, etwa 80 Betriebe, bereithaltend. 1899 erfolgte der Konkurs.

 

In Hückelhoven richtete der aus Randerath kommende Weber Wilhelm Schwartz in der Straße Am Lieberg ab 1851 eine Kleiderfabrik ein, in der bis zu 50 Arbeiterinnen Kleidung aus firmeneigenen Tuchen nähten. Die Nachkommen hielten das Unternehmen bis in die 1970er Jahre, auch hier war der Niedergang der Textilindustrie nicht aufzuhalten. Heute unterhält hier der Unternehmer Helmut Zurkaulen sein Opel-Museum.

 

Ab 1884 erregte der Bergbauunternehmer Friedrich Honigmann im Hückelhoven-Erkelenzer Land Aufmerksamkeit mit Versuchsbohrungen nach Steinkohle, die er im Gegensatz zu fast allen Experten im Aachener Revier auch in Rurnähe vermutete. Der seit 1852 bestehenden Bahnlinie Aachen-Mönchengladbach wegen setzte er die ersten Bohrungen bei Baal/Doveren an, wurde auch bestätigt, allerdings erst in fast 500 Metern Tiefe lag (und liegt) der Anthrazit. Nach zahlreichen weiteren Tests wurden die Förderschächte in Hückelhoven gebaut, wo Kohle in 180 Metern gefunden worden war. Ab etwa 1908 wurde klar, dass aus den Versuchsfeldern der Kohle ein großer Industriebetrieb werden und damit Ausbildungs- und Arbeitsplätze bieten würde. Die Umkehrung der (Ab-) Wanderungstendenz reichte allein nicht aus, um die Arbeitsplätze zu besetzen: Zigtausende Arbeiter wurden in Deutschland, Europa, der Türkei angeworben, mit den Familien versechsfachte sich Hückelhovens Einwohnerzahl in wenigen Jahren.

 

1997 dann das Ende für die 5000 direkten und viele weitere Arbeitsplätze von Zulieferern und 500 Ausbildungsplätze. Der Strukturwandel brachte und bringt nunmehr Logistik- und Handelsunternehmen nach Hückelhoven.

 

(isp)

 


1 Gilt für Lieferungen in folgendes Land: Deutschland. Lieferzeiten für andere Länder und Informationen zur Berechnung des Liefertermins siehe hier: Liefer- und Zahlungsbedingungen
2 Nach §19 der Kleingewerberegelung bin ich berechtigt, keine Mehrwertsteuer auszuweisen.