Brachelen
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8. Juli 2017 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven  - Altem Gemäuer auf der Spur

 

Studentinnen und Studenten der Uni Köln setzten während eines Workshops im Haus Blumenthal - hier im großen Saal auf der ersten Etage - Messpunkte. Mit im Bild sind Dr. Dorothee Heinzelmann (l.) und Thomas Busch (r.). FOTO: Jürgen Laaser

 

Studentinnen und Studenten der Uni Köln setzten während eines Workshops im Haus Blumenthal - hier im großen Saal auf der ersten Etage - Messpunkte. Mit im Bild sind Dr. Dorothee Heinzelmann (l.) und Thomas Busch (r.). FOTO: Jürgen Laaser

 

2017-07-07T18:12+0200 2017-07-08T00:00+0200

 

Hückelhoven. Am vergangenen und an diesem Wochenende untersuchen 20 Studenten des Kunsthistorischen Instituts der Uni Köln das Rittergut Haus Blumenthal. Besitzer Thomas Busch erhofft sich davon ebenfalls eine Menge Erkenntnisse. Von Mario Emonds

 

Im Fürstenzimmer wird emsig gewuselt. Eine Handvoll Studenten steckt den Raum akkurat mit Messmetern ab, markiert Messpunkte. Ein bisschen sieht das so aus, als würden quer durch den Raum Wäscheleinen hängen. "Kommen Sie beim Daruntergehen bitte nicht daran", mahnt Dr. Dorothee Heinzelmann, Wissenschaftliche Referentin für Bau- und Kunstdenkmalpflege vom Landschaftsverband Rheinland (LVR). Sie ist so etwas wie die Gesamtleiterin beim Workshop über zwei Wochenenden des Kunsthistorischen Instituts der Uni Köln - Abteilung Architekturgeschichte - im Rittergut Haus Blumenthal am Brachelener Ortseingang aus Richtung Hilfarth kommend.

 

20 Studenten machen hier eine Aufnahmeübung in Sachen Baudokumentation. Auf fünf Arbeitsgruppen verteilt sind sie in fünf Räumen des Ritterguts dabei, die Vermessungen vorzubereiten. "So eine praktische Aufnahmeübung machen sie zum ersten Mal", erläutert Dr. Heike Lehmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts - und nennt die beiden Dinge, um die sich an diesem und am kommenden Wochenende in Haus Blumenthal alles dreht: "Zunächst machen die Studenten eine Baudokumentation. Aus den da gewonnenen Erkenntnissen sollen sie im zweiten Schritt dann ein Konzept für eine verträgliche Nutzung erstellen."

 

Sehr hellhörig wird bei diesen Worten Thomas Busch - der ist schließlich der Besitzer von Haus Blumenthal: "Ich erhoffe mir in der Tat von diesem Workshop jede Menge Erkenntnisse, bin sehr gespannt, wie Profis die Bausubstanz hier beurteilen und was man daraus machen könnte", erklärt der Mittvierziger, der mit seiner Familie in Heinsberg lebt.

 

Wohin die Reise generell gehen soll, weiß er schon: "Mir schwebt eine wohnwirtschaftliche Nutzung vor - und für einen Freiberufler gibt es hier sicherlich auch geeignete Räume." Auf alle Fälle wolle er mit dem Rittergut nun was machen. "Natürlich könnte ich es mir einfach machen und Haus Blumenthal einfach verkaufen. Doch das möchte ich nicht. Ich habe Lust darauf, hier was zu gestalten. Da gehört sicherlich auch ein kräftiger Schuss Enthusiasmus zu - und den habe ich", bekräftigt er.

 

Und weil er wusste, dass er das alte Gemäuer nicht einfach nach Gutdünken umgestalten kann, sondern da Aspekte der Denkmalpflege zwingend berücksichtigt werden müssen, stiefelte er erst einmal zur Stadt Hückelhoven. "Die vermittelte dann den Kontakt zum LVR-Amt für Denkmalpflege."

 

So kam der Stein ins Rollen - und schließlich der Workshop zustande. Eine klassische Win-Win-Situation: Busch bekommt so wertvolle Erkenntnisse, und die Studenten können sich mal so richtig in der Praxis austoben. "Ich hätte mir gewünscht, so etwas hätte es zu meiner Studienzeit auch schon gegeben", bekennt lächelnd Dorothee Heinzelmann - und erläutert, was sie als Profi an Haus Blumenthal so reizvoll findet: "Das Haus hat so viel Geschichte, die man aus den alten Gemäuern herauslesen kann - das ist einfach spannend. Denn viele Fragen hier sind noch offen."

 

Genau das untersuchen nun die Studenten. "Dabei wollen wir unter anderem herausbekommen, wie die einzelnen Räume mal genutzt worden sind", erläutert Heike Lehmann. Auch die unterschiedlichen Bauabschnitte und vorgenommenen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte sollen dokumentiert werden - Baugeschichte eben. Lehmann zeigt auf einen Teil der Außenfassade: "Hier sieht man deutlich, das Türen und Türbogen nicht zusammenpassen. Auch so etwas wollen wir genau untersuchen."

 

Thomas Busch ist auf die Ergebnisse schon gespannt wie ein Flitzebogen: "Mir ist zugesagt worden, dass die Ergebnisse im Anschluss recht zeitnah präsentiert werden. Das ist gut, denn bereits 2018 würde ich gerne mit der Realisierung beginnen. Die wird ja dann einige Jahre in Anspruch nehmen."

 

 

6. Juli 2017 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven/Wegberg/Erkelenz

 

Bahn will mehr Aufenthaltsqualität

 

Hückelhoven/Wegberg/Erkelenz. 2,8 Millionen Euro investieren Bahn und NVR, um die Aufenthaltsqualität zu steigern. Die Station in Baal muss auf den Lift aber noch warten. Von Anke Backhaus

 

Die Deutsche Bahn und der Nahverkehr Rheinland kündigen an, ihre Stationen "aufmöbeln" zu wollen. Um eine bessere Aufenthaltsqualität an den Bahnhöfen im Rheinland zu erzielen, werden rund 2,8 Millionen Euro investiert - auch an den Standorten Wegberg-Arsbeck, Hückelhoven-Baal, Hückelhoven-Brachelen, Erkelenz und Wegberg. Man arbeite in diesem Zusammenhang ganz im Interesse des Kunden, hieß es gestern auf Anfrage unserer Redaktion bei der Deutschen Bahn.

 

Konkret geplant sind jedoch Maßnahmen, die nicht alle Bahnkunden begeistern dürften. Denn: Wegberg bekommt zwei neue Abfallbehälter, Arsbeck eine neue Vitrine in der Größe DIN A 0, um für eine bessere Lesbarkeit zu sorgen, sowie zwei neue Abfallbehälter. Für Erkelenz sind insgesamt acht Schilder in Blindenschrift geplant, die an den Handläufen angebracht werden sollen. Gleich 18 von diesen Schildern bekommt der Baaler Bahnhof (plus eine Dreiersitzbank und zwei Abfallbehälter), Brachelen wird in Kürze auf vier Schilder kommen (plus zwei neue Dreiersitzbänke und zwei Abfallbehälter).

 

"Wir wollen die Aufenthaltsqualität unserer Kunden steigern und den Komfort an den einzelnen Stationen erhöhen", war aus der Pressestelle NRW der Bahn zu hören. Alle Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Begonnen wurde im Mai, bis Jahresende will man fertig sein.

 

Damit steht fest, dass beispielsweise in Baal vorerst kein Lift für Barrierefreiheit sorgen wird. Aber nur vorerst. Dies, so die Bahn, zähle zur Modernisierungsoffensive, die auch möglichst bald in Angriff genommen werden soll. Im Klartext bedeutet das nach Aussage der Bahn: Für 2018 ist der Lift geplant. Im selben Jahr sollen dann auch die Arbeiten an der Brachelener Station beginnen. Vorgesehen ist die so genannte Aufhöhung des Hausbahnsteigs, die Erneuerung der Beleuchtung sowie ein Wegeleitsystem.

 

Auch in Erkelenz soll ab dem kommenden Jahr der Bahnsteig erhöht werden, zudem steht eine Dachanpassung auf der Agenda und ein Wetterschutz. Für die weiteren Haltepunkte seien die konkreten Planungen noch nicht abgeschlossen, heißt es bei der Bahn, die wie der NVR ein großes Problem, das eine Menge Geld kostet: Wirtschaftliche Schäden seien durch Vandalismus und Schmierereien entstanden. Die Instandsetzung bedeutet einen hohen Aufwand. Der NVR erläutert, dass der Schaden sich auf eine Summe in Höhe von 34 Millionen Euro im Jahr 2016 belaufen hat. "Das ist Geld, das wir lieber in die Verbesserung unserer Stationen stecken würden, als Zerstörungen zu beseitigen", sagt etwa Kai Rossmann, Bahnhofsmanager für den Raum Köln/Bonn.

 

Brachelener Verkehrssicherheitsprojekt ausgezeichnet

30. Juni 2017, 15:35 Uhr

Kreis Heinsberg.
Zum ersten Mal hat die AOK Rheinland/Hamburg im Rahmen ihrer Initiative der Starke-Kids-Netzwerke einen Sonderpreis für generationenübergreifende Projekte verliehen.

Mit dem Sonderpreis und Preisgeldern in Höhe von insgesamt 9000 Euro wurden in Essen Projekte ausgezeichnet, die dem demografischen Wandel Rechnung tragen, das Lernen voneinander und das Verständnis füreinander fördern und so einen aktiven Beitrag zur Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit leisten. Insgesamt hatten sich 58 generationenübergreifende Projekte beworben. Aus dem Kreis Heinsberg gab es fünf Bewerbungen – und einen Preisträger!

Ein Preis in Höhe von 2000 Euro ging nach Hückelhoven-Brachelen: an die Katholische Kindertagesstätte St. Gereon mit dem Altenheim Haus Berg, der St.-Martin-Grundschule und der Kindervilla sowie der Polizei für das Verkehrssicherheitsprojekt „Alt hilft Jung und Jung hilft Alt“.

„Solidarität und gelebtes Miteinander sind ein starker Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Die von uns ausgezeichneten Projekte sind der Beweis, dass in Kitas und Schulen, Vereinen, Senioreneinrich-tungen und Kommunen diese Werte gelebt werden“, erklärte Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rhein-land/Hamburg, bei der Preisverleihung in Essen. Zusammen mit Jan Fitschen, Langstreckenläufer und Europameister von 2006, übergab er die Auszeichnungen an die Preisträger. Die ausgezeichneten Projekte würden sich in vielen Fällen durch einen besonders intensiven und dauerhaften Kontakt und Austausch zwischen den Generationen auszeichnen. „Sie greifen eine konkrete Herausforderung auf und haben sich bereits bewährt. Sie zeigen, wie generationenübergreifende Gesundheitsförderung gelingen kann“, so Buchwitz weiter.

Drei Preisträger auf Kreisebene

Im Kreis Heinsberg war vor wenigen Tagen bei einer Feier in Geilenkirchen-Immendorf der bereits zum sechsten Mal auf regionaler Ebene ausgelobte Starke-Kids-Förderpreis verliehen worden: mit dem ersten Platz und 3000 Euro für die Katholische Grundschule Immendorf und ihr Projekt „Gesund macht glücklich“, mit dem zweiten Platz und 2000 Euro für die DJK Wassenberg und ihr Projekt ­„Kontinuität in der Kooperation“ sowie mit dem dritten Platz und 1000 Euro für das Evangelisches Jugendzentrum Haus Schalom in Wegberg und sein Projekt „Garten und Küche“.

Freibadcheck, Teil 1: Naturseebad Kapbusch überzeugt mit riesiger Liegewiese
 
Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2017, 18:37 Uhr

Baden in idyllischer Umgebung: Der Strand des Naturseebades Kapbusch ist auch deshalb schön, weil die Ufer des Sees mit vielen Bäumen bewachsen sind. Das lockt an sonnigen Tagen viele Besucher an den See.

Freibadleiter Peter Fries schaut dann nach dem Rechten und beaufsichtigt den 14.000 Quadratmeter großen Schwimmbereich. Foto: Daniel Gerhards
Stolz ist er auf die Familienfreundlichkeit, für junge Badegäste gibt es zum Beispiel auch einen Spielplatz mit großem Klettergerüst.

Hückelhoven-Brachelen.
Wenn man sich mit Peter Fries im Naturseebad Kapbusch trifft und über seinen Job plaudert, dann merkt man: Dem Freibadleiter macht seine Arbeit richtig viel Freude. Er spricht über Stammgäste, Leute, die sogar aus Mönchengladbach oder Aachen anreisen, und die vielen Familien, die zum Schwimmen kommen.

Wenn es ins Wasser geht, das über eine gute Qualität verfügt, führt Fries die Aufsicht. Unser Besuch am Badesee zwischen Hilfarth und Brachelen ist der Auftakt für unseren Freibadcheck. Dabei besuchen wir die Freibäder und Badeseen unserer Region.

Größe/Ausstattung

Wer zum Badesee in Brachelen kommt, sieht gleich, dass es dort sehr viel Platz gibt. In dem großen See gibt es einen mit Bojen abgetrennten 14.000 Quadratmeter großen Schwimmbereich. Sichere Schwimmer können aber den gesamten See zum Schwimmen nutzen, außerhalb des Schwimmbereichs ist aber nicht sicher, dass die Badeaufsicht die Schwimmer immer sehen kann. Neben dem See gibt es einen schmalen Sandstrand und eine riesige Liegewiese. An einem sonnigen Wochenendtag könnten durchaus 2000 Gäste kommen, sagt Fries.

Auf dem Freibadelände gibt es auch Duschen und Umkleidekabinen.

Preise/Öffnungszeiten

Die Eintrittspreise im Naturseebad Kapbusch sind moderat. Erwachsene zahlen 2,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Schüler, Studenten zahlen einen Euro. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Das ist im Vergleich zu anderen Freibädern in der Region günstig. Eine Saisonkarte oder ähnliches gibt es nicht.

Grundsätzlich ist das Bad bei gutem Wetter geöffnet. Außerhalb der Ferien ist es wochentags von 13 bis 20 Uhr geöffnet. Samstags, sonntags, feiertags und an Brückentagen von 10 bis 20 Uhr. Während der Sommerferien ist das Freibad von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Sicherheit

Für die Sicherheit der Schwimmer sorgen im Freibad in der Regel zwei Aufsichtskräfte, die bei der Stadt Hückelhoven beschäftigt sind. Bei unserem Besuch waren das Peter Fries und sein Kollege. Wenn viel los ist, kommt eine dritte Aufsicht dazu. Große Badeunfälle habe es im Freibad noch nicht gegeben, sagt Fries.

Auf der Liegewiese sind auch immer wieder Kräfte des städtischen Ordnungsamtes unterwegs, die für die Sicherheit der Gäste garantieren sollen. „Die kommen zwischendurch immer mal wieder rein und schauen nach dem Rechten. Und Abends kommen die Mitarbeiter vom Ordnungsamt immer vorbei“, sagt Fries. Allerdings schätzt Fries das Publikum im Bad als sehr friedlich ein. „Hier gibt es nie Randale. Zu uns kommen viele Familien mit Kindern. Und es gibt auch Stammgäste, die jeden Tag da sind“, sagt er.

Was im Bad fehlt, sind Schließfächer, in denen man seine Wertsachen sicher verstauen kann.

Lage/Erreichbarkeit

Der Badesee liegt zwischen den Hückelhovener Ortsteilen Hilfarth und Brachelen. Um den See herum gibt es viel Grün, was die Lage idyllisch macht. Zu erreichen ist das Freibad mit dem Auto über die L364, die direkt am See vorbeiführt. Die nächstgelegene Bushaltestelle ist „Alter Steinweg“ in Brachelen, von dort sind es etwa zehn bis 15 Minuten Fußweg bis zum Freibad. Das spricht für eine Anreise mit dem Fahrrad oder dem Auto.

Parkmöglichkeiten

Bei schönem Wetter wollen immer sehr viele Leute ins Freibad. Und das bedeutet, dass die Parkplatzsuche mitunter schwierig werden kann. Wie viele Parkplätze es am Brachelener Badesee genau gibt, kann Silke Otrzonsek vom Schul-, Verwaltungs- und Sportamt der Stadt Hückelhoven nur schätzen. Es gibt einen fest Parkplatz zwischen Freibadeingang und Bootsclub und zwei große Wiesen, auf denen ebenfalls geparkt werden darf. „500 bis 600 Parkplätze sind das mindestens“, sagt sie. Wahrscheinlich seien es mehr. Wenn es im Freibad richtig voll wird, reicht das aber auch nur bedingt. Dann parken die Autofahrer auch entlang des Weges durchs Feld der als Zufahrt zum Freibad genutzt wird.

Sauberkeit

Bei unserem Besuch im Freibad ließ die Sauberkeit nichts zu wünschen übrig. Der städtische Bauhof rücke jeden Tag zu einer Grundreinigung an, sagt Otrzonsek. Die Mitarbeiter leeren dann die Mülleimer und säubern den Strand, die Wiese und die Wege.

Besondere Attraktionen

Stolz ist Freibadleiter Fries auf die Familienfreundlichkeit des Bades. Es gibt einen abgetrennten Kinderschwimmbereich, der auch bei unserem Besuch rege von Familien genutzt wurde. In den Ferien wird ein Spielgerät, das einer schwimmenden Hüpfburg gleicht, zu Wasser gelassen. Zusätzlich gibt es eine Kunststoffinsel zum Heraufklettern, ein Volleyball- und ein Basketballfeld und einen Spielplatz.

 

27. Juni 2017 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Ehrenmitgliedschaft für Gründer-Trio

 

 

 

Vorsitzender Christoph Gaspers (r., 49 Jahre alt) stößt mit den Gründungsmitgliedern Rudi Cassen (l., 78), Wolfgang Buchholz (2.v.l., 75) und Dieter Krieger (3.v.l., 75) auf das Jubiläum an.

 

Hückelhoven. Ein Käfer mit Segelboot im Schlepptau im Festzug, Programm auf der Seebühne: Bootsclub feierte seine 50 Jahre. Von Daniela Giess

 

Ein feierlicher Festzug mit Beteiligung zahlreicher Ortsvereine, eine große See-Bühne im Wasser und ein buntes Programm mit stimmungsvollen Überraschungen - so feierte der Brachelener Bootsclub (BBC) sein 50-jähriges Bestehen auf dem Vereinsgelände am Kapbusch-See zwischen Hilfarth und Brachelen.

 

Mehrere hundert Gäste waren der Einladung zur großen Jubiläums-Sause am Bootshaus gefolgt, darunter Abordnungen befreundeter Segelclubs aus Ratheim und Effeld. Vorsitzender Christoph Gaspers hatte für die drei Gründungsmitglieder Dieter Krieger, Rudi Classen und Wolfgang Buchholz, die den BBC anno 1967 zusammen mit sieben anderen Hobbyseglern aus der Taufe hoben, eine ganz besondere Auszeichnung parat - sie wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und ab sofort beitragsfrei gestellt.

 

Bäckermeister Rudi Classen ist längst in Rente. Doch für die Rheinische Kaffeetafel stellte er noch mal seine berühmte Brachelener Spezialtorte her. Beim Schnuppersegeln begeisterten die Aktiven ihre sportlichen Besucher. Marc Breuer als Löschmeister Josef Jackels veranstaltete ein Applaus-Training mit dem Publikum, präsentierte dann seinen Erfolgshit "Eins-Eins-Zwei" mit grazilen Tanzeinlagen in blauer Feuerwehr-Montur, um anschließend zu verraten, dass es beim BBC angeblich sogar zwei Jubiläen gebe - neben dem 50-jährigen Bestehen des Bootsclubs das 15-jährige Bestehen der Frisur des Festabend-Moderators Manni Kirberg, der auch Sitzungspräsident der Brökeler Kappehäuer ist.

 

Eine Delegation der rot-weißen Karnevalsgesellschaft war beim Festumzug durch den Ort ebenso vertreten wie Trommlercorps, Schützenbruderschaft und Feuerwehr. Im chromblitzenden Mercedes-Oldtimer wurde das Gründer-Trio chauffiert. Den Anfang machte ein alter VW Käfer mit Segelboot auf dem Anhänger.

 

In seiner Festansprache zeigte sich BBC-Chef Gaspers stolz auf das Erreichte "seiner" 95 Mitglieder starken Truppe. So habe man bereits erfolgreich an Regatten in Spanien, Griechenland, der Karibik und Kroatien teilgenommen. Zu den Gratulanten gehörte neben Günther Nülle, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Seglerverbands (DSV), sowie Dr. Joachim Demont als Vorstandsmitglied des Seglerverbands Nordrhein-Westfalen auch der Hückelhovener Bürgermeister Bernd Jansen. Das Stadtoberhaupt zeigte sich beim Hafenfest beeindruckt vom "imponierenden Clubgelände" und der großen Verantwortungsbereitschaft der Vorstandsmitglieder.

 

Und dann entdeckte der Verwaltungschef die alten Straßenlaternen vom Hückelhovener Rathaus wieder, die vor Jahren im Stadtzentrum ausgedient hatten und auf Initiative des Brachelener CDU-Fraktionsvorsitzenden Heinz-Josef Kreutzer auf dem Vereinsgelände am Kapbusch-See aufgestellt wurden und seitdem in den Abendstunden für stimmungsvolle Beleuchtung sorgen.

 

Festzug und Gottesdienst: Der Bootsclub 1967 wird 50

Letzte Aktualisierung: 19. Juni 2017, 12:03 Uhr

Hückelhoven-Brachelen.
Mit einem Festzug durch Brachelen am Sonntag, 25. Juni, ab dem Kaisersaal um 10 Uhr durch Brachelen und einem Wortgottesdienst um 11 Uhr am Baggersee feiert der Bootsclub 1967 als Mitglied im Deutschen Segler-Verband sein 50-jähriges Bestehen.  

Der Verein erfreut sich einer regen Aktivität und ist aus dem örtlichen Vereinsleben nicht wegzudenken. Die vielen Mitglieder zieht es aufs Baggersee-Wasser mit ihren Jollen, Paddelbooten und Jachten.

Die Mitglieder des Bootsclubs haben sich zu einer verschworenen Gemeinschaft Gleichgesinnter entwickelt, die mit vielen Wettfahrten und Regatten sowie jährlich wiederkehrenden Highlights im Vereinsleben das Clubleben bereichert. Da gibt es das traditionelle Anpaddeln ebenso wie das Kinderfest, die Nikolausfeier für die Kleinen oder die Sonnenwendfeier.

Christoph Gaspers führt als Vorsitzender im Jubiläumsjahr 2017 den Verein an. Es gibt noch drei lebende Gründungsmitglieder: Rudi Classen, Dieter Krieger und Wolfgang Buchholz. Gerne erinnern sich die Mitglieder an die Zeit, als mit viel körperlichem Einsatz, Mut und wenig Geld die gemeinsame Sport- und Begegnungsstätte am See realisiert wurde. Auch die sportlichen Erfolge des Jubiläumsvereins stellten sich nach und nach ein. Inzwischen sind viele Aktive auch auf Veranstaltungen in auswärtigen Revieren zugegen.

Zudem: Die Jugendabteilung ist fester Bestandteil des Clubs geworden – dank unermüdlicher Begleiter, die ihre Freizeit geopfert haben, der Jugend schöne Erlebnisse zu vermitteln.

 

15. Juni 2017 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Die "Seekönige" werden 50

 

 

 

 

 

 Schon in den Anfangsjahren krönte der BBC alljährlich ein Seekönigspaar in Neptuns Reich. Das Bild zeigt, wie viel Spaß alle daran hatten.

 

 

 

Hückelhoven. Wer in Brachelen vom BBC spricht, meint nicht den britischen Radiosender. Am Kapbusch ist der Brachelener Bootsclub zu Hause - seit 50 Jahren. Von Daniela Giess

 

Weil der Bootsclub in diesen Tagen sein 50-jähriges Bestehen feiert, haben sich Vorsitzender Christoph Gaspers und seine Vorstandskollegen viel vorgenommen. Das große BBC-Jubiläum soll mit vielen Ortsvereinen, befreundeten Segelclubs und sonstigen Wegbegleitern gebührend gefeiert werden. "Kindern und Erwachsenen möchten wir die Möglichkeit geben, einen aktiven Einblick in unser Clubleben zu gewinnen, zum Beispiel durch die Teilnahme an Segelfahrten", so Gaspers. Er erinnert an die Geburtsstunde der Hobbysegler, die anno 1967 schlug, als 15 vom Segelsport begeisterte Männer beschlossen, den Verein aus der Taufe zu heben.

 

Die zweitägigen Jubiläumsfeierlichkeiten bieten Gästen und den insgesamt rund 85 Mitgliedern ein abwechslungsreiches Programm. Kostenloses Schnuppersegeln, eine Segelregatta für die sportlichen Gäste, ein Hafenfest mit Marc Breuer alias Löschbrandmeister Jackels, Stimmungssänger Dominik Brack sowie DJ Lars Müschen werden am 24. und 25. Juni geboten. Durch das bunte Programm führt Kappehäuer-Sitzungspräsident Manni Kirberg, der auch im Brachelener Bootsclub aktiv ist.

 

Eine Rheinische Kaffeetafel bietet zum 50-jährigen Bestehen Gaumenfreuden. Mit dem Tag der offenen Tür am 24. Juni, 15 Uhr, startet die große Jubiläumssause auf dem Vereinsgelände. Die Ehrengäste werden ab 18 Uhr empfangen. Zum feierlichen Festumzug durch den Ort am 25. Juni ab 10 Uhr wollen die Gastgeber viele befreundete Vereine empfangen, darunter die Blaskapelle Brachelen, den Eifelverein, Angelsportverein, Reiterverein, Sportverein, das Trommler- und Pfeifercorps, katholische Frauengemeinschaft, St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft sowie den Heimat- und Naturverein. Befreundete Segelclubs aus Ratheim, Effeld und Roermond haben ihre Teilnahme ebenso zugesagt wie der Hückelhovener Bürgermeister Bernd Jansen. Der Junge Chor sorgt um 11 Uhr für den musikalischen Rahmen beim Wortgottesdienst. Zum musikalischen Frühschoppen laden die Segelfreunde ab 12 Uhr ein.

 

Pioniergeist, Mut und Optimismus waren in den Gründerjahren des BBC gefragt. In Eigenarbeit entstand das Clubhaus. Zunächst widmete man sich ausschließlich dem Paddelsport, einige Jahre später entstand die Segelabteilung. "Das Spektrum unserer Aktivitäten ist vielseitig", erklärt Vorsitzender Christoph Gaspers mit Verweis auf die theoretische und praktische Ausbildung im Jugend- und Erwachsenenbereich, Teilnahme an grenzüberschreitenden Segelveranstaltungen oder Chartertörns. Sogar in der Karibik, in Kroatien und Spanien waren die Brachelener Segler schon unterwegs. Bei Regatten wurden schon zahlreiche Vereins-, Stadt- und Kreismeister ermittelt. "Auch das Paddeln wie in den Anfängen haben wir uns bewahrt." Beim traditionellen Sonnenwendfest wird in jedem Jahr ein Seekönigspaar gekürt, diesmal am 21. Juni. Als Gründungsmitglieder sind Dieter Krieger, Rudi Classen und Wolfgang Buchholz seit einem halben Jahrhundert dabei.

 

 

13. Juni 2017 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Einsichten in alte Zeiten im Ortsbild

 

 

 

 

 

 Erste Station beim Spaziergang durch die Brachelener Dorfgeschichte war die Foto- und Infotafel an der Annakapelle. Dieter Wolff (2. v.l.) begrüßte die Gäste, Peter Wilms (l.) gab Erläuterungen.

 

Hückelhoven. Nach der Foto-Info-Tour durch Brachelen plant der Heimat- und Naturverein weitere Führungen und bereitet mehr Bilder vor - von Mühlen und Menschen. Berührendes Dokument von 1919. Eine Plattdeutsch-Gruppe hat sich gegründet. Von Willi Spichartz

 

Mit dem jungen Heimat- und Naturverein Brachelen läuft es gut. Kürzlich traten dazu rund 60 Brachelener den Beweis mit einer Historienwanderung entlang der 15 Großfotos an, die der Heimatverein von der Annakapelle bis zur Gereonkirche installiert hat.

 

Weitere Fotos im Straßenbild werden bald folgen, Führungen zu den unter anderem vier Mühlen im Straßendorf sind in Vorbereitung. Eine Plattdeutsch-Gruppe hat sich ebenfalls schon gegründet. Und die lebhaften Unterhaltungen auf dem Zwei-Kilometer-Gang am Samstag zeigten, dass Brachelen für seine Geschichte sensibilisiert ist.

 

Henri mit seinen zweieinhalb Jahren war der jüngste Interessent, der dem Fuß-Gang allerdings den Kinderwagen vorzog. Die Gäste begrüßte Dieter Wolff als zweiter Vorsitzender des Heimatvereins an der Annakapelle, alle Generationen waren vertreten, wenn auch die mittleren und älteren die Nase vorn hatten. Die Fotos, so Dieter Wolff, sollten den Alten zur Erinnerung, den Jungen zu Einsichten in Zeiten dienen, die nicht so leicht wie die heutigen waren.

 

Peter Wilms hatte äußerst kundig die Erläuterungen übernommen und machte gleich Zeitdimensionen deutlich: "Die Fotos sind auf Alu-Dibondplatten aufgebracht, die Überzugfolie ist für 25 Jahre lichtecht!"

 

Interessant die Kreuzung Alter Steinweg/Hauptstraße/Annastraße, deren Foto eine kleine Gruppe französischer Soldaten 1919 an genau der Kreuzung zeigt. Das Foto stammt von einer Postkarte, die einer dieser Soldaten an seine Liebste daheim geschickt hatte. Fotoinstallations-Ideengeber Achim Schwehn hatte u.a. diese Postkarte ersteigert, übersetzen lassen und trug sie vor. Peter Wilms erläuterte dazu, dass aus der vierjährigen französischen Besatzungszeit viele französische Begriffe im alltäglichen Sprachgebrauch hängengeblieben seien. Hückelhovens Erster Beigeordneter Helmut Holländer, der den urlaubenden Bürgermeister Bernd Jansen vertrat, ergänzte dazu, dass die Nutzung der französischen Sprache vor allem auch aus der Zeit zwischen 1794 und 1815 rührte, als das linke Rheinland Teil Frankreichs, Französisch Amtssprache war.

 

Am Standort "Mittlere Hauptstraße" mit einem Foto von ebenfalls 1919 konnte Peter Wilms sowohl die Wirtschafts- und Sozialgeschichte Brachelens anreißen wie auch Straßenzustand, Schmutz- und Regenwasserabführung. Die Straße war auch Trieb-Weg für die zahlreichen Kühe des großen Orts Brachelen, die von Berufs-Hirten in die Rurwiesen geführt worden. Der letzte Hirte dieser Art war noch bis in die 1950er Jahre in Millich unterwegs.

 

Da die Fotoinstallations-Aktion von Sponsoren finanziert worden ist, konnte der Heimatverein zu einer Zwischenrast mit kühlen Getränken ins Gasthaus "Zum Postmeister" einladen. Die aus dem Karneval bekannte Gruppe "Berserker" hatte allerdings selbst vorgesorgt: Ein historischer Bollerwagen konnte mehrere Kühlboxen mit Getränken jeder Art aufnehmen, der Weg war schließlich lang.

 

Aber nicht so lang, dass die mitrollenden Regenschirme noch zum Einsatz gekommen wären.

 

Quelle: RP

 

 

Alle Badeseen bestehen den Qualitätstest

31. Mai 2017, 17:21 Uhr

Auch in diesem Jahr laden die Badeseen in der Region wieder zu ungetrübten Badefreuden ein wie hier am Lago Laprello. Die Wasserqualität wurde „gut“ bis „ausgezeichnet“ bewertet. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg.
Bei den hohen Temperaturen in diesen Tagen tut eine Abkühlung im kühlen Nass ganz gut. Da kommt die Nachricht aus der Staatskanzlei in Düsseldorf gerade recht, die auch den Badeseen im Kreis Heinsberg eine gute oder sogar eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt.

Der Lago Laprello in Heinsberg und der Badesee „Amici Beach“ in Wassenberg-Effeld erhielten die Bewertung „ausgezeichnet“, der Badesee Kapbusch in Hückelhoven-Brachelen die Bewertung „gut“.

Am Badesee Kapbusch seien in den vergangenen vier Jahren, die in die Bewertung eingehen, immer wieder leichte mikrobiologische Belastungen festgestellt worden, erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung Cornelia Dümling vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz. Dabei seien keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt worden, betont sie ausdrücklich. Dennoch würden diese Werte in die Gesamtbeurteilung einfließen, wie es das Bewertungsverfahren der EU vorgebe.

Gemessen würden an den drei Badeseen von unabhängigen Laboren in der Badesaison zwischen dem 15. Mai und dem 15. September monatlich vier Parameter, erklärt Norbert Franzke vom Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg, der diese Daten an das Landesamt weiterleitet: den pH-Wert, die Temperatur und die mikrobiologischen Parameter zu Intestinalen Enterococcen und Escheria coli.

 

Familie Kuchen kam aus Alsdorf an den Kapbusch-Badesee in Brachelen. Schon seit einigen Jahren verbringt die fünfköpfige Familie die warmen Wochenenden gern im Freibad Kapbusch. "Klar, der Blausteinsee in Eschweiler wäre für uns viel näher. Aber da ist es nicht so schön", erklärt Mutter Astrid Kuchen.

 

 

 

Hückelhoven. Rekordtemperaturen von fast 33 Grad Celsius lockten viele Besucher zu dem beliebten Naturseebad nach Brachelen. Von Daniela Giess

 

Mehr als 900 Sonnenanbeter sind am frühen Samstagnachmittag schon im Freibad Kapbusch an der Landstraße 364 zwischen Hilfarth und Brachelen zu verzeichnen. Kassiererin Carmen Matthiä ist im Dauereinsatz. 2,50 Euro kostet der Tageseintritt für Erwachsene, einen Euro für Kinder ab sechs Jahre, Studenten oder Auszubildende. Stolz weist sie auf das Gebäude hinter sich. "Umkleidekabinen, warme Duschen. Und alles ist im Eintrittspreis enthalten. Wo gibt's das heute noch", schwärmt Carmen Matthiä.

 

Von seinem Containerstand nähert sich Heiko Hudl. Der Fachangestellte für den Bäderbetrieb, so die offizielle Berufsbezeichnung, steht im Dienst der Stadt Hückelhoven. Seit Donnerstag beaufsichtigt er die Brachelener Badegäste - Eröffnung der Freibadsaison. Eine willkommene Abwechslung zur Schwimmbad-Schicht an der Martin-Luther-Straße. "Hier ist schon gut was los", stellt Hudl fest und lässt seinen Blick über das weitläufige Areal - rund 60 000 Quadratmeter Liegewiesen mit Beachvolleyballfeld und Kinderspielplatz - streifen. Aber: In dieser Woche ist er wieder im Hückelhovener Hallenbad eingeteilt, in der Woche nach Pfingsten sieht der städtische Dienstplan erneut den Einsatz am Kapbusch vor. Zehneinhalb Stunden dauert seine Schicht hier. Immer zu zweit überwacht das Brachelener "Baywatch-Team" das muntere Treiben im beliebten Natursee, der an diesem heißen Tag mit einer Wassertemperatur um die 20 Grad für angenehme Abkühlung sorgt.

 

Das weiß auch Familienvater Oliver Kuchen (46) zu schätzen. Mit Ehefrau Astrid (36) sowie den Töchtern Lea (15) und Marie (zehn) macht es sich der Alsdorfer auf bunten Handtüchern und Matten bequem. Söhnchen Max (7) planscht im Wasser. Schon seit einigen Jahren verbringt die fünfköpfige Familie die warmen Wochenenden gern im Freibad Kapbusch. "Klar, der Blausteinsee in Eschweiler wäre für uns viel näher. Aber da ist es nicht so schön", erklärt Mutter Astrid Kuchen. "Es gibt keine richtige Badezone, und Schwimmtiere dürfen auch nicht mitgebracht werden."

 

Das Radio dudelt, diesmal haben die Kuchens befreundete Nachbarn mitgebracht nach Brachelen. "Wir trinken ein leckeres Bierchen zusammen", beschreibt Oliver Kuchen sein Wochenend-Glück am Badesee. Die drei Kinder können gut schwimmen, die Töchter haben längst das Freischwimmer-Abzeichen, Sohn Max hat die Seepferdchen-Prüfung erfolgreich abgelegt. Am Kapbusch-Kiosk hat der Pächter kürzlich gewechselt. Nach 30 Jahren. Currywurst, Pommes frites und kühle Getränke gibt es hier zu moderaten Preisen. Auch der Eintrittspreis ist seit langer Zeit stabil. "Der ist schon ewig so", weiß Heiko Hudl, der seinen Dienst an diesem heißen Tag mit seiner Kollegin, Rettungsschwimmerin Klara Baues, versieht. Unter den mehr als 900 Badegästen hat der städtische Angestellte einen "Prominenten" ausgemacht: Helmut Holländer, Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Hückelhoven. "Er hat eine französische Besuchergruppe über das Gelände geführt", berichtet Heiko Hudl.

 

An Wochenenden, Feiertagen und Brückentagen öffnet das Freibad Kapbusch seine Pforten von zehn bis 20 Uhr, an Wochentagen von 13 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro für Erwachsene, einen Euro für Kinder ab sechs, Azubis und Studenten. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt.

 

Quelle: RP

 

 

Heimat- und Naturverein: Historische Dorfansichten auf Fototafeln

30. Mai 2017, 14:03 Uhr
Anpacken für die „Dorfgeschichte zum Anfassen“: Der Heimat- und Naturverein hat historische Motive im Ort angebracht. Foto: Heimat- und Naturverein Brachelen
Hückelhoven-Brachelen.
Der Heimat- und Naturverein Brachelen präsentiert „Dorfgeschichte zum Anfassen“: 15 markante Fototafeln sind jetzt in Brachelen zu bewundern. Sie machen Lust darauf, sich näher mit der Dorfhistorie zu befassen.

Inspiriert durch ein ähnliches Projekt auf einer Urlaubsreise, machte Achim Schwehn auf einer Vereinsversammlung den Vorschlag, Fotos von historischen Dorfansichten zu vergrößern und diese an den ursprünglichen Stellen in Brachelen zu platzieren. Dieser Vorschlag fand regen Zuspruch, und sofort ging es an die Umsetzung.

Federführend waren dabei Achim Schwehn und Peter Wilms, die zahlreiche Stunden in die Vorbereitung und Umsetzung investierten. Unzählige Fotos mussten gesichtet, auf Verwendbarkeit und Qualität beurteilt und der Lage im heutigen Dorf zugeordnet werden. „Die Genehmigungen der Hausbesitzer, natürlich die erste Voraussetzung zur Umsetzung des Plans, wurden bereitwillig erteilt“, betont der Heimat- und Naturverein.

Auf der Suche nach Unterstützung für dieses Projekt fand der Verein in der Brachelener Geschäftswelt offene Türen vor. Schnell waren die ersten Sponsoren gefunden, deren Firmenlogo als Dank in einer Ecke abgebildet wurde. Die professionelle Bearbeitung der Vorlagen wurde von einem Erkelenzer Fotostudio übernommen. „Dort war man von dieser Art der Geschichtsdarstellung so begeistert, dass keine Kosten berechnet wurden“, so der Heimat- und Naturverein.
Die fertigen Exponate sind in vier Sprachen – Deutsch, Brökeler Platt, Niederländisch und Englisch – untertitelt. Ein QR-Code führt auf die Homepage des Vereins mit weiteren Erläuterungen zu den abgebildeten Szenen. Als Motive prädestiniert waren dazu die Pfarrkirche, die Anna- und die Maria-Hilf-Kapelle und das ehemalige Kloster und heutige Seniorenheim „Haus Berg“. Dazu kommen noch Ansichten der Hauptstraße. Und auch das für Brachelen ehemals typische Korbmacherhandwerk darf natürlich nicht fehlen. Hinzu kommt eine Schlachtszene, die jetzt passenderweise die Front der Fleischerei Wilms ziert.

„Sicherlich werden bei so manchem älteren Mitbürger durch diese Fototafeln liebgewordene Erinnerungen wieder geweckt, und vielleicht lässt sich die Jugend damit für die Dorfhistorie begeistern“, hofft der Heimat- und Naturverein Brachelen. An die Brachelener Bevölkerung richtet er zudem die Bitte, vorhandene historische Ortsfotos zur Sichtung zur Verfügung zu stellen, damit auch in anderen Bereichen „Geschichte zum Anfassen“ installiert werden kann.

Zur Präsentation des Gesamtwerks lädt der Heimat- und Naturverein alle Interessierten zu einem gemütlichen Spaziergang am Samstag, 3. Juni, um 15.45 Uhr ab der Annakapelle ein. Alle Fotos werden dabei noch einmal detailliert erklärt. Ziel der Wanderung ist die Pfarrkirche, die auch das Prachtstück der Sammlung, ein Foto des ehemaligen Altarraums, beherbergt. Dort endet der Ausflug mit einem Wortgottesdienst, der um 19 Uhr beginnt.

Zusätzlich ist die Festmesse zum Pfingstmontag, 5. Juni, 11 Uhr, mit einem Gebetsgedenken für die Lebenden und Verstorbenen des Heimatvereins verbunden.

 

30. Mai 2017 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Historische Ansichten an alter Stelle

 

2017-05-29T18:53+0200 2017-05-30T00:00+0200

 

Hückelhoven. Heimat- und Naturverein Brachelen präsentiert "Dorfgeschichte zum Anfassen". Führung am Samstag.

 

Pfarrkirche, die Anna- und die Maria-Hilf-Kapelle sowie das ehemalige Kloster in Ansichten aus längst vergangenen Zeiten: 15 markante Fototafeln sind seit kurzem in Brachelen zu bewundern und machen Lust darauf, sich näher mit der Dorfhistorie zu befassen.

 

Inspiriert durch ein ähnliches Projekt auf einer Urlaubsreise, machte Achim Schwehn auf einer Vereinsversammlung den Vorschlag, Fotos von historischen Dorfansichten zu vergrößern und diese an den ursprünglichen Stellen in Brachelen zu platzieren. Dieser Vorschlag fand im Heimat- und Naturverein Brachelen regen Zuspruch, und sofort ging es an die Umsetzung. Federführend zeichneten dabei Achim Schwehn und Peter Wilms, die zahllose Stunden in die Vorbereitung und Durchführung investierten. Unzählige Fotos mussten gesichtet, auf Verwendbarkeit und Qualität beurteilt und der Lage im heutigen Dorf zugeordnet werden.

 

Die Genehmigungen der Hausbesitzer, natürlich die erste Voraussetzung zur Umsetzung des Plans, wurden bereitwillig erteilt. Auf der Suche nach Unterstützung für dieses Projekt rannte man in der Brachelener Geschäftswelt offene Türen ein. Schnell waren die ersten Sponsoren gefunden, deren Firmenlogo als Dank in einer Ecke abgebildet wurde. Die professionelle Bearbeitung der Vorlagen wurde von der Firma Schmitter in Erkelenz übernommen; dort war man von dieser Art der Geschichtsdarstellung so begeistert, dass keine Kosten berechnet wurden. Die fertigen Exponate sind in vier Sprachen (Deutsch, Brökeler Platt, Niederländisch und Englisch) untertitelt. Ein QR-Code führt auf die Homepage des Vereins mit weiteren Erläuterungen zu den abgebildeten Szenen. Als Motive prädestiniert waren dazu natürlich die Pfarrkirche, die Anna- und die Maria-Hilf-Kapelle und das ehemalige Kloster und heutige Seniorenheim "Haus Berg". Dazu kommen noch Ansichten der Hauptstraße, und auch das für Brachelen ehemals typische Korbmacherhandwerk durfte natürlich nicht fehlen. Komplettiert wird das Ganze durch eine Schlachtszene, die jetzt passenderweise die Front der Fleischerei Wilms ziert. Sicherlich werden bei so manchem älteren Mitbürger durch diese Fototafeln liebgewordene Erinnerungen wieder geweckt und vielleicht lässt sich die Jugend damit für die Dorfhistorie begeistern, so hofft der Verein.

 

Der Heimat- und Naturverein Brachelen möchte sich für die Unterstützung bei der Planung und Ausführung dieses Projekts bei allen Beteiligten bedanken. Dazu kommt noch die Bitte an die Brachelener Bevölkerung, weitere vorhandene historische Ortsfotos zur Sichtung zur Verfügung zu stellen, damit auch in anderen Bereichen "Geschichte zum Anfassen" installiert werden kann.

 

Zur Präsentation des Gesamtwerks lädt der Heimatverein alle Interessierten zu einem gemütlichen Spaziergang ein für Samstag, 3. Juni, um 15.45 Uhr ab Annakapelle. Alle Fotos werden dabei noch einmal detailliert erklärt. Ziel der Wanderung ist die Pfarrkirche, die auch das Prachtstück der Sammlung, ein Foto des ehemaligen Altarraums, beherbergt. Dort endet der Ausflug mit einem Wortgottesdienst, der um 19 Uhr beginnt.

 

Zusätzlich ist die Festmesse zum Pfingstmontag, 5. Juni, um 11 Uhr mit einem Gebetsgedenken für die Lebenden und Verstorbenen des Heimatvereins Brachelen verbunden.

 

Quelle: RP

 

 

Brachelen

 

Traditionsfeste mit großen und kleinen Majestäten

 

2017-05-29

 

Ihre traditionelles Schützenfest feierte am Wochenende die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Brachelen

 

In Brachelen stand das Königspaar Damian Derix und Sarah Fender-Derix an der Spitze, begleitet wurden sie von ihren beiden Adjutanten Markus Brünker und Eric Heffels. Als Prinzenpaar bereicherten Daniel Kreutzer und Annika Friedrichs das Bild der Majestäten. Ihre Ministerpaare waren Christian Dahmen und Nathalie Thomas sowie Florian Friedrichs und Lena Coenen. Stolz waren die Brachelener Schützen darauf, erstmals seit vielen Jahren wieder ein Karussell präsentieren zu können, das wieder großen Anklang bei den kleinen Kirmesbesuchern fand. Die Schützen richteten ihre Kirmes in Zusammenarbeit mit der Karnevalsgesellschaft "Brökeler Kappehäuer" und dem SV Brachelen aus.

 

 

Brachelen erlebt prächtigen Festzug mit strahlenden Majestäten

 

: 29. Mai 2017, 10:54 Uhr

 

 

 

Mit im Zug waren Vertreter und Spieler des SV 1919 Brachelen sowie der Brökeler Kappehäuer.

 

 

 

Hückelhoven. Ein tolles Bild bot sich den Besuchern des Festzugs der Brachelener St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft.

 

Vor dem Haus des Schützenkönigpaares Damian Derix und Sarah Fender-Derix baute sich der Festzug auf, um das Königspaar samt Adjutanten Eric Heffels und Markus Brünker abzuholen – zusammen mit dem Schützenprinzenpaar Daniel Kreutzer und Annika Friedrichs.

 

Mit im Zug waren Vertreter und Spieler des SV 1919 Brachelen sowie der Brökeler Kappehäuer, die sich im Zug einreihten.

 

Hans-Josef Geiser (l.), der neue Ehrenvorsitzende des Stadtsportverbandes Hückelhoven, bei der Staffelübergabe: Jürgen Sester ist Geisers Nachfolger im Amt des Vorsitzenden.

 

 

 

26. April 2017 | 00.00 Uhr

 

Aus Den Vereinen

 

Institution der Hückelhovener Sportgeschichte

 

2017-04-25T17:52+0200 2017-04-26T00:00+0200

 

Hückelhoven. Eine Ära ist zu Ende: Hans-Josef Geiser, seit 1979 Vorsitzender des Stadtsportverbandes, hat sein Amt an Jürgen Sester weitergegeben. Von Anke Backhaus

 

"Danke, dass Sie mir so lange das Vertrauen geschenkt haben." Hans-Josef Geiser entschied sich für einen kurzen Rückblick auf seine lange Zeit als Vorsitzender des Stadtsportverbandes Hückelhoven. Dafür war der Applaus umso langanhaltender. Vereinsvorstände wechseln, ändern sich, das ist nichts Neues und so gut wie üblich. Doch das, was am Montagabend seinen Abschluss fand, war mehr als das - es war das Ende einer beeindruckenden Ära. Hans-Josef Geiser, so etwas wie die Institution überhaupt der Hückelhovener Sportgeschichte, hat sein Amt weitergegeben. Nach satten 38 Jahren an der Spitze des Stadtsportverbandes wählten die Mitglieder Jürgen Sester zum Nachfolger Geisers. Dies war schließlich auch der wichtigste Tagesordnungspunkt in der Jahresversammlung des Hückelhovener Stadtsportverbandes. Die Mitgliedsvereine stimmten schließlich dem Antrag des Vorstandes zu, Geiser zum Ehrenvorsitzenden des SSV zu ernennen.

 

1964, damals war Geiser 27 Jahre jung, war er an der Gründung des Stadtsportverbandes Hückelhoven beteiligt. Als Geschäftsführer des VfJ Ratheim rückte Geiser als Ersatzbeisitzer in den ersten Vorstand des SSV, 1973 wurde er stellvertretender Vorsitzender, 1979 Vorsitzender. Dass sich jemand heute so lange ehrenamtlich engagiert, ist sicherlich keine Selbstverständlichkeit. Schon seit mehreren Jahren hatte Geiser angekündigt, seinen Posten gerne in jüngere Hände abzugeben, jedoch fehlte es an geeigneten Kandidaten. "Hans-Josef hat darum gewartet, bis sich ein Nachfolger fand, dem er ein bereitetes Feld hinterlassen kann", sagte Bernd Jansen, Bürgermeister der Stadt Hückelhoven. Jansen würdigte den Einsatz Geisers, sagte aber auch: "Der Sport in unserer Stadt ist eine wichtige Visitenkarte."

 

Jürgen Sester ist nun also Geisers Nachfolger und der Neue an der SSV-Spitze. Bislang ist Sester nicht in der ersten Reihe des Hückelhovener Sports aufgetreten - dies wird sich nun ändern. "Eines kann ich aber schon mal sagen: Mehr als die 50 Jahre, die Hans-Josef geschafft hat, kriege ich nicht mehr hin", sagte Sester gut gelaunt.

 

Klar, dass sich Hans-Josef Geiser vor allem auch bei seinen Weggefährten bedankte. Ihnen und allen weiteren Funktionären, die sich im Hückelhovener Sport engagieren, gab Geiser mit auf den Weg: "Ich bitte euch darum, im Sinne des Sports weiterzumachen und euch immer gegenseitig zu achten. Zur Staffelübergabe kamen übrigens auch die Vertreter benachbarter Stadtsportverbände, so zum Beispiel Daniel Schwarz (Erkelenz), Bernd Stamms (Wegberg) und Hans-Jürgen Seffner (Wasenberg). Auch Frank Heinen, der Leiter des Hückelhovener Schulverwaltungs- und Sportamtes, gab Geiser gute Wünsche mit auf den weiteren Lebensweg. Vom Kreissportbund Heinsberg kam stellvertretender Vorsitzender Peter Derichs.

 

Der Rest der Versammlung bot den klassischen Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr mit 20 Stadtmeisterschaften. Neu in den SSV aufgenommen wurde der SSC Rurtal Hückelhoven. In der Satzung hat sich eine Änderung ergeben, denn die Position Frauenbeauftragte wurde umgewandelt in Integrations- und Inklusionsbeauftragte. Weil SSV-Vorstandsmitglied Dieter Bransch auf Ebene des Kreissportbundes Heinsberg mit der Thematik beschäftigt ist, übernimmt er das Amt im Stadtsportverband kommissarisch.

 

Quelle: RP

 

 

Kleiderspenden machen wieder viel Hilfe möglich

 

Von: mabie
Letzte Aktualisierung: 5. Mai 2017, 13:47 Uhr

 

 

 

Gleich 15 Gruppen aus dem gesamten Kreis Heinsberg teilten sich den Erlös in Höhe von rund 36 000 Euro aus der jüngsten St.-Martins-Kleidersammlung. Foto: Markus Bienwald

 

Kreis Heinsberg. „Die St.-Martins-Sammlung in der Region Heinsberg ist immer noch eine der größten nichtkommerziellen Altkleidersammlungen in Deutschland“, erklärte Lutz Braunöhler, Vorsitzender vom Katholikenrat der Region Heinsberg, bei der Spendenübergabe im St.-Ursula-Gymnasium Geilenkirchen.

 

So wurden in diesem Jahr 36.000 Euro an gleich 15 Empfänger aus dem Kreis Heinsberg verteilt. Dabei wurde ebenfalls wie immer darauf geachtet, dass die aktuell zehn Gemeinschaften der Gemeinden (GdG) im Kreis und die Projekte des Katholikenrates unterstützt werden. Diese Unterstützung ist historisch gewachsen, so wird schon seit 1970 im Kreis Heinsberg gesammelt.

 

„Ziel war anfangs die überörtliche und internationale Förderung von sozialem Engagement“, so Braunöhler weiter. Gingen früher bis zu 90 Prozent der Erlöse in Dritte-Welt-Projekte der Gemeinden, bildete seit Mitte der 1990-er Jahre die Unterstützung der Caritaswerkstatt einen starken Schwerpunkt. Auch daraus resultiert der große ehrenamtliche und logistische Anteil, den der Caritasverband bei der Sammlung schultert. Dennoch, so betonte Braunöhler, sei die Sammlung „nur durch das Engagement auf Ortsebene zu leisten“.

 

Jugendgruppen, Messdiener, Katholische Jugendgemeinschaften oder Schützenbruderschaften helfen, aber auch Landwirte und Transportunternehmen. „Und die Erfahrungen bei den jährlichen Sammeltagen im November zeigen deutlich, dass es immer noch gelingt, viele Helfer einzubinden, die diesen Tag auch als gewinnbringend für sie selbst betrachten“, resümierte er.

 

Gewinnbringend für die Beteiligten dürfte auch die am Veranstaltungsort, dem Bischöflichen Gymnasium St. Ursula, gelebte und von der GdG Geilenkirchen unterstütze Aktion „Vozama“ sein. Der Begriff ist eine Abkürzung für den Satz „Wir retten die kleinen Kinder von Madagaskar“ in der Landessprache. Vorgestellt wurde dieses aus den Erlösen der Sammlung ebenfalls unterstützte Projekt von Schülern und Lehrern der Schule. Und bei den mitgeteilten Summen – so kostet beispielsweise ein Schulbesuch pro Kind und Jahr umgerechnet 27 Euro – wurde schnell klar, dass sich auch mit kleinen Summen, aber großem Hilfseinsatz wie mit der Kleidersammlung viel Hilfe leisten lässt.

 

Das galt natürlich auch für die 14 weiteren aus dem Sammlungserlös unterstützen Projekte: Caritaswerkstatt; Kids und Co sowie MuM (Mütter und Mehr); Arbeitslosenberatung vom KAB-Berufsverband; KAB Birgden; Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer; Verein Amos in Oberbruch (GdG Heinsberg-Oberbruch); Projekt Schwester Christa in Bolivien (GdG Heinsberg-Waldfeucht); Eine-Welt-AG des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz (unterstützt von GdG Erkelenz), Projekt Abbé George in Burundi (unterstützt von GdG Wegberg); Aktion Interplast in Asien und Lateinamerika (unterstützt von GdG Wassenberg); Projekt Haiti der Missions- und Bastelgruppe in Brachelen (unterstützt von der GdG Hückelhoven); Flüchtlingshilfe (unterstützt von GdG Wassenberg); Rumänienhilfe des Missionskreises Osteuropa (unterstützt von GdG Selfkant); Schulgemeinschaft zwischen Mercator-Schule und Don-Bosco-Schule (uhterstütz von GdG Gangelt).

 

 

Kreis Heinsberg hofft auf zusätzliche Autobahnauffahrt

 

Geilenkirchen.

 

Wie in den vergangenen Tagen bekannt wurde, will die Post die Produktion ihres Elektrolieferwagens drastisch hochfahren. Neben dem Produktionsstandort Aachen soll nach derzeitigen Plänen eine zweite Fabrik gebaut werden. Der Standort ist noch ungewiss.

Kommt das Industriegebiet Lindern denn für den Bau einer Fabrik zur Produktion des Streetscooters in Frage? „Die Stadt Geilenkirchen würde es sehr begrüßen, wenn diese Fläche in Lindern für die Ansiedlung eines solchen Vorhabens ins Auge gefasst würde. Wir werden sehr eng mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg zusammenarbeiten, um den Standort anzubieten“, sagt dazu Geilenkirchens Technischer Beigeordneter Markus Mönter. 

Die Karosserie des Streetscooters, der bislang eine Erfolgsgeschichte ist, wird im Laser Bearbeitungs- und Beratungszentrum NRW GmbH (LBBZ) mit Sitz im Geilenkirchener Gewerbegebiet Niederheid angefertigt. Das Unternehmen zählt zu den größten Anbietern für Lasertechnik in der industriellen Materialbearbeitung und expandiert ebenfalls. 

Zusammengebaut wird das Auto dann bisher nur auf dem Gelände der ehemaligen Waggonfabrik Talbot in Aachen. Von daher wäre eine gewisse räumliche Nähe der neuen Fabrik zum LBBZ sicherlich von Vorteil. Andererseits wird seit Jahren in der Region über die mangelhafte Anbindung des Industriegebietes Lindern diskutiert. 

Große Hoffnung setzt der Kreis Heinsberg jetzt auf Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD). Wie Franz-Michael Jansen, Vorsitzender des Kreisausschusses für Umwelt und Verkehr und Mitglied des Regionalrates bei der Bezirksregierung in Köln, unserer Zeitung erklärt, hofft der Kreis Heinsberg auf eine zusätzliche Autobahnabfahrt auf der A46 zwischen den Anschlussstellen Dremmen und HüCKElhoven. 

Das Problem ist laut Jansen, dass zwischen zwei Anschlussstellen mindestens zwei Kilomter Distanz liegen müssen. Das wäre hier dann nicht mehr der Fall. 

Bei einem Gespräch von Vertretern des Kreises Heinsberg und der Städte Geilenkirchen, Heinsberg und Hückelhoven im Verkehrsministerium habe, so Jansen, Groschek Unterstützung signalisiert. „Im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreises Heinsberg haben wir den Auftrag für eine Vorstudie an ein Ingenieurbüro vergeben“, sagt Jansen. Eine solche Vorstudie sei Voraussetzung für den Antrag auf Bau einer zusätzlichen Abfahrt. 

Dass eine Anbindung des Industriegebietes Lindern – laut Flächennutzungsplan der Stadt Geilenkirchen und Landesentwicklungsplan ein 240 Hektar großer „landesbedeutsamer Standort für flächenintensive Großvorhaben“ – an die A 46 zwingend nötig sei, hat Regierungspräsidentin Gisela Walsken bereits im vergangenen Jahr bei einem Besuch in Geilenkirchen erklärt. 

Bis heute ist das Industriegebiet Lindern nur über die Landesstraße 364 oder die L 228 mit Ortsdurchfahrten zu erreichen. In den vergangenen Jahren wurde deshalb immer wieder über verschiedene Ortsumfahrungen diskutiert. Vor zwei Jahren machten der Kreis Heinsberg und die Stadt Geilenkirchen in einem gemeinsamen Schreiben an Verkehrsminister Groschek deutlich, wie wichtig eine ortsdurchgangsfreie Anbindung des Industriegebietes an die A 46 ist.

28. März 2017 | 00.00 Uhr

Hückelhoven

Löschgruppe Brachelen befördert sieben Mitglieder

Erkelenz. Rückschau auf 2016 hielt die Löschgruppe Brachelen der Freiwilligen Feuerwehr in ihrem Gerätehaus. 44 Einsätze wurden im Vorjahr abgearbeitet und 1236 Dienststunden absolviert. Bei der Löschgruppe in Brachelen gab es im vergangenen Jahr 28 aktive und zwölf Jugendfeuerwehr-Mitglieder. Während der Versammlung sprach der stellvertretende Wehrleiter Frank Bocken Beförderungen aus. Hannah Schumacher und Sarah Schleicher wurden zur Oberfeuerwehrfrau befördert. Heinz Brand, Tom Buttler und Michael Claßen erhielten ihre Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann. Zum Unterbrandmeister wurde Simon Jansen, zum Oberbrandmeister Andre Schumacher befördert.

Musikfans schöne Stunden bereitet


Starker Auftritt: „Blasmusik und Brotzeit“ hieß es beim Konzert der Blaskapelle Brachelen. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Hilfarth.
Zu schmissiger Blasmusik hatte die Blaskapelle Brachelen nach Hilfarth eingeladen. Der Vorsitzende Tobias Deckers freute sich über den guten Besuch. Viele Gäste waren erschienen, Vereinsvertreter und Musikfreunde, unter ihnen der stellvertretende Bürgermeister Dieter Geitner, um getreu dem Motto „Blasmusik und Brotzeit“ einen schönen Abend zu verbringen.
Die Musikerinnen und Musiker zogen alle Register ihres beachtlichen Könnens und machten deutlich, dass Märsche und Polkas heutzutage ebenso attraktiv sind wie moderne Unterhaltungsmusik. Mit dem volkstümlichen Marsch „Am wunderschönen Rhein“ von Johann Schwarz wurde das Konzert eröffnet. Es folgten die böhmische Polka „Blasmusik zu jeder Stund“ von Roland Kohler und die Konzertmärsche „Salemonia“ von Kurt Gäble und der „Bandology March“ von Eric Osterling. Bei modernem britischen Techno-Pop von John Miles machten die Brachelener Musiker deutlich, dass ihre Musik auf dem neuesten Stand ist. Das wurde auch deutlich bei Liedern von Peter Maffay aus dem Musical Tabaluga und „Robbie Williams in Concert“ nach dem Motto „Let us entertain you“. Die einzelnen Musikdarbietungen wurden aus den Reihen der aktiven Musiker übrigens mit viel Sachkenntnis vorgestellt.

Nach der wohlverdienten Pause ging es zunächst mit dem Königsgrätzer Marsch von Gottfried Piefke sowie Melodien aus den 70er Jahren weiter, die wirklich jeder kannte. Eine Registershow für Blasorchester von Harold L. Walters trug den Titel „Hootenanny“ und mit der Katharinen Polka, einem Schweizer Militärmarsch, der Luftballon-Polka und Liedern aus deutschen Landen ging ein Konzert der Blaskapelle Brachelen zu Ende, das den Musikfreunden einen schönen musikalischen Abend bereitete.

Jahreskonzert der Blaskapelle Brachelen

 

Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven-Brachelen/Hilfarth. Das Jahreskonzert der Blaskapelle Brachelen findet am Samstag, 25. März, ab 19 Uhr im Saal Sodekamp-Dohmen in Hilfarth statt. Wie schon in den Vorjahren, wird das Haus Sodekamp-Dohmen eine kleine Speisekarte anbieten.

Ebenfalls wird wieder ein kostenlosen Shuttle-Service zwischen Brachelen und Hilfarth angeboten. Abfahrt ist um 18.15 Uhr am Kirmesplatz in Brachelen. Unter der Leitung von Rolf Deckers werden die Musikerinnen und Musiker in geselliger Runde ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Musikprogramm aufführen.

Ob schwungvolle Polkas, zackige Märsche oder bekannte Melodien und moderne Hits – es gibt Musik für Jung und Alt. Der Eintritt ist frei. Die Blaskapelle hofft auf regen Besuch.

Mehrere Schlägereien am Karnevalswochenende

27. Februar 2017, 13:51 Uhr
Kreis Heinsberg.
Auch am Samstagabend und am Sonntag verzeichnete die Kreispolizei im Zusammenhang mit dem Karneval mehrere Einsätze. Einen unrühmlichen Schwerpunkt setzte dabei Hückelhoven.  
Für Tumulte sorgte beim Umzug im Ortsteil Ratheim der Wurf eines Feuerwerkskörpers in die Zuschauer. Die Lage beruhigte sich aufgrund starker polizeilicher Präsenz jedoch schnell, es wurde niemand verletzt. Nach Beendigung des Zuges kam es im Bereich der Schmitter Straße zu größeren Schlägereien, in deren Nachgang diverse Platzverweise ausgesprochen wurden. Vier dieser Platzverweise mussten durch Ingewahrsamnahmen der Personen durchgesetzt werden.

In Brachelen, das ebenfalls zu Hückelhoven gehört, wurde nach dem Ende des dortigen Zuges eine größere Schlägerei auf dem Parkplatz neben dem Kaisersaal gemeldet, die aber letztlich ohne Verletzte abgelaufen war. Dennoch mussten dabei zwei Personen in Gewahrsam genommen werden, einmal zur Durchsetzung eines Platzverweises, einmal zur Personalienfeststellung.

Im gesamten Kreisgebiet wurden von der Polizei 57 Platzverweise ausgesprochen, sieben Personen wurden in Gewahrsam genommen. Bei insgesamt neun Körperverletzungsdelikten wurden zwölf Personen leicht verletzt.

 

Wenn Bollywood auf Karneval trifft

Von: Sonja Essers Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2017, 17:36 Uhr

Bunt geschmückt ist das Haus von Jaskaran, Mohinder, Jessica und Manjit Singh (von links). Foto: Sonja Essers
Auf der Bühne sind die Prinzenpaare der KG „Würmer Wenk“ natürlich kostümiert und begeistern die Jecken. Foto: Josef Lohmann

Geilenkirchen/Brachelen.
Wer in diesen Tagen auf der Hauptstraße in Brachelen unterwegs ist, der wird ein Haus ganz bestimmt nicht übersehen: das von Familie Singh. Der Gartenzaun ist mit rot-weißen Narrenkappen geschmückt, vor dem weiß verklinkerten Haus sind zwei rot-weiße Wachhäuser aufgebaut. Kein Wunder: Schließlich wohnt hier eine besonders blaublütige Familie.
Mohinder und Manjit Singh sind das diesjährige Prinzenpaar der Karnevalsgesellschaft „Würmer Wenk“. Und damit nicht genug. Ihre Kinder Jaskaran und Jessica ziehen als Kinderprinzenpaar der KG durch die Säle. Eine ganze Familie ist mit dem Karnevalsvirus infiziert und steckt damit nicht nur die eigene Gesellschaft an, sondern sorgt auch außerhalb des Kreises Heinsberg für viel Aufsehen.
Nicht alle Akteure begeistert
Die Idee, einmal Karnevalsprinz zu werden, trägt Mohinder Singh bereits seit zehn Jahren mit sich rum. In seinem indischen Restaurant hielt die KG „Würmer Wenk“ regelmäßig ihre Versammlungen ab. „Ich habe ihnen gesagt, dass ich auch mal Prinz werden möchte, aber sie haben mir nur geantwortet, dass meine Zeit noch kommen wird“, sagt der Familienvater rückblickend. Im Mai des vergangenen Jahres war es dann soweit. Der Vorstand der Gesellschaft bat Mohinder Singh um ein Gespräch. Dieser wiederum dachte, es ginge dabei um Werbung für das Vereinsheft. Fehlanzeige!
Die Verantwortlichen fragten Mohinder Singh, ob er und seine Frau Manjit nicht das nächste Prinzenpaar werden wollten. Während Mohinder Singh sofort Feuer und Flamme war, zeigte sich seine Frau nicht begeistert. „Sie kannte den Karneval fast gar nicht, aber ich habe ihr gesagt, dass das für uns ein einmaliges Erlebnis sein wird und da hat sie eingewilligt“, sagt Mohinder Singh.
Was der 55-Jährige zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnte: Auch seine Kinder sollten noch eine wichtige Rolle übernehmen. Beim nächsten Gespräch mit dem Vereinsvorstand fragten die Verantwortlichen Mohinder Singh, ob sein Nachwuchs sich vorstellen könnte, als Kinderprinzenpaar durch die Säle zu ziehen. Lange nachdenken mussten die 13-jährige Jessica und der 14-jährige Jaskaran nicht. „Nun ist unsere komplette Familie im Karnevalsrausch“, sagt Mohinder Singh.
Nach der ersten Euphorie ging es an die Planung. Kostüme mussten her und für Mohinder und Majit Singh stand schnell fest, dass sie in traditionellen indischen Gewändern durch die Session ziehen werden. Natürlich wurde dieser Vorschlag auch von den Mitgliedern des „Würmer Wenk“ unterstützt. In Indien wurden die Kostüme angefertigt. Das rief schnell die dort ansässige Familie auf den Plan. „Meine Mutter hat mich angerufen und gefragt, ob ich nochmal heiraten würde, weil ich die Kostüme bestellt habe. Ich habe ihr dann erklärt, dass wir Prinzenpaar werden“, sagt Mohinder Singh.
Wenn Bollywood auf Karneval trifft - Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/kreis-heinsberg/wenn-bollywood-auf-karneval-trifft-1.1562337#plx185219795

 

2017-02-24

 

Im Karneval weht ein Hauch von Bollywood

 

Mohinder und Manjit Singh sind das Regentenpaar im Würmer Karneval, der Nachwuchs ist Kinderprinzenpaar. FOTO: JÜRGEN LAASER

 

2017-02-10T18:47+0100 2017-02-11T00:00+0100

 

Hückelhoven. Ein indisches Ehepaar aus Brachelen hat in Geilenkirchen-Würm die Narrenherrschaft übernommen: als Maharadscha und Maharani. Von Daniela Giess

 

Die elegante Kleidung ist maßgeschneidert und wurde in Indien in Auftrag gegeben. Dazu trägt Mohinder Singh (55) einen roten Turban und kostbare Schnabelschuhe. Ehefrau Manjit (42) zieht im bodenlangen Kleid aus feinstem Stoff, bestickt mit unzähligen silbernen Blättern, viele bewundernde Blicke auf sich.

 

Das Paar, das seit 2010 in Brachelen zu Hause ist und 1989 nach Geilenkirchen kam, ließ sich am Elften im Elften, dem Tag der offiziellen Proklamation, zu Narrenregenten der KG Würmer Wenk küren. Die rot-weiße Traditionsgesellschaft und das indische Paar - die Geschichte einer jahrelangen Freundschaft. "Früher war ich der Vereinswirt", erzählt Mohinder Singh und lacht. Als erster Karnevals-Maharadscha geht der Familienvater nun in die Annalen der Karnevalsgesellschaft ein.

 

Zusammen mit seiner schmucken Maharani regiert er über die Jecken in dem kleinen Ort. Und hat auch gleich den Nachwuchs für die fünfte Jahreszeit eingespannt. Tochter Jessica (13) und Sohn Jaskaran (14) sind als Kinderprinzenpaar mit von der Partie.

 

Mohinder Singh, der von den Würmer Jecken nur Mo genannt wird, hat Videos von seiner närrischen Regentschaft zu seinen Verwandten nach Indien geschickt, versetzt die komplette Familie im nordindischen Punjab in ungläubiges Staunen angesichts des rheinischen Fastelovend-Brauchtums.

 

3. Februar 2017 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Müller-Dick: Alles im erlaubten Rahmen

 

 

 

Eine Erweiterung des Indoor-Spielplatzes "Fridolino" ist vom Tisch. Es wird auch keine Außengastronomie geben. Dennoch bringen Brachelener Anwohner weiter die bekannten Protest-Argumente vor.

 

Hückelhoven. Der geänderte Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan für den Indoor-Spielplatz in Brachelen sind beschlossen. Einwänden folgte die Verwaltung nicht. Im Bauausschuss gab es eine erregte Debatte vor Zuhörern aus Brachelen. Von Gabi Laue 

Über Jahre dienten die Hallen an der Linnicher Straße in Brachelen als Autoausstellungsräume, dann standen sie einige Zeit leer. Himmlische Ruhe am Ortsrand zwischen den Feldern. Damit war es für die Anwohner im September 2009 wohl vorbei - da öffnete der Indoor-Spielpark "Fridolino" seine Pforten. Auf 3500 Quadratmetern wird seither nicht eben leise gespielt oder Kindergeburtstag gefeiert. Lärm, Verkehr und "wildes Parken" brachten Anwohner auf die Palme, sie protestierten und sammelten Unterschriften gegen eine vom Betreiber gewünschte Erweiterung. So saßen am Dienstagabend wieder einige Zuhörer aus dem Ort im Ratssaal, als der Bebauungsplan Linnicher Straße erneut auf der Tagesordnung des Bauausschusses stand. Es ging um einen großen Parkplatz hinter der Halle und die Verlegung des Eingangs nach hinten. 

Zu den Plänen hatte es jüngst eine zweite Offenlage gegeben, und wieder waren umfangreiche Einwände schriftlich erhoben worden - teils persönlich verfasst, teils durch einen Rechtsanwalt. Einer Stellungnahme lag eine von 50 Bürgern unterschriebene Kurzstellungnahme bei. Vier Seiten umfassten die Erläuterungen zu den Einwänden in der Sitzungsvorlage, und auch die aus dem Jahr 2013 stammenden Bedenken wurden dem Ausschuss nochmals vorgelegt. Das sollte zeigen, "dass sich grundsätzlich an den von privater Seite vorgetragenen Anregungen und Bedenken bis heute keine inhaltlichen Änderungen ergeben haben."

 

Nach Meinung der Verwaltung wurden die Festsetzungen im Bebauungsplan schon "nachbarfreundlicher" gestaltet. Der Betreiber investiere große Summen, "um seine bauaufsichtlich genehmigte Anlage anliegerfreundlicher zu gestalten". Im April 2015 wurde dem Bauausschuss ein geänderter Bebauungsplan vorgestellt - ohne Außengastronomie und Spielfläche draußen. Und schon damals hatten nach Beschwerden über Lärm die Kontrollen des städtischen Ordnungsamtes und der Unteren Immissionsschutzbehörde des Kreises Heinsberg keinen Anlass zu "behördlichen Beanstandungen" gegeben. "Heute sprechen wir nur über die Parkplätze, deren Verlegung ist ja von uns erwünscht", stellte Technischer Beigeordneter Dr. Achim Ortmanns im Bauausschuss klar. Einigungsbereitschaft der Anwohner sah er nicht. SPD-Fraktionsvorsitzendender Jörg Leseberg bat die Verwaltung, zu erläutern, warum den Einwänden nicht gefolgt wurde.

 

Planungsamtsleiter Wolfgang Müller-Dick listete nochmals auf, was Anwohner mit der Anlage als unerträgliche Belastung verbinden, die ihre Wohnqualität beeinträchtigt. "Geräusche, die Besucher vor der Halle machen, Geruch von Frittenfett - alles Dinge, um die wir uns gekümmert haben", so Müller-Dick. "Alles findet im normalen gesetzlichen Rahmen statt. Und der Kreis sagt: Das ist Kinderlärm, der ist hinzunehmen." Ulrich Horst (Grüne) trat dem Eindruck entgegen, es werde nur zugunsten des Betreibers argumentiert: "Wir haben alle Kritikpunkte abgearbeitet. Diese Anlage ist für den Bürger." 

CDU-Fraktionschef Heinz-Josef Kreuzer ist als Brachelener mit dem Anlieger-Unmut direkt konfrontiert. "Anwohnerschutz ist ein wichtiges Gut. Aber es muss fair bleiben", unterstrich er im Ausschuss. Auch der Investor sei ein Bürger. Und zu den Zuhörern gewandt: "Ihr seid nur zufrieden, wenn das Ganze eingemottet wird." Zwischenruf von Leseberg: "Trump lässt grüßen". Das quittierte Kreutzer mit einem "Das reicht jetzt aber!" Die SPD hatte beantragt, die Nutzungszeiten auf die derzeit praktizierten zu beschränken. Das fand keine Mehrheit. Beim Satzungsbeschluss über den Bebauungsplan enthielt sich die SPD.Quelle: RP

 

 

Heftige Debatte über Indoor-Spielplatz

 

Von: Ingo Kalauz Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2017, 16:21 Uhr

 

Keine 14 Tage ist der neue amerikanische Präsident im Amt, da hat er auch schon Spuren im Hückelhovener Ratssaal hinterlassen. SPD-Fraktionschef Jörg Leseberg raunzte im Bau- und Umweltausschuss seinem auch politisch auf der anderen Seite sitzenden Kollegen Heinz-Josef Kreutzer (CDU) nach einem emotionalen Redebeitrag ein wenig freundlich gemeintes „Trump lässt grüßen!“ zu.

 

„Sie springen mal wieder aus der Hose!“ polterte der vermeintliche Trump zurück. Entzündet hatte sich die feurige Auseinandersetzung in der Beratung um den an der Linnicher Straße in Brachelen bestehenden Indoorspielplatz „Fridolino“. Darüber wurde im Ausschuss nicht zum ersten Mal diskutiert: Seit Mai 2013 schon wird über den Bebauungsplan für das Gelände dort verhandelt. 

Zwischenzeitlich sind die Bedenken und Anregungen aller Beteiligten aufgenommen und in den zur Abstimmung stehenden Bebauungsplan für das Projekt „Kinderspielanlage“ an der Linnicher Straße einschließlich eines neuen Parkplatzes und eines hinter dem Hallenplatz außen gelegenen Kinderspielplatzes eingeplant. 

Das versicherte Wolfgang Müller-Dick vom Bauamt der Stadt den zahlreich zur Sitzung erschienenen betroffenen Anwohnern der geplanten Spielanlage: „Der Bürgermeister hat die Bürger zum Gespräch eingeladen, sich deren Bedenken angehört und als Änderungen in den Bebauungsplan einfließen lassen: Wir haben Messungen zur Geräuschemission machen lassen; wir haben ordnungsrechtliche Maßnahmen ergriffen, um den Verkehr in geordnete Bahnen zu lenken; wir haben Auflagen gestellt, um die Geruchsbelästigung zu minimieren, die Auflagen wurden erfüllt, ein zehn Meter hoher Schornstein errichtet; alles, worüber jetzt entschieden werden soll, bewegt sich im rechtlichen Rahmen.“ 

Zu viel Lärm befürchtet 

Was die Anwohner in erster Linie aufbringt, ist die mit der Spielanlage verbundene Geräuschbelästigung. „Wir bewegen uns hier in einem sehr subjektiven Empfindungsspielraum“, räumte Müller-Dick ein. „Die Auflagen jedenfalls, die wir dem Betreiber gestellt haben, um die rechtlichen Voraussetzungen für die Genehmigung zu schaffen, hat er alle erfüllt. Der Investor ist sehr darum bemüht, so viel Dampf wie möglich aus dem Kessel rauszulassen.“ 

Heinz-Josef Kreutzer, selbst Brachelener, betonte, man sei seit Jahren bemüht, beide Seiten zusammenzubringen: „Anwohnerschutz ist ein hohes Gut für uns. Aber auch der Investor ist ein Bürger“, sagte er weniger an die Kollegen Kommunalpolitiker im Raum als viel mehr an die betroffenen Zuhörer im Saal gewandt. „Ihr seid nicht zufriedenzustellen: Nur wenn alles eingemottet wird, hört ihr auf, jeden Tag eine neue Sau durch den Ort zu treiben“, sprach Kreutzer die Zuhörer ganz direkt an. Und der CDU-Fraktionschef zementierte seine Ausführungen: „Dieser Beschluss wird so gefasst, wie er hier von der Verwaltung vorgelegt worden ist, allen Einwendungen ist nachgegangen worden.“ 

Während SPD-Chef Leseberg Kreutzers verbale Einlassungen als „trampig“ bewertete, sagte Ulrich Horst für die Grünen: „Wir haben alle Aspekte zu diesem Thema in der Vergangenheit lang und breit diskutiert und alle Einwände berücksichtigt. Auch die Nutzer der Kinderspielanlage sind Hückel- hovener Bürger. Wir stimmen dem Antrag zu.“ Der Beschlussvorschlag wurde einstimmig angenommen, da Lesebergs SPD-Fraktion sich der Stimme enthielt.

Kleine Anmerkung: Da kann man der Stadt nur recht geben (wohne selbst neben Kaisersaal)

 

Taucher unter eisigen Bedingungen im Brachelener Baggersee

Letzte Aktualisierung: 26. Januar 2017, 16:26 Uhr

Hückelhoven.

 

Eisige Temperaturen hielten die Gruppe winterfester Taucher des Sporttauchvereins Hückelhoven nicht davon ab, kurzfristig aufgrund passender Wetterlage eine Fortbildung im Eistauchen am Vereinssee in Brachelen zu verbringen. 

die Eisdecke war durch den tagelangen Frost auf eine Dicke von deutlich über zehn Zentimetern angewachsen. Nachdem am Vortag die wichtigsten Übungen wie der Umgang mit einem vereisten Atemregler, der Wechsel auf die alternative Luftversorgung und die Handhabung der Führungsleine im Schwimmbad gründlich geübt werden konnten, ging es dann unter Eis. 

Jeder der vier Eistaucher konnte bei strahlendem Sonnenschein mindestens zweimal durch das zuvor erstellte Eisloch unter die Eisdecke des Kapbuschsees einsteigen. Am Ende der zweitägigen Ausbildung hatten alle Teilnehmer die Inhalte des Lehrgangs „Tauchen unter Eis“ unter Leitung von Ausbilder Matthias Ewen verinnerlicht. „Eistauchen ist, da sind sich die Taucher einig, ein nicht alltägliches und unvergessliches Erlebnis“, so die Bilanz des Vereins.

 

 

25. Januar 2017 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Schützen feiern neue Majestäten

 

Hückelhoven. Der karnevalistische Familienabend geht am Samstag über die Bühne.

 

Die St.-Sebastianus- Schützenbruderschaft Brachelen hat die Majestäten für das Jahr 2017 feierlich in ihre Ämter geführt. Unter musikalisch bewegender Begleitung durch die Blaskapelle wurde in der Heiligen Messe Damian Derix das Königssilber und Daniel Kreutzer das Prinzensilber der Bruderschaft übergeben. Für Damian Derix ist es bereits die zweite Amtszeit als König nach 2007. Beim anschließenden traditionellen Frühschoppen im "Kaisersaal" erhielt der langjährige ehemalige Brudermeister Dieter Rodenbücher als Anerkennung für die Verdienste seiner 30 jährigen Amtszeit aus den Händen seines Nachfolgers Philipp Schlösser eine handgefertigte Holzfigur des Heiligen Sebastian. Ebenfalls geehrt für seine herausragenden Leistungen als Kassierer wurde Bert Coenen, der dieses Amt bis zum letzten Dezember ausgeübt hatte. Ferner wurden Marius Kourthen (geboren 2006!) für zehnjährige, Michael Willms für 25-jährige sowie Josef Schiffers und Heinz Stuch für ihre 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Das Hochfest der Bruderschaft klang erst spät am Tag aus.

 

Der traditionelle karnevalistische Familienabend der Bruderschaft findet am kommenden Samstag, 28. Januar, ab 20.11 Uhr in der Gaststätte "Zum Postmeister" statt. Das Programm wird wie in jedem Jahr von Schützenbrüdern gestaltet, die Brachelener Karnevalsgesellschaft "Brökeler Kappehäuer" wird teilnehmen.

 

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Zu dieser Veranstaltung sind nicht nur die Mitglieder mit ihren Familien, sondern auch alle Freunde der Schützenbruderschaft eingeladen.

 

14. Januar 2017 | 00.00 Uhr

Hückelhoven

Als französische Kantone preußisch wurden
Hückelhoven. Vor 200 Jahren mussten sich die Bürger an Rur und Schwalm durch die Neugliederung an neue Kreise und Bürgermeistereien gewöhnen. Von Willi Spichartz

Als der Kongress ausgetanzt hatte, stand die Hochzeit an: "Jesses Maria, do hierode mer ävver en en ärm Famillich!" Begeisterung über eine Hochzeit liest sich anders. Der bedeutende Kölner Bankier Abraham Schaaffhausen machte 1815 mit seinem Spruch "Jesus Maria, da heiraten wir aber in eine arme Familie" allgemeiner Verärgerung Luft über den Beschluss des Wiener Kongresses, das vordem französische Rheinland dem agrarisch-ärmlich strukturierten Königreich Preußen zuzuschlagen nachdem Napoleon beim belgischen Waterloo geschlagen worden war.

Und das hatte Folgen auch für die Gemeinden an Rur, Schwalm und Niers. Denn Preußen leitete eine Kommunal-Neugliederung mit der Installation von Kreisen und Bürgermeistereien ein, die 1816, also vor 200 Jahren, wirksam wurde, sich aber über auch noch bis 1817 hinaus hinzog.

Die Preußen knüpften bei der Neugliederung an die Strukturen unter der Zugehörigkeit zu Frankreich an, indem aus den vorherigen Kantonen Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg weitgehend gleichnamige Kreise eingerichtet wurden. Die heutige Stadt Hückelhoven setzt sich nach weiteren Kommunalen Neugliederungen 1932 (Kreise) 1935 (Kreise und Gemeinden) sowie 1972 aus vorherigen Teilen von sieben Bürgermeistereien aus den drei Kreisen zusammen.

1816 waren das die Bürgermeisterei Brachelen mit den Gutshäusern Groß-Künkel und Wedau, die Bürgermeisterei Doveren mit Baal, Doverack, Doveren, Doverhahn, Doverheide, Gut Gansbroich, Gut Grittern, Hückelhoven, Gut Kippingen, der Kühler und der Ophoverhof. Granterath und Hetzerath gehören heute zur Stadt Erkelenz. Aus der Bürgermeisterei Hilfarth der Ort selbst und der Kaphof, Porselen gehört heute zu Heinsberg. Die Bürgermeisterei Kleingladbach mit dem Ort selbst, dem Bergerhof, Brück; Golkrath, Houverath, und Matzerath gehören heute zu Erkelenz.

Rurich stieß 1816 zur Gemeinde Körrenzig, der heutige Hückelhovener Stadtteil Altmyhl kam damals zur Gemeinde Myhl. Alle damaligen Gemeindeteile von Ratheim mit dem Hauptort selbst, Busch, Garsbeck, Gendorf, Krickelberg, Mahrhof, Millich, Schaufenberg und Vogelsang bildeten 1816 die Bürgermeisterei Ratheim, die in den Kreis Heinsberg eingegliedert wurde ebenso wie Hilfarth und Myhl. Die Bürgermeisterei Brachelen wurde dem Kreis Geilenkirchen zugeordnet, die Bürgermeistereien Doveren, Kleingladbach und Körrenzig kamen zum Kreis Erkelenz.

Namensgebender Hauptort zu sein bedeutete nicht, auch Sitz der Verwaltung zu sein. Orte, Kirchspiele besaßen im Gegensatz zu gewachsenen Städten keine Rathäuser - die ohnehin bescheidene Verwaltung führte der jeweilige Bürgermeister von seinem Privathaus aus, Mitarbeiter hatte er gewöhnlich bis auf einen Boten, der allerdings "Männchen für alles" war, nicht.

Bürgermeister der Gemeinde Doveren wurde 1816 der Eigentümer der Burg Hückelhoven, Ferdinand von Delen, der die Amtsgeschäfte von seinem Haus aus führte, bis 1834. Dotiert im eigentlichen Sinn waren die Bürgermeister-Positionen nicht, von daher wurden sie gewöhnlich von begüterten Einwohnern eingenommen. Von Delen führte eine Chronik auch aus der Zeit von vor seiner Amtsübernahme, ein für die Hückelhovener Geschichte bedeutendes Schriftwerk.

Der Doverener Franz Jacob Clausen übte das Bürgermeisteramt ab 1877 aus - er setzte durch, dass erstmals ein gemeindeeigenes Rathaus als Sitz der Verwaltung gebaut werden sollte. 1879 wurde der Bau fertig, es ist das heutige Haus mit der Nummer 1 an der Rathausstraße. Vor etwa zehn Jahren wurde es von der Stadt Hückelhoven an einen Privateigentümer verkauft, ebenso wie der gegenüber liegende Bürgersaal, der 2016 abgerissen wurde, ein Wohnungsneubau ist fast fertig.

Ab der Kommunalen Neugliederung 1935 gehörte Doveren zur Amtsverwaltung Baal, Hückelhoven wurde Großgemeinde, namensgebend und mit einem blitzschnell von der Zeche Sophia-Jacoba zur Verfügung gestellten Verwaltungsgebäude ("Bürgerhof"), auch Sitz des Rathauses. Sehr zum Ärger von Ratheim, das sich in der historisch bedeutenderen Position sah.

Doveren wurde wie Brachelen, Baal, Hilfarth, Kleingladbach, Rurich und Altmyhl 1972 nach Hückelhoven "eingeheiratet" - angesichts der damals noch florierenden und Gewerbe-Lohnsummensteuer zahlenden Zeche durchaus "ken (keine) ärm Famillich".

Quelle: RP

 

Top 10 Rheinland

Das Naturseebad Kapbusch

Das Naturseebad Kapbusch im Rurtal zwischen Hilfarth und Brachelen besitzt ein großzügiges Ufer mit weißem Sand und eine große Liegewiese. Für Nichtschwimmer ist ein Badebereich vom Schwimmerbereich abgetrennt worden.

 

Ein Beachvolleyballfeld und ein Kinderspielplatz mit einem Holzschiff ergänzen das Angebot in dem Naturseebad in dem Hückelhovener Erholungsgebiet Kapbusch. Der See darf mit eigenem Schlauchboot befahren werden. Hunde sind nicht erlaubt.

 

7. Januar 2017 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Philipp Schlösser neuer Brudermeister in Brachelen

 

Hückelhoven. Dieter Rodenbücher nahm bei den St.-Sebastianus-Schützen Abschied vom Vorsitz nach fast 30 Jahren.

 

Die Weichen für die Zukunft hat die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Brachelen in ihrer Jahresversammlung bei den Neuwahlen des Vorstandes gestellt. Wie zuvor angekündigt, stellte sich Brudermeister Dieter Rodenbücher nach 30-jähriger Amtszeit nicht mehr zur Wiederwahl als Vorsitzender. Er erklärte, dass er dieses Amt auch deswegen so lange ausgeübt habe, weil sich kein Nachfolger fand. Mit ein wenig Wehmut stelle er das Amt zur Verfügung, jedoch freue er sich umso mehr, dass der Bruderschaft ein junger, kompetenter Nachfolger zur Verfügung stehe. Die Mitglieder wählten seinen bisherigen Stellvertreter Philipp Schlösser einstimmig zum neuen Brudermeister. Dieser würdigte die von Dieter Rodenbücher geleistete Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten. Ein besonderer Dank soll in passendem Rahmen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

 

Die weiteren Mitglieder des neugewählten Vorstandes: Dieter Rodenbücher (stellvertretender Brudermeister), Andreas Demgensky (Kassierer), Bert Coenen (stellvertretender Kassierer), Moritz Derix (Geschäftsführer), Sascha Witt (stellvertretender Geschäftsführer), Hans Leinders (Schießmeister) und Josef Zitzen (Stellvertreter).

 

 

14. Dezember 2016 | 00.00 Uhr

 

Fußball

 

Wellens schaltet den Profi aus

 

Hückelhoven. Fußball: Yannick Wellens vom SV Brachelen war Gast im ZDF-Sportstudio.

 

Mal eben Smalltalk mit dem Bundesligaprofi, diesen auch mal eben an der Torwand geschlagen und sich so die Chance auf 25.000 Euro gesichert: Besser konnte das Wochenende für Yannick Wellens (24), im "normalen" Leben aktiv für den SV Brachelen, gar nicht laufen, denn am Samstag war er zu Gast im legendären Aktuellen Sportstudio des ZDF.

 

Es war ein bloßes Tor, das Wellens aus stolzen 40 Metern erzielt hatte - sein Glück, dass es von FuPa.tv aufgezeichnet wurde und dann plötzlich zur Wahl zum Tor des Monats der FuPa-Hartplatzhelden stand. Das Voting brachte die Entscheidung, so dass Wellens auf einmal für das Torwandschießen im Sportstudio qualifiziert war. Wellens' prominenter Gegner: Julian Weigl von Borussia Dortmund.

 

"Mit einem Kumpel bin ich nach Mainz gereist. Dort lief alles sehr professionell ab. Hinter den Kulissen kam ich schnell mit Julian Weigl ins Gespräch. Er hat es sogar geschafft, dass ich mir in Zukunft Dortmund etwas öfter als sonst ansehen werde." Zur Erklärung: Wellens ist zwar überzeugter Borusse, jedoch schlägt sein Herz für Borussia Mönchengladbach.

 

Als Amateur durfte sich Wellens warmschießen, Weigl nicht. Glück für den Brachelener, dessen fünfter Schuss saß und links oben sein Ziel fand. Weigl hingegen blieb ohne Treffer, so dass Wellens im Sommer 2017 erneut nach Mainz - dann in den ZDF-Fernsehgarten - reisen darf, um sich mit denen zu messen, die die Profis an der Torwand geschlagen haben. Dem Sieger winken übrigens schlappe 25.000 Euro. Gewonnen hat Yannick Wellens aber schon jetzt: "Ich freue mich über eine Reise, deren Ziel jedoch noch nicht feststeht." Egal - die Begegnung mit Julian Weigl, die Eindrücke im Sportstudio und mehr begeistern den Brachelener "Zehner" nach wie vor.

Yannick Wellens vom SV Brachelen: Berühmt für einen Tag

„Du warst besser“, gratulierte der Nationalspieler, mit dem der Brachelener einen netten Abend verbrachte. „Es ist wirklich ein netter Kerl. Wir hatten viel Spaß“, berichtete der Sieger später. Wellens wurde prompt vom BVB eingeladen zum nächsten Champions-League-Duell. Die TV-Karriere ist noch nicht beendet. Im Sommer sind alle Amateure, die die Profis besiegt haben, in den ZDF-Fernsehgarten eingeladen. Dem Sieger winken dann 25.000 Euro.

 

Yannick Wellens vom SV Brachelen: Berühmt für einen Tag

 9. Dezember 2016, 11:17 Uhr

Yannick Wellens gegen Julian Weigl heißt das Duell an der Torwand beim ZDF. Montage: Hans-Gerd Classen
Yannick Wellens vom SV Brachelen misst sich an der Torwand mit Julian Weigl.

Brachelen.
Normalerweise heißen seine Gegner in der Fußball-Kreisliga Paul Kohnen, Chris Reimer oder Michael Schranz. Doch am Wochenende trifft der „Zehner“ vom SV Brachelen auf ein ganz anderes Kaliber: An der ZDF-Torwand muss gegen einen BVB-Star und Nationalspieler antreten.
 

Wie kommt ein junger Spieler des SV Brachelen ins „Aktuelle Sportstudio“?

Yannick Wellens: Das habe ich FuPa zu verdanken. Ein Treffer von mir gegen Gereonsweiler wurde von unserem Webmaster für FuPa.tv aufgezeichnet und zur „Tor des Monats“-Abstimmung von FuPa Hartplatzhelden eingereicht. Ich bin Zweiter geworden, aber der Sieger hat sich anderweitig qualifiziert. So bin ich im Monatsvoting nachgerückt und habe dann gewonnen.

Und jetzt werden Sie berühmt?

Wellens: Für einen Tag. Derzeit bin ich noch ruhig, aber die Nervosität wird noch aufkommen, vermute ich mal. Man ist ja als Spieler des SV Brachelen nicht jeden Abend im Fernsehen.

Vermutlich nicht. Wer wird Sie begleiten?
 

Wellens: Ein Teamkollege kommt mit, das ZDF spendiert eine Übernachtung. Meine Mannschaft hat Sonntag spielfrei, die werden am Fernsehen den Auftritt verfolgen. Ich werde natürlich im Brachelener Trikot mit der Nummer 10 auflaufen und die Kollegen, Freunde und Familie grüßen. Was man halt so macht.

Ihren Treffer haben Sie aus sagenhaften 40 Metern erzielt. Am Samstag ist die Entfernung zur Torwand etwa zehn Meter. Wie bereiten sie sich vor, verzichten Sie derzeit auf das Rasentraining?

Wellens: Ich mache beides. Wir haben eine Torwand hier, die für Dorfturniere genutzt wird. Da übe ich ab und zu, seitdem ich die Einladung habe.

Wer wird Ihr Gegner sein?

Wellens: Nationalspieler Julian Weigl von Borussia Dortmund ist eingeladen.

Der hat in anderthalb Jahren nur ein Tor erzielt, Sie alleine vier Treffer in der Hinrunde. Da dürfte die Favoritenrolle eindeutig sein . . .

Wellens: (lacht) Das sehe ich noch nicht so, es wird aber auf jeden Fall ein aufregender Abend.

 

Verkehrssicherheits-Aktion „Alt hilft Jung und Jung hilft Alt“ startet
29. November 2016, 14:07 Uhr

Die kleinen Helfer im Einsatz: Maria Adorf lässt sich mit Gottvertrauen über die Straße führen. Die Seniorin ist nahezu blind. Die Kinder sollen lernen, Verantwortung für ältere Menschen zu übernehmen.

Für die Sicherheit: Herold Leipold kümmert sich mit seiner mobilen Fahrradwerkstatt um die Verkehrstüchtigkeit von Drahteseln.

Hückelhoven-Brachelen.
„Alt hilft Jung und Jung hilft Alt.“ Auf diese griffige Formel haben die Initiatoren das Verkehrssicherheitsprojekt gebracht, das in der Brachelener Grundschule nun gestartet wurde. Teilnehmer sind neben der Grundschule auch der katholische Kindergarten, die Kita „Villa Kunterbunt“ und vor allem Senioren aus dem Alten- und Pflegeheim St. Gereon, Haus Berg.
Die Idee dahinter ist einfach, denn in separaten Seminaren für Senioren und in Kindergärten bereitet die Polizei die beiden Zielgruppen auf die Anforderungen im Verkehr vor. „Da lag es nahe, beides zu verbinden“, erklärte der Leiter der Führungsstelle Verkehr, Polizeihauptkommissar, Josef Neiß. „So können Jung und Alt voneinander lernen.“

In sechs Terminen wurden freiwillige Senioren zu Verkehrshelfern ausgebildet. Da gab es auch für gestandene Omas und Opas einiges zu lernen, zum Beispiel, dass Kinder im Vorschulalter nicht links und rechts unterscheiden können.

„Damit es nicht knallt“

„Am Bordstein halt, damit es nicht knallt“, lautet die Devise. Der Schulhof wurde zu einem Verkehrsübungsplatz hergerichtet, auf dem Straßenverläufe und Zebrastreifen nachgebildet sind. Bürgermeister Bernd Jansen sagte auch zu, dass der Verkehrsübungsplatz um einige Verkehrsschilder erweitert werde. Zukünftig soll zweimal im Monat nachmittags gemeinsam trainiert werden, erklärte der Verkehrssicherheitsberater Jörg Zimmermann-Ramöller, der seit rund 25 Jahren als Fahrlehrer aktiv ist.

Der Geschäftsführer der St.-Gereon-Seniorendienste, Bernd Bogert, sieht in dem Verkehrstraining die logische Fortsetzung der Kooperation zwischen Haus Berg und den Kindergärten vor Ort. Dazu gehörten gegenseitige Besuche mit Backen und Basteln, Spaziergänge oder eine seniorengerechte Einführung in den Umgang mit Computern. Die Beteiligung an dem Projekt sei auch wichtig, weil die Senioren merkten, dass sie auch gebraucht werden und nicht nur Hilfe empfangen.“ Ein Aspekt, der auch der Ausbildungskoordinatorin von St. Gereon, Denise Schnitzler, wichtig ist. Gemeinsam mit den Auszubildenden unterstützt sie die Aktion.

Mit viel Einsatz ist auch Maria Adorf dabei. Die 95-jährige lässt sich ein ums andere Mal von den kleinen Helfern sicher über die Straße führen. Dazu gehört Vertrauen, vor allem, wenn man bedenkt, dass Frau Adorf nahezu blind ist. „Ich freue mich, dass ich den Kindern helfen kann, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen“, sagte sie, als sie zum wiederholten Mal sicher angekommen war.

 

Schilder erinnern an wichtige Persönlichkeiten

 25. November 2016, 14:56 Uhr

Den Legendenschildern sind herausragende Daten der Persönlichkeiten zu entnehmen, nach denen die Straßen benannt sind.
Heinsberg.
Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen greift gerne die Idee des ehemaligen Stadtverordneten Reinhard Prüfer auf, die nach Persönlichkeiten benannten Straßennamensschilder in Hückelhoven mit „Legendenschildern“ auszustatten.
Diesen Legendenschildern sind herausragende Daten der Persönlichkeiten zu entnehmen, nach denen die Straßen benannt sind. Nach gründlicher Recherche im Bauverwaltungsamt und mit Unterstützung des Bauhofes wurden nun 13 Straßennamensschilder in der Hückelhovener Bergarbeitersiedlung mit informativen Zusatzschildern ausgestattet.
In den nächsten Jahren werden weitere in Hückelhoven, Doveren, Hilfarth, Brachelen, Rurich, Baal, Schaufenberg, Ratheim und Millich angebracht.

 

 

23. November 2016 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Senioren und Kinder für mehr Sicherheit

 

Jung und Alt sollen gemeinsam "den Straßenverkehr erleben". Die Älteren geben den Kindern als Verkehrsbegleiter Sicherheit, die Kinder geben den Senioren das Gefühl, eine sinnvolle Aufgabe zu erledigen und gebraucht zu werden. FOTO: LAASER

 

 

 

Hückelhoven. Verkehrssicherheitsberater der Polizei haben Senioren aus dem Brachelener Altenheim zu Verkehrshelfern ausgebildet. Gemeinsames Training mit Kindern - zu Fuß und auf dem Rad - soll für beide Seiten die Sicherheit im Verkehr erhöhen. Von Gabi Laue

 

Hohe Polizeipräsenz in Brachelen, radelnde Kinder auf dem Schulhof, Jungen und Mädchen an der Hand älterer Leute beim Queren von Straßen - das war der Auftakt der Verkehrserziehungs-Aktion "Alt hilft Jung und Jung hilft Alt". Kinder aus der St. Martin Grundschule, dem kath. Kindergarten und der Kita "Kindervilla" Brachelen mit ihren Eltern sowie Seniorinnen und Senioren aus Haus Berg begrüßten zum Start des Gemeinschaftsprojekts der Leiter der Führungsstelle Verkehr, Josef Neiß, und Verkehrssicherheitsberater Jörg Zimmermann-Ramöller.

 

"Bisher hat die Polizei Senioren-Seminare veranstaltet und ist in Kindergärten gegangen", erklärte Josef Neiß. Dann kam die Idee, beides zu verbinden, so könnten Jung und Alt voneinander lernen. Senioren wurden zu Verkehrshelfern ausgebildet. "Wir haben in gemeinsamen Terminen sechs Senioren vermittelt, dass sie den Kindern dasselbe erzählen wie die Verkehrsberater der Polizei", berichtete Jörg Zimmermann-Ramöller, der seit 25 Jahren als Fahrlehrer aktiv ist. Die Senioren lernen, dass kleine Kinder noch nicht rechts und links unterscheiden können, sie geben den Leitspruch wieder: "Am Stoppstein da ist Halt, damit es da nicht knallt."

 

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Das Radfahren im Kreis schult die motorischen Fähigkeiten und Balance, damit die Kinder auch mal einen Arm zur Richtungsangabe vom Lenker nehmen können. Bernd Bogert, Geschäftsführer der St. Gereon Seniorendienste, sprach beim Projektauftakt von einer logischen Fortsetzung der schon bestehenden Kooperation zwischen Haus Berg und den Kindergärten: "Hier sieht man, dass Ältere nicht nur Hilfeempfänger sind, sondern auch Hilfe geben können." Die Auszubildenden von Haus Berg unterstützen das Projekt, indem sie den Bewohnern zur Seite stehen. "Mit Blick auf das Quartiersdenken freuen wir uns sehr darüber, dass die Grundschule an dem Projekt beteiligt ist", unterstrich Ausbildungskoordinatorin Denise Schnitzler.

 

Herold Leipold wohnt im Servicehaus von St. Gereon. Er führte früher eine Fahrradvermietung und beteiligt sich jetzt an der Fahrradwerkstatt auf dem Schulhof. Mehrere Senioren beraten die Kinder beim Fahrrad-TÜV: Die Kleinen lernen 20 Einzelteile des Fahrrads näher kennen, die Senioren prüfen Bremse, Licht und Klingel, füllen Luft auf, stellen Lenkergriffe ein. Die Idee hatte Hermann Busch, dessen Sohn die Grundschule besucht, bei einem Elternabend vorgetragen. Jedes Jahr vor der Fahrradprüfung werden Räder gecheckt. "Wir hoffen auf eine Initialzündung, die Unterstützung bei der Aufgabe bringt", so Busch.

 

Bürgermeister Bernd Jansen kündigte an, den als Verkehrsplatz mit Fahr- und Abbiegespuren gestalteten Schulhof mit Verkehrsschildern auszubauen. Eine Nachschulung sei auch für Flüchtlinge angesagt, "nachdem wir die ersten beiden mit dem Rad auf der Autobahn hatten".

 

23. November 2016 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Kappehäuer schon jeck in Form

 

Hückelhoven. Karnevalsabend der Brachelener Narren zum Auftakt der Session. Von Daniela Giess

 

,,Ich bin der Dominik, und ich arbeite im Haus Berg", sagt er, als er auf der Bühne steht. Kappehäuer-Sitzungspräsident Manni Kirberg entdeckte Brachelens neues Showtalent, als eine Abordnung der jecken Gesellschaft in der abgelaufenen Session am Altweibertag die Senioreneinrichtung besuchte und verpflichtete den gelernten Altenpflegehelfer (21) aus Düren sofort für den großen Kappehäuer-Ovend im gut gefüllten Kaisersaal.

 

Ein bisschen Lampenfieber hatte Dominik Brack schon, als er die bekannten Karnevalshits von Kasalla und den Klüngelköpp live anstimmte. Mit viel Applaus des begeisterten Brachelener Publikums wurde der junge Mann für seine gelungene Darbietung belohnt. Glücklich verließ er die Kaisersaal-Bühne.

 

Sitzungspräsident Manni Kirberg führte durch ein buntes Programm, das es in sich hatte. Die Hobbysegler aus dem Bootsclub, angeführt von ihrem Vorsitzenden Christoph Gaspers, überraschten Besucher und Gastgeber mit einem Sketch. Arzt, Ballerina, Maler, Schreiner und Waschfrau wussten mit ihrer urkomischen Vorstellung zu überzeugen. Als farbenprächtige "Candy Girls" traten die jungen Damen aus der Showtanzgruppe "City Lights" in Aktion. Kostüme mit Paillettenverzierung, Tüllröckchen - alles selbst gemacht. Mit einer stattlichen Delegation erschienen die Aktiven der befreundeten KG Jülich-Barmen. Sie hatten Silke Frey mitgebracht, die Europameisterin im Solotanz 2015.

 

Auch die Linnicher Stadtgarde stattete den Brökeler Kappehäuern einen Besuch ab. Büttenredner Ronny Eßer erlaubte einen interessanten Blick hinter die Kulissen des Hilfarther Instrumentalvereins. Auch Ehrungen standen beim traditionellen Kappehäuer-Ovend auf dem Programm: Helmut und Luzie Stutz schwangen vor 22 Jahren das Narrenzepter der rot-weißen Gesellschaft, Willi Tanz und Annemarie Thomas vor genau elf Jahren.

 

Stimmungssängerin Hedwig Coenen begeisterte wieder als Et fussisch Julche. Sie besang den "Weißen Schwan" und versprach: "Im nächsten Jahr kommen mer alle wieder".

 

Interesse der Kinder für die Natur und das Lesen wecken

 

16.November 2016
Naturerfahrung in gemütlicher Atmosphäre: Die Kinder der Brachelener Kindervilla lauschten gespannt einer Tiergeschichte. Foto: Koenigs

„Die Kinder für die Natur zu sensibilisieren, das ist eines der Anliegen der Kindervilla Brachelen.“ Diese Feststellung traf die Leiterin Helga Heuter-Heitzer, als nun der Nabu-Kreisverband Heinsberg eine neue Veranstaltungsreihe „Mittel und Wege – eine Aktion mit und für Kinder“ in der Kindervilla startete.
Der spürbaren Entfremdung zur Natur und dem veränderten Leseverhalten bei Kindern will der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Einhalt gebieten und startete unter der Leitung der Vorsitzenden des Nabu-Kreisverbands und Umweltpädagogin Natascha Lenkeit-Langen eine lehrreiche und lebendige Aktion.
Ziel war es einerseits, die Natur vor der Haustür der Kindervilla zu entdecken, sie mit den Sinnen aufzunehmen und vielleicht sogar eine gewisse Liebe zur Natur zu wecken. In gemütlicher Atmosphäre in einer ehemaligen Scheune an der Hauptstraße, die von Helga und Peter Körfer zur Verfügung gestellt worden war, lauschten die Vorschulkinder dann einer Tiergeschichte, die von Natascha Lengkeit-Langen und Wolfgang Fischer vom Altius-Verlag vorgelesen wurde.

Lengkeit-Langen: „Das Lesen als Erlebnis, als sinnliches Abenteuer, fördert die sprachliche Ausdrucksweise und das Vorstellungsvermögen.“ Als Partner des Nabu spendete der Altius-Verlag aus Erkelenz jedem Vorschulkind ein Buch.

 

14. November 2016 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Erlebnisse teilen mit Senioren aus Haus Berg

 

In der Brachelener Kirche herrschte ein ungewöhnlicher Geräuschpegel aus vielen kräftigen Stimmchen. Zum Namensfest des Bischofs von Tours hatten die Jungen und Mädchen des Kindergartens St. Gereon Brachelen erstmals ein Martinsmusical einstudiert. Vor dem Altar bildeten ein Stadttor unterm Sternenhimmel und ein Vorhang die Bühne. Und in der ersten Reihe der gut gefüllten Kirchenbänke saßen Senioren aus Haus Berg. Mit dem Altenheim hat der Kindergarten eine Kooperation vereinbart, und so besuchen sich Senioren und Kinder gegenseitig. Und für die Kleinen und das Kindergartenteam ist es eine Freude, schöne Erlebnisse miteinander zu teilen.

 

Kindergartenleiterin Ina Koch begrüßte Eltern und Großeltern sowie Gemeindereferentin Brigitte Kempny. Eine Erzieherin erklärte der ihr zu Füßen hockenden Gänseschar mit weißen Umhängen und orangen Schnäbeln nochmals ihren großen Auftritt - mit Ententanz-Armbewegung und "naak-naak-naak". Schließlich spielten Gänse beim Wandel des Soldaten zum Bischof von Tours eine entscheidende Rolle.

WERBUNGinvented by TeadEndlich begann das Musical "So helft mir doch in meiner Not", die Kinder hörten die Geschichte von dem Martin, der in Italien aufwächst, mit 15 auf Geheiß des Vaters Soldat werden und sich "das mit den Christen aus dem Kopf schlagen" soll. In der Bettlerszene wenden sich Soldaten ab: "Was geht mich das an. Ich hab' genug am Hals!" Doch Martin hält sein (Plüsch-)Pferd an: "Ich kann nicht einfach vorbeigehen, muss etwas tun, sonst wird der Bettler erfrieren." So haben die Senioren die bekannte Geschichte noch nicht gesehen. Das Schlusslied sangen sie vor der Bühne gemeinsam mit den Kleinen. Nach dem Segnen der Laternen stimmten die Familien Düppen und Kochs, die "Dorfkapelle" mit sechs Erwachsenen und zwei Kindern, die ersten Martinslieder an, dann begleiteten die Senioren, mit freiwilligen Helfern an den Rollstühlen, den Martinszug.

 

"Seit einem Jahr haben wir die Kooperation mit Haus Berg", erzählte Kita-Leiterin Ina Koch. Alle zwei Wochen treffen zehn bis zwölf Senioren die Kinder. Sie nehmen an Aktionen teil, an Bewegungsspielen, basteln oder gehen spazieren. "Heute wollten sie das Martinslied noch einmal üben", berichtet Ina Koch. "Es ist so schön, die Freude auf ihren Gesichtern zu sehen. Mal gehen wir ins Haus Berg, mal kommen die Senioren zu uns. Beide Seiten profitieren voneinander." Die nächste größere Aktion ist Weihnachtsplätzchen backen in Haus Berg, verziert wird im Kindergarten. Freude empfindet auch Erzieherin Birgitt Harren: "Alle sind mit Herzblut dabei. Die Beziehung festigt sich von Mal zu Mal." So hat auch der lebhafte Yannick die zu seinem Temperament passende Dame gefunden. Und die fragt schon nach ihm. "Das ist schön zu beobachten", findet Birgitt Harren zufrieden. 

Quelle: RP

 

 

7. November 2016 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Im eigenen Reich mit Unterstützung leben

 

Die Handwerker sind im Neubau noch emsig bei der Arbeit, doch zum 1. November sind die ersten Bewohner schon eingezogen. Der Generationen Campus an der Callstraße in Hilfarth füllt sich bereits mit Leben. In einer Feierstunde und mit Segen durch Pfarrer Georg Kaufmann wurde die neue Einrichtung der St. Gereon Seniorendienste in den Räumen der Tagespflege eingeweiht. "Gewollt ist der Verbleib im vertrauten Quartier, gewollt ist die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben", fasste Geschäftsführer Bernd Bogert die Intention zusammen, dieses Projekt für Ältere mitten im Ort zu bauen. 

Bogert ist kürzlich 65 Jahre alt geworden und zählt damit, wie er augenzwinkernd sagte, selbst zu den "Silver-Agern". Er zitierte aus der Statistik, wie die Menschen immer älter, die Jüngeren immer weniger werden und es immer mehr Ein-Personen-Haushalte gibt. Im Jahr 2050 sind bundesweit voraussichtlich 38 Prozent der Menschen jenseits der 60. Die Alten würden immer älter, immer einsamer, und auch ärmer, da das Rentenniveau weiter sinke, fuhr Bogert fort. "Das heißt, dass immer mehr ältere Menschen von immer weniger Menschen unterstützt werden." Um die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft meistern zu können, sei es notwendig, die benötigten Einrichtungen dort anzubieten, wo die Menschen leben, sich mit ihrer Nachbarschaft verbunden fühlen, wo sie sich einbringen können.

WERBUN invented by TeadsHückelhoven habe hinsichtlich der Lebensqualität im Alter schon viel zu bieten, stellte Bernd Bogert heraus: den Wohnpark Hückelhoven, betreute Wohnungen in Brachelen am Haus Berg, Generationen Campus in Ratheim und jetzt auch in Hilfarth. Dazu gehören die nötigen Beratungs-, Versorgungs- und Unterstützungsangebote. Für alle diese Einrichtungen betonte Bogert den Vorteil, "dass durch die integrierte Tagespflege und den ambulanten Pflegestützpunkt eine kompetente Hilfe jederzeit möglich ist". So könnten Ältere auch bei hoher Pflegebedürftigkeit in ihrer Wohnung bleiben. Und Bogert weiter: "Mit einer funktionierenden, verantwortungsvollen Gemeinschaft und guten nachbarschaftlichen Beziehungen sowie der Kombination aus Selbstständigkeit, Teilhabe und maßgeschneiderter Unterstützung soll der Traum vom gepflegten Wohnen im Alter Wirklichkeit werden." Landrat Pusch hatte einen guten ersten Eindruck gewonnen: "Trotz aller Gemeinschaft kann man hier Privatsphäre genießen. Hierher kann man sich guten Gewissens verpflanzen lassen."

 

St. Gereon-Aufsichtsratvorsitzender Ulrich Derix lud die Hilfarther ein, die Tagespflege zu besuchen. Und den Bewohnern wünschte er, "dass das Motto ,St. Gereon tut gut' auch hier spürbar wird". Bürgermeister Bernd Jansen erinnerte daran, dass vor einigen Jahren an der Stelle noch Fußball gespielt wurde. Auf zwei Dritteln des Rasenplatzes wurden Supermärkte gebaut. "Den Rest haben wir genutzt, um Pflege in den Ort zu holen." Pfarrer Georg Kaufmann und Diakon Heinz Brand segneten die neuen Räume. "Wo Menschen füreinander da sind, ist das zu spüren, was wir Geist Gottes nennen", sagte der Pfarrer.

Quelle: RP

 

 

Boule-Bahn: Ein „très bon“ vom Fachmann wäre drin
21. Oktober 2016
In Eigenarbeit haben die Anwohner der Wohnsiedlung Thomasweg/Cäcilienweg in Brachelen auf dem Gelände des alten Spielplatzes eine neue Boule-Bahn fachgerecht hergestellt. Gespielt wird jetzt schon bei jedem Wetter.

Wenn stadtplanerische Grundsatzentscheidungen und individuelle Initiative aufeinandertreffen, kann mitunter etwas Neues entstehen, das überaus sinnvolle gestalterische Kraft entfaltet. In der Wohnsiedlung Thomasweg/Cäcilienweg in Brachelen kann man so etwas sogar spielerisch erfahren.
Die neue Boule-Bahn am Thomasweg/Cäcilienweg in Brachelen wird am Samstag, 5. November, mit einer kleinen Eröffnungsparty offiziell zum Spielen freigegeben. Ab 12 Uhr gibt es dann zur Stärkung Getränke und Spießbraten-Brötchen.

Den ersten Wurf mit der Kugel in der einen und dem Brötchen in der anderen Hand macht Bürgermeister Bernd Jansen.
Dort ist vor einigen Jahren auf einer überaus hübschen, von Bäumen umrandeten kleinen Fläche ein Spielplatz für Kleinkinder aufgegeben worden. Hintergrund der Entscheidung des Rates und der Spielplatzkommission der Stadt war damals, statt vieler kleiner, unattraktiver Kleinkinderspielplätze künftig Schwerpunktspielanlagen zu schaffen und die auch attraktiv und kindgerecht zu „möblieren“ und zu gestalten. Also wurde die kleine Spielanlage am Thomasweg/Cäcilienweg abgebaut und in unmittelbarer Nähe des Wohnbereiches eine größere und einladende Spielanlage am Oeldriesch/Schwarzer Weg eingerichtet.
Die Idee nimmt Form an
„Vor etwa zwei Jahren kamen einige Bewohner aus der Nachbarschaft auf die Idee, auf der jetzt kahlen Grünfläche eine Boule-Bahn zu bauen“, sagt Heinz-Josef (Juppi) Schmitz. Zusammen mit seinem Nachbarn Rainer Lohuis entwickelte er die Idee weiter, man sprach bei dem ein oder anderen Gartenfest und sicher auch dem ein oder anderen Bierchen darüber mit anderen Nachbarn, die Idee nahm immer konkretere Formen an – und Mitte Mai lud man alle Anwohner des Wohngebietes zu einer Versammlung ein, um zu testen, ob die Idee einer Boule-Bahn auf dem ehemaligen Spielplatzgelände auf fruchtbaren Boden fällt. „Zur ersten Versammlung kamen etwa 20 Anwohner, bei der zweiten im September waren es schon deutlich mehr“, sagt Rainer Lohuis, der darin ein untrügliches Zeichen sah, dass die Idee auf fruchtbaren Boden gefallen war. Auch von Seiten der Stadt und namentlich des Bürgermeisters wurde der Plan handfest unterstützt.

Nachdem verschiedene Formalien wie grundstücksrechtliche Klärungen und der Abschluss eines sogenannten Gestattungsvertrages zwischen der Stadt und den Initiatoren geklärt waren, gingen die Männer an die Arbeit. „Die Frauen haben uns dabei mit Getränken und anderen Leckereien tatkräftig unterstützt“, schmunzelt Juppi Schmitz. So wurde in relativ kurzer Zeit eine 14 Meter lange und 3,40 Meter breite Boule-Bahn so fachgerecht hergestellt, dass sie jedem französischem Fachmann ein Zungenschnalzen und den Kommentar „Oui, oui, c‘est très bon“ abnötigen würde. „Die Boule-Bahn ist jetzt der Mittelpunkt der Grünanlage, und an den Bänken an der Seite und der Rundbank um den Baum kann man dem Spiel zugucken“, sagt Rainer Lohuis.

Das Spiel, das sich im Französischen Pétanque nennt und dort oft in Parkanlagen oder im Zentrum der Ortschaften mit Baumbeständen gespielt wird, ist im Grunde genommen das kindliche Murmelspiel für Erwachsene: Kugeln werden so nah wie möglich an ein Ziel geworfen, möglichst näher als der Konkurrent oder die andere Mannschaft.

Bald ein neuer Verein?

„Natürlich können auch Interessierte, die nicht in Brachelen wohnen, das Spiel auf der Bahn hier spielen“, sagt Juppi Schmitz. Allerdings müssen sie ihre eigenen Kugeln mitbringen. Und ja, man habe auch schon daran gedacht, einen neuen Verein zu gründen, sagt Rainer Lohuis: „BVB – Brachelener Boule-Verein“. Da greifen dann wahrscheinlich auch eingefleischte Fußballfans zur etwas kleineren, aber dafür handlichen Kugel.

Brand wütet über Stunden in Hückelhovener Gaststätte

Anwohner hatten die Feuerwehr gegen 5 Uhr am Freitagmorgen über das Feuer informiert. Foto: CUH 

Hückelhoven.
In der Gaststätte Jägerhof in Brachelen hat sich am frühen Freitagmorgen ein ausgedehnter Wohnungsbrand entwickelt. Die Feuerwehr Hückelhoven wurde gegen 4.45 Uhr alarmiert. Im Verlaufe des mehr als sieben Stunden langen Einsatzes wurden auch drei Feuerwehrleute verletzt.
DIie Feuerwehr war gegen 5 Uhr in der Frühe von Anwohnern alarmiert worden und konnte im ersten Obergeschoss zunächst eine starke Rauchentwicklung feststellen. Ein Atemschutztrupp ging in das Gebäude, wo das Vorankommen schwierig war, weil alle Zwischentüren verschlossen waren. Die Feuerwehrleute mussten sie mit Gewalt öffnen. „Zum Glück musste kein Bewohner aus dem Objekt gerettet werden. Diese hatten alle selbstständig das Gebäude verlassen“, teilte die Feuerwehr mit.
Wegen der starken Hitze und Verrauchung im Gebäude konnte der Brandherd nur schwer lokalisiert werden. Die Löschmaßnahmen zeigten keinen Erfolg, so dass ein weiterer Löschzug nachalarmiert wurde. Durch eine umfassende Kontrolle der Nachbarhäuser bemerkten die Einsatzkräfte, dass Rauch durch eine Giebelwand in ein Nachbarhaus drang.
Als plötzlich eine Holzzwischendecke einstürzte, breitete sich das Feuer rasend schnell aus, so dass weitere Atemschutztrupps eingesetzt werden mussten, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen, heißt es von der Feuerwehr. Via Drehleiter wurden das Dach geöffnet und die Brandnester im Dachgeschoss wurden gelöscht.
Bei dem Einsatz, der bis etwa 12 Uhr dauerte, wurden vier Personen leicht verletzt, davon drei Feuerwehrleute. Es wurden 40 Atemschutzgeräte und zehn Filtergeräte eingesetzt. Insgesamt waren somit 82 Kräfte im Einsatz, der erst gegen 12 Uhr beendet war.

 

19. Oktober 2016 | 00.00 Uhr

 

Lokalsport

 

Segler ermitteln ihre neuen Stadtmeister am Kapbuschsee in Brachelen

 

Erkelenz. HÜCKELHOVEN (RP) Auch zum Ende dieser Segelsaison durfte die offene Stadtmeisterschaft der Stadt Hückelhoven als Saisonhöhepunkt nicht fehlen. Ausrichter war dieses Mal der Brachelener Boots Club (BBC), der offensichtlich im Vorfeld ein Kerzchen angezündet hatte: Denn das Wetter war den Seglern hold, obwohl am ersten Tag der Wind noch etwas sparsam wehte. Am zweiten Tag frischte er dann aber etwas auf und nach anfänglichem trüben Wetter war es ein herrliches Erlebnis, die Segelboote im Sonnenschein auf dem Wasser gleiten zu sehen.

 

Es gingen insgesamt 22 Boote in vier Klassen an den Start. Nach vier gewerteten Läufen gab es am Ende folgende Platzierungen. Optimisten: 1. Philipp Grooten, 2. Livia Radecki, 3. Arne Wellage (alle BBC), Einhand: 1. Michael Melzner (BBC), 2. René Daniels (SWR), 3. Rufus Lauenburger (BBC), Yardstick bis 110: 1.

 

Franz Josef Thevis und Michelle Thevis (BBC), 2. Arne Peltzer und Erik Gesche, 3. Julia Winkens und Fabian Winkens (beide SWR) sowie Yardstick über 110: 1. Daniel Münstermann und Franz Josef Münstermann , 2. Ingo Petz und Hans Nöfer, 3.

 

Jan Henßen und Manfred Kirberg (alle BBC). Die Siegerehrung übernahm Stadtsportverbands-Vorsitzender Hans-Josef Geiser. Gemeinsam mit dem BBC-Vorsitzende Christoph Gaspers bedankte er sich bei allen Teilnehmern, der Rettungsboot-Crew Jochen Hubert und Dennis Kupferschläger, der Regattaleitung Heidi und Werner Lütkehans und Sarah Thevis sowie bei den Damen und Herren, die für eine sehr gute Verköstigung sorgten, und bei allen, die zum Gelingen der Stadtmeisterschaft beigetragen haben

 

 

14. Oktober 2016 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

"Viel versunkene Heimatgeschichte" noch zu erahnen

 

Kaiser Karl V. erhob Johann von Blumenthal in den Adelsstand. Die Grabplatte von dessen Sohn Wilhelm ist in der Brachelener Kirche.

 

Ob die vielen Besucher des Heimatfestes am Sonntag sich wohl vorgestellt haben, dass - wie es in einer Chronik heißt - "hier einmal Ritter geschritten sind, vor Hunderten Jahren Speer und Schild geklungen haben"? Ob sie ahnten, "wie viel untergegangene Romantik, wie viel versunkene Heimatgeschichte hier ruht"? Von allen Burgen in Brachelen habe wohl die ehemalige Wasserburg Blumenthal die meisten Reste aus alter Zeit hinübergerettet in die Neuzeit.

 

Aus der Ritterburg überlebt haben drei Inschriften über den Kellereingängen: "SERE EST IN FUNDO PARSIMONIA" oder "LA VITA IL FINE: IL DI LODA LA SERA" (Den guten Tag: erst am Abend loben). Das Ehewappen derer von Gruithuisen krönt das Portal mit der Jahreszahl 1658. Ein geräumiger Flur führt zur Treppe des Saalbaus, eine stattliche Eichentür rechts in den Rittersaal. Ein Hirschgeweih wird einem im 17. Jahrhundert im Kappbusch erlegten Tier zugeschrieben.

 

In den Anfängen des Ritteranwesens, wie es sich heute darstellt, zählte Brachelen 173 Haushaltungen (1602). Die adligen Besitzer hielten Bauerngericht. Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft in Brachelen bestand schon anno 1580, den Schützen oblag die Aufgabe, Dorf und Kirche zu beschützen. Im Kappbusch, rund 2000 Morgen groß und noch von Bär und Wolf bewohnt, bestimmte das Waldgericht jährlich über die Holzzuteilung für die Berechtigten. 1583 nahmen an dem Geding 24 Personen teil, darunter finden sich die Namen Dietrich von Horrig und Wilhelm von Blumenthal. Blickt man in die Chroniken jener unruhigen Zeit, stellt man sich das Leben der Menschen im 16. und 17. Jahrhundert in düsterer Atmosphäre vor, geschunden durch Kriegsvolk- und Truppendurchzüge: in den Jahren von 1583 bis 1589 durch den truchsessischen Krieg, 1609 bis 1624 im Erbfolgestreit, 1618 bis '48 im 30-jährigen Krieg. Vagabundierende Finsterlinge raubten, brandschatzten, mordeten. Am 20. September 1678 setzten Franzosen 132 Häuser, 88 Scheunen und andere Gebäude in Brand.

 

Johann von Blumenthal kaufte um 1545 herum die Burg zu Brachelen von den Herren von Gonthelen. Johann und sein Bruder Hubert wurden 1543 von Kaiser Karl V. in den Adelsstand erhoben, ihnen wurden die Blumenthaler Wappen überreicht. Sie und ihre ehelichen Nachkommen durften nunmehr ritterliche Ämter bekleiden und Recht sprechen. Johann stand beim Herzog Wilhelm von Jülich in hohem Ansehen. Er ernannte ihn zum Amtmann von Sülsdorf und Wassenberg, als herzoglicher Rat war er zum Reichstag nach Worms entsandt. Er starb auf dem Hof Pempelfort bei Düsseldorf und fand dort sein Grab in der Kirche der Kreuzbrüder. Wilhelm von Blumenthal, Johanns 1547 geborener ältester Sohn, erbte die Burg. Durch Heirat seiner Tochter Elisabeth mit Arndt (Arnold) von den Gruithuisen zu Anfang des 17. Jahrhunderts kam das Haus Blumenthal an die Herren von den Gruithuisen aus den Niederlanden. Wilhelm starb 1605, seine Grabplatte hängt in der Kirche zu Brachelen. Drei Jahrhunderte später sind die Adelsgeschlechter wohl ausgestorben.

Quellen: "Brachelen, ein uralter Ort"; www.pkbrachelen.de/brachelen-geschichte/historische-berichte-brachelen;

 

14. Oktober 2016 | 00.00 Uhr

 

RP-Serie: Heimat

 

Rittergut Haus Blumenthal als Lebensaufgabe

 

Dem ursprünglichen Zustand annähern wollte Josef Busch die Ritterburg. Der Saalbau (re.) mit Rittersaal und Fürstenzimmer (darüber) diente in den 1920er Jahren als nobles Tanzlokal, danach als Lichtspielhaus. Das entkernte und sanierte Herrenhaus ist bewohnt. Über dem Torbogen links stehen nur Außenmauern. FOTO: LAASER

 

Hückelhoven. Zeugnisse jahrhundertealter Steinmetzkunst atmen die Geschichte eines Adelssitzes, dessen Ursprünge um das Jahr 1000 liegen. Betondecken im sanierten Herrenhaus tragen den Erhalt des Kleinods für die nächsten Jahrzehnte. Haus Blumenthal zu restaurieren, war Lebenswerk von Josef Busch. Er hat dem Rittergut zu neuem Glanz verholfen. Von Gabi Laue

 

Der Pumpenstein im Innenhof vor dem Herrenhaus ist an die Tausend Jahre alt. Über die vertikalen Rillen, Spuren vom Behauen, wächst Moos, das Innere des Bassins hat die heutige Bewohnerin von Haus Blumenthal herbstlich bepflanzt. Vor 30 Jahren ist das Rittergut am Rande Brachelens für Renate Auer zur Heimat geworden, die ihr Lebensgefährte Josef Busch mit ihr geteilt hat. Vor einem Jahr, am 29. Oktober, starb der letzte "Herr auf Blumenthal", seither hütet sie den einstigen Adelssitz. Sohn Thomas Busch, der mit Frau und drei Kindern in Heinsberg wohnt, will den Privatbesitz der Öffentlichkeit zugänglich machen. So pulste beim Apfel- und Heimatfest wieder pralles Leben zwischen uralten Mauern.

 

Haus Blumenthal war für das Paar nicht bloß Wohnsitz, es war eine Leidenschaft. Josef Busch ließ den 1824 für Wirtschaftsgebäude geschaffenen Durchbruch zum Kino wieder aufmauern, überflüssig gewordene Stahlträger entfernen, eine Betondecke über dem Rittersaal gießen, Fenster einsetzen, das Dach neu decken. Vom "Lichtspielhaus Brachelen" - die Leinwand stand am Ende des Rittersaals - steht noch ein Anbau, der Vorführtechnik beherbergte. Davor hat Busch eins von zwei Häusern abreißen lassen, das frühere Erben zur Straße hin gebaut hatten. Den durch Erbstreit zerfaserten Besitz hat er durch Landkauf geeint. Drei Parteien hatten nach Erbfall 1840, so wird berichtet, Gemälde mitgenommen, Marmorkamine ausgebaut. Zur Jahrtausendwende verschwand von der Ecke der Außenmauer ein Löwe mit Wappenschild, der einst einen Giebel des Renaissancebaus geziert hatte.

 

Beim Besuch der Redaktion blättert Renate Auer in dicken Alben, in denen der Burgherr jede Maurerarbeit mit Originalsteinen im Foto festgehalten hat. Heinz-Peter Schiffer, dessen Frau Buschs Cousine ist, erzählt aus der Historie. Er hat fünf Jahre in deutschen und niederländischen Archiven recherchiert und akribisch die Geschichte der Adelshäuser aufgeschrieben.

 

Beide kennen noch Josefs Eltern Franz und Sybilla Busch. Die erzählten vom II. Weltkrieg, Bomben hätten ringsum Krater geschlagen, den Bau aber nicht getroffen. Sybilla Buschs Totenzettel (6. 12. 1908-4. 4. 2003) trägt ein Bild der "Mutter Gottes von Blumenthal", eine aus einem Buchsbaumstück geschnitzte Skulptur, die früher in einer Nische über dem Hauseingang stand. Sie vermachte den Nachkommen ein in Leder gebundenes Buch, in dem der heutige Betrachter mit Ehrfurcht blättert. Auf vergilbten Blättern stehen geometrische Figuren, die "Anleitung, ein gleichschenkeliges Dreieck zu construieren", zudem die Stammtafel der Familie, in roter und schwarzer Tinte gezeichnete Wappen und Ritterhelme. In akkurater Schrift und engen Zeilen ist die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner niedergeschrieben. Renate Auer ist ebenfalls fasziniert von der Historie der Burg, hat in langen Telefongesprächen selbst geforscht. "Das war aufregend und interessant", fand sie. Relikte wie eine Kanonenkugel aus Mahagoni oder ein selbst ausgegrabenes Gewicht der einstigen Zugbrücke pflegt sie liebevoll. Ihre Wohnung mit Blick auf weite Wiesen und alte Bäume empfindet sie als Ruheoase. "Hier kenne ich jeden Winkel. Das Knacken der alten Balken in der Sommerhitze ist mir vertraut." Die Liebe ihres Partners zur Ritterburg fasst sie in einem Satz zusammen: "Josef hat sein Leben geopfert für Blumenthal."

 

 

11. Oktober 2016 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Apfelsaft frisch von den Obstwiesen

 

 

 

Vor allem Kinder verfolgten mit Interesse, wie Apfelsaft gepresst wird. Im Innenhof von Haus Blumenthal herrschte großer Andrang. Apfel-Bratwurst und Apfelkuchen waren nachmittags restlos verputzt.

  

Hückelhoven. Auf beachtliche Resonanz stieß das 3. Apfel- und Heimatfest vor historischer Kulisse. Der Natur- und Heimatverein Brachelen hatte erstmals auf Haus Blumenthal eingeladen. Besucher strömten in Scharen zu dem Fest.

 

Als sein Vater Josef Busch vor knapp einem Jahr starb und ihm das Familien-Anwesen Haus Blumenthal vererbte, reifte in ihm der Plan, die alte Wasserburg, anno 1452 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, wieder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Beim großen Apfel- und Heimatfest, zu dem der Brachelener Heimatverein eingeladen hatte, nutzte Thomas Busch die Gelegenheit, sich mit den Bewohnern des Ortes bekannt zu machen. Der 45-jährige Finanzberater, der mit Ehefrau und den drei Kindern in Heinsberg lebt, öffnete die hölzernen Pforten des historischen Herrensitzes nach 34 Jahren wieder - damals schloss das Kino, das "Lichtspielhaus Brachelen".

An die Zeit, als seine Großeltern Franz und Sibylla Busch Haus Blumenthal bewohnten, erinnert er sich gerne. Bis ins Jahr 1658 könne er die Geschichte seiner Ahnen zurück verfolgen, berichtet Thomas Busch. Der alte Rittersitz mit 700 Quadratmetern Wohnfläche habe im Zweiten Weltkrieg stark gelitten, das Dach sei kaputt gewesen. Thomas Busch ist es wichtig, der Bevölkerung wieder Gelegenheit zu geben, das historische Anwesen zu nutzen. "Knapp die Hälfte hier ist Rohbau. Aber man könnte schon was draus machen. Ein Trauzimmer für Brautpaare zum Beispiel. Leider fehlt mir noch die finale Idee." Im Brachelener Heimatverein ist der Heinsberger Mitglied. "Diese Initiative ist unterstützenswert."

 

Bei sonnigem Wetter nutzten zahlreiche Sonntags-Ausflügler die Möglichkeit, auf dem Anwesen knusprige Reibekuchen mit frischem Apfelmus zu verspeisen. Im Rittersaal zeigten die Mädchen und Jungen aus der Brachelener Grundschule ihre kreativen Kunstwerke rund um das Thema Apfel. Dort lief auf einer Leinwand eine Diaschau alter Fotos aus Brachelen, die besonders die ältere Generation zum Austausch von Erinnerungen anregte, etwa an Überschwemmung im Dorf, Hochzeit und Kommunion zwischen Kriegstrümmern oder eine zugefrorene Rur. Ein Stand präsentierte Korbwaren.

Im Kuchen-Zelt wurden die Gäste mit selbst gebackenen Köstlichkeiten versorgt, während Vereinsvorsitzender Dr. Michael Küsgens an der Apfelpresse in Aktion trat. Hier wurden Boskop & Co. zu Apfelsaft verarbeitet und in mitgebrachte Flaschen gefüllt. "Zwei Kilo Äpfel ergeben einen Liter Saft", so der Rechtsanwalt. Der Vereinsvorstand habe die Idee gehabt, Apfelbaum-Besitzer um die Erlaubnis zum Pflücken zu bitten. "Dabei zählte der Naturschutzgedanke, denn viele Äpfel werden gar nicht gepflückt, während Interessierte dafür in den Supermarkt gehen." Metzgermeister Peter Wilms erlaubte dem Heimatverein, seine professionellen Maschinen zu nutzen, und so wurden insgesamt rund 1400 Liter haltbarer Saft produziert, die beim Apfel- und Heimatfest verkauft wurden.

 

Der Erlös aus der Verkaufsaktion ist für den Verein bestimmt. Und der schmiedet viele Pläne: ein Dorf-Archiv, Dorfwanderweg, Erzählabende, Dorfverschönerung. Mit der Resonanz auf die Veranstaltung zeigte sich Michael Küsgens sehr zufrieden. Es handele sich um ein Fest der Brachelener Dorfgemeinschaft, da nicht nur die Mitglieder des Heimatvereins ehrenamtlich im Einsatz gewesen seien.

Quelle: RP

 

 

10. Oktober 2016 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Kita-Kinder und ihre Gäste genießen das Erntefest

 

Hückelhoven. Die Kindervilla Brachelen lud zum Feiern ein. Zugleich wurde die neue Kletterlandschaft vorgestellt. Von Paula Meyersieck

 

Pünktlich zum Erntefest der Kindervilla Brachelen zeigte auch das Wetter beste Laune: Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein versammelten sich Verwandte, Freunde und Nachbarn der Kindergartenkinder auf dem herbstlich und liebevoll dekorierten Hof, um gemeinsam zu feiern.

 

"Die Kinder sollen sich bei uns wohlfühlen", erklärte die Kitaleiterin Helga Heuter-Heitzer gleich zu Beginn. Um dies zu unterstützen, sei der Pluspunkt Ernährung beantragt worden. Sigrid Averesch, Vertreterin der gesetzlichen Krankenkassen, betonte: "Wir wollen mit diesem Angebot dem Übergewicht, unter denen auch Kleinkinder zunehmend leiden, entgegenwirken und ihnen beibringen, die Natur wertzuschätzen." Deswegen sollten mehr Bewegung und gesunde Ernährung spielerisch in die Lebenswelt von Kindern einbezogen werden. Die Zertifizierung sei ein Angebot der Landesregierung und der gesetzlichen Krankenkassen in NRW in Kooperation mit dem Landessportbund NRW. Die Kindervilla Brachelen ist die 234. Einrichtung, die eine solche Auszeichnung erhält.

 

Aber nicht nur dies galt es zu feiern: Es wurde auch die neue Kletterlandschaft eingeweiht, die bereits seit Ende 2014 geplant gewesen war. An den WC-Anlagen sind ebenfalls Sanierungen vorgenommen worden

 

 "Da das Gebäude des Kindergartens unter Denkmalschutz steht und somit eine besondere Gebäudefunktion innehat, erhielten wir für unsere geplanten Renovierungen und Neuanschaffungen nicht nur Fördergelder vom Landesjugendamt, sondern auch einen Zuschuss von der Stadt Hückelhoven, damit die Arbeiten finanziert werden konnten. Praktisch sind die Neuanschaffungen vor allem, weil wir Kinder verschiedener Altersklassen betreuen und man so allen Anforderungen gerecht werden kann", erklärte Volker Müller, der Vorsitzende des Trägervereins.

 

Im Vordergrund stand jedoch das Erntefest. Und das wurde ausgiebig gefeiert, vor allem von den Kindern, die mit ihren Erzieherinnen eine bunte Vielfalt an Darbietungen vorbereitet hatten. So wurde von den Vorschulkindern ein Obsttellertanz aufgeführt oder von allen Kindern das Lied "In meinem kleinen Apfel" vorgesungen. Höhepunkt war der Kindervilla-Song, bei dem die Kinder laut riefen: "Wir Kinder, wir Villakinder, wir sind vergnügt und froh!" Dazu werden künftig die neue Kletterlandschaft und das Gesundheitsprogramm ihren Teil beitragen.

 

Quelle: RP

 

 

Apfel- und Heimatfest: Die Dorfgemeinschaft stärken

 

Am 9. Oktober findet wieder das Apfel- und Heimatfest in Hückelhoven-Brachelen statt.

 

Hückelhoven-Brachelen.

 

Der Heimat- und Naturverein Brachelen lädt für Sonntag, 9. Oktober, von 11 bis 18 Uhr zum Apfel- und Heimatfest ein. Die Vorbereitungen für das Fest, das am Haus Blumenthal in Hückelhoven-Brachelen, Alter Steinweg 10 bis 12, stattfindet, laufen auf Hochtouren.

 

Ziel des Festes und Zweck des Vereins ist es, das Heimatgefühl und die Dorfgemeinschaft zu stärken sowie der Natur wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Das Fest beginnt um 11.30 Uhr mit der Begrüßung, anschließend folgt ein Vortrag zu Haus Blumenthal. Zwischen 13 und 16 Uhr kann man verfolgen, wie Apfelsaft hergestellt wird. Um 14 Uhr wird op Brökelter Platt gesprochen, Entenrennen im Teich ist um 14.30 Uhr, der Apfelschälwettbewerb startet um 15 Uhr, ein Vortrag über die Historie von Brachelen folgt um 16.30 Uhr und die Prämierung für diverse Wettbewerbe ist für 17 Uhr vorgesehen.

 

Dazu wird es Verkaufsstände geben mit einigen heimischen und natürlichen Produkten wie Kürbissen, Korbwaren, Honig oder selbst hergestelltem Apfelessig aus hiesigen Äpfeln.

 

Ziel ist es, in diesem Jahr rund drei Tonnen Äpfel zu etwa 1500 Litern Saft zu verarbeiten. Daneben gibt es auch ein Kinderprogramm.

 

Heinz-Jakob Spelthahn feiert 60-jähriges Pilgerjubiläum

 

Hückelhoven.

 

Auch in diesen Tagen sind sie wieder unterwegs: Gläubige, die auf einer Pilgertour den Gottesglauben praktizieren, innere Ruhe, Einkehr und Besinnung suchen und finden. Viele sind schon seit Jahrzehnten dabei, einer von ihnen ist Heinz-Jakob Spelthahn aus Brachelen.

 

 „Immer am ersten Wochenende im September machen wir uns von Brachelen aus zu Fuß auf den rund 85 Kilometer langen Weg nach Kevelaer – zwei Tage hin, zwei Tage zurück“, sagt Heinz-Jakob Spelthahn, der in diesem Jahr sein 60-jähriges Pilgerjubiläum feiert. Zum ersten Mal war er mit 14 Jahren als Messdiener dabei, „da ahnte ich noch nicht, was einmal daraus wird!“, schmunzelt er.

 

Wie er ziehen jedes Jahr Tausende Pilger nach Kevelaer. „Diesmal waren wir 78 Teilnehmer“, berichtet der 78-jährige Jubilar, „davon 21 jugendliche Erstpilger.“ Seine Tochter Vera Frenken kommt schon seit 25 Jahren mit, und auch Julia Jansen (6), Patenkind ihres Mannes Hanno, sowie die Enkelkinder Thomas und Inga Frenken und Schwiegertochter Yvonne sind dabei gewesen. „Ich habe alle infiziert!“

 

„Um unterwegs nicht schlapp zu machen, trainiere ich vorher, gehe jeden Tag vier Kilometer.“ verrät Spelthahn. Er geht seit 56 Jahren als Vorbeter (Brudermeister) vorneweg. Als geistlicher Beistand begleitet Pater Dr. Thomas Klosterkamp seit vielen Jahren die Wallfahrt, obwohl er weit weg in Rom in einem Kloster des Ordens „Oblaten der unbefleckten Empfängnis“ (OMI) lebt. Dort ist er Superior und Apostulator, zuständig für die Selig- und Heiligsprechung. Gebürtig aus Brachelen, kommt er jedes Jahr extra zum Pilgern in seinen Heimatort.

 

Die Fußprozession von Brachelen nach Kevelaer, gemeinsam mit Pilgern aus Hilfarth und Golkrath und Teilnehmern aus anderen Ortschaften, hat Tradition: Es gibt sie bereits seit 1734. 1960 wurde von den Pfarreien Brachelen, Hilfarth und Golkrath die Kevelaer-Bruderschaft gegründet. Spelthahn war 25 Jahre Vorsitzender dieser Vereinigung. Heute bekleidet Dieter Rodenbücher dieses Amt.

 

Die Prozession zieht stets von Brachelen über Hilfarth, Golkrath und Hinsbeck, wo übernachtet wird, nach Kevelaer. Immer auf Wegen abseits stark befahrener Straßen, begleitet von Traktoren mit Anhängern, die das Gepäck befördern. Einige Pilger tragen Gebetsstäbe und ein blumengeschmücktes Kreuz der Bruderschaft. „Wir gehen in schnellem Tempo, und Leute, denen die Beine schmerzen, dürfen auf den Anhängern mitfahren“, erläutert der Jubilar und erinnert sich: „1972, als in München Olympiade war, haben wir auch unsere Blasen an den Füßen prämiert – ich habe mit 23 Stück den zweiten Platz errungen.“

 

7. Oktober 2016 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Heimat- und Naturverein presst Spitzenjahrgang 2016

 

Hückelhoven. Apfel- und Heimatfest am Sonntag am Haus Blumenthal.

 

Am letzten Septemberwochenende trafen sich Mitglieder des Heimat- und Naturvereins Brachelen zur Apfelernte. 2,8 Tonnen verschiedenster Sorten waren die Ausbeute, und diese wurde sofort für die Verarbeitung vorbereitet. Die Äpfel wurden gewaschen, von Faulstellen und "Bewohnern" befreit und dann gepresst. Dorfmetzger Peter Wilms stellte das technische Equipment zur Verfügung, so wurden 1400 Liter Apfelsaft gewonnen, sterilisiert und in spezielle Behälter verpackt. Nach Auskunft der Vereinsvorsitzenden Dr. Michael Küsgens und Dieter Wolf dürfen sich alle auf einen "Spitzenjahrgang 2016" freuen.

 

Der Apfelsaft wird im Rahmen des Apfel- und Heimatfestes am Sonntag, 9. Oktober, 11 bis 18 Uhr, am Haus Blumenthal (Alter Steinweg/Brachelen) verkauft. Das alte Rittergut war nach der Schließung des dort betriebenen Kinos jahrelang für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Deshalb ist der erst in diesem Jahr gegründete Verein besonders stolz, seine erste große Veranstaltung vor dieser historischen Kulisse durchführen zu können, wobei im Rittersaal Kunstwerke der Brachelener Grundschule ausgestellt werden. Im Innenhof wird den ganzen Tag "live und in Farbe" frischer Saft gepresst. Besucher können ihre eigenen Äpfel (gewaschen und von Faulstellen befreit) mitbringen und so gegen einen kleinen Obolus ihren eigenen Apfelsaft in mitgebrachten Flaschen mit nach Hause nehmen. Der Apfel steht zwar im Mittelpunkt des Festes, aber auch das Thema Heimat wird nicht zu kurz kommen. Ein Korbmacher wird sein altes und für Brachelen typisches Handwerk demonstrieren und auch ein Imker wird sein Bienenwissen gerne mit den Besuchern teilen. Zur Bestimmung von alten Apfelsorten konnte der Verein einen Pomologen aus Linnich gewinnen. Alte Landmaschinen und Traktoren werden gezeigt und "Kalle op Brökeler Platt" ist erwünscht. Vorträge zur Historie Brachelens und Haus Blumenthals stehen ebenso auf dem Programm, wie die Wettbewerbe im Apfelschälen. Die jüngeren Besucher dürfen sich auf ein Entenrennen auf dem Teichbach und viele weitere Aktionen freuen. Von der eigens kreierten Apfelbratwurst bis zum Panhas mit "Himmel & Äed" steht dem regional geprägten, kulinarischen Genuss nichts im Wege.

 

Quelle: RP

 

 

22. August 2016 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

282 Jahre zu Fuß von Brachelen nach Kevelaer zur Gottesmutter

 

Hückelhoven. 282 Jahre Fußwallfahrt nach Kevelaer - das Pilgern auf Schusters Rappen hat eine lange Tradition bei der Kevelaer-Bruderschaft Brachelen-Hilfarth-Golkrath. Sie findet in diesem Jahr in der Zeit von Samstag, 3. September, bis einschließlich Dienstag, 6. September, statt. Die Pilgermesse wird am Freitag, 2. September, um 19 Uhr in St. Gereon in Brachelen gefeiert. Auch in diesem Jahr begleitet der aus Brachelen stammende Pater Dr. Thomas Klosterkamp OMI wieder die Fußprozession. Von Gabi Laue

 

Damian Derix lässt Holzvogel zu Boden segeln

23. August 2016, 10:03 Uhr

Hückelhoven.
Damian Derix ist Brachelens neuer Schützenkönig. Das Schützenheim der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft an der Hauptstraße war während des Familientages Ort zwei sehr schneller Entscheidungen.
Nach dem Frühschoppen um 11 Uhr startete gegen 13.30 Uhr das Prinzenschießen. Nach gerade einmal 65 Schuss auf den Holzvogel ballte Daniel Kreutzer die Faust. Er hatte ins Schwarze getroffen, ist damit neuer Prinz der Bruderschaft.
Und als das Königsvogelschießen begann, konnte noch keiner ahnen, dass auch hier Schnellfeuer angesagt war. Mit dem 63. Schuss ließ Damian Derix den Holzvogel zu Boden segeln.
Brudermeister Dieter Rodenbücher überreichte dem neuen Schützenkönig das Silber und gratulierte wie auch der stellvertretender Brudermeister Philipp Schlösser. Die beiden neuen Majestäten mussten viele Hände schütteln.
Für den musikalischen Rahmen sorgte das Trommlercorps Brachelen, der Spielmannszug spielte im schicken Ambiente des Schützenhauses auf.

Von Brachelen nach Kevelaer: Stolz auf 21 Erstpilger

Letzte Aktualisierung: 22. August 2016, 10:28 Uhr
Hückelhoven-Brachelen.
Die Fußwallfahrt der Kevelaer-Bruderschaft Brachelen-Hilfarth-Golkrath findet in diesem Jahr von Samstag, 3., bis einschließlich Dienstag, 6. September, statt. 
Die Fußwallfahrt beginnt bereits mit der Pilgermesse, die am Freitag, 2. September, um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Gereon in Brachelen gefeiert wird. Die Fußprozession wird auch in diesem Jahr wieder von Pater Dr. Thomas Klosterkamp OMI begleitet.
An der Fußwallfahrt nehmen insgesamt 81 Pilgerinnen und Pilger teil. Aus Brachelen kommen 58 Pilger, aus Hilfarth kommen neun Pilger und aus Golkrath kommen 14 Pilger. Die Bruderschaft ist stolz darauf, dass sich unter den Fußpilgern 21 Erstpilger befinden.
Am Samstagmorgen, 3. September, dem ersten Pilgertag, treffen sich die Fußpilger um 6.40 Uhr in der Brachelener Maria-Hilf-Kapelle zum Empfang des Reisesegens, in Hilfarth und Golkrath schließen sich weitere Pilger an.
Nach der Übernachtung in Hinsbeck werden die Fußpilger am Sonntag, 4. September, gegen 12.30 Uhr in Kevelaer erwartet. Nach dem feierlichen Einzug in Kevelaer empfangen alle Pilger in der Kerzenkapelle den sakramentalen Segen.
Vorher haben die motorisierten Pilger die Möglichkeit, um 11.30 Uhr den Kreuzweg im Forum Pax Christi zu beten. Der Festgottesdienst, zu dem alle Pilger herzlich eingeladen sind, beginnt um 16.30 Uhr in der Basilika. Dieser Gottesdienst wird musikalisch vom Kirchenchor aus Brachelen gestaltet. Um 19.45 Uhr beginnt die Lichter Prozession im Pax-Christi-Zentrum.
Der dritte Pilgertag beginnt mit der Messe am Montag, 5. September, um 7 Uhr in der Basilika. Gegen 9 Uhr versammeln sich die Fußpilger vor dem Gnadenbild zum gemeinsamen Auszug. Vorher findet seitens der Bruderschaft, der Fußpilger und der Wallfahrtsleitung die Jubilarehrung vor der Gnadenkapelle statt.
In diesem Jahr feiert Betty Deffur aus Brachelen ihr 50-jähriges Pilgerjubiläum. Heinz Jakob Spelthann, ebenfalls aus Brachelen, feiert das seltene Jubiläum einer 60-jährigen Fußpilgerschaft.
Nach Ankunft der Fußprozession in Hinsbeck wird in der dortigen Pfarrkirche gegen 17.30 Uhr eine Messe gefeiert, und nach der Übernachtung in Hinsbeck beginnt am Dienstag, 6. September, mit dem Auszug um 6.30 Uhr der vierte und letzte Pilgertag. Die Fußpilger werden nachmittags gegen 14.50 Uhr in Golkrath, gegen 16.40 Uhr in Hilfarth und gegen 18 Uhr in Brachelen zurückerwartet.

 

 16. August 2016 | 00.00 Uhr

Hückelhoven: Feuerwehr bringt 100 Zugreisende über die Gleise nach Brachelen

 

Einen großen Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften bei Brachelen hatte der Diebstahl von Teilen der Bahn-Oberleitung zur Folge. Ein Zug konnte nicht weiterfahren, die rund 100 Fahrgäste wurden zu Fuß von Einsatzkräften zum Haltepunkt Brachelen begleitet. Von Gabi Laue

Wie die Feuerwehr Hilfarth berichtet, waren die Teile der Oberleitung zwischen den Bahnhöfen Baal und Brachelen entwendet worden. Als dann am Samstagabend ein Zug die Strecke befuhr, kam es nach ersten Erkenntnissen zu einem elektrischen Überschlag, so dass der Zug der Linie RE 4 (Mönchengladbach-Aachen) auf freier Strecke stoppen musste. Die Lok blieb auf der Brücke über die Rischmühlenstraße stehen. Während die Feuerwehr um 19.37 Uhr alarmiert wurde, schaltete die Deutsche Bahn die Oberleitung im entsprechenden Streckenteil stromlos.

 Die Feuerwehr unterstützte rund 100 Fahrgäste beim Verlassen des Zuges und begleitete diese - zu Fuß über die Gleise - rund 500 Meter bis zum Haltepunkt Brachelen. Weil so viele Menschen von dem ungeplanten Zughalt betroffen waren, setzte die Einsatzleitstelle ein größeres Aufgebot zu ihrer Unterstützung in Marsch: Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL RD), eine Versorgungseinheit des Katastrophenschutzes sowie der Kreisbrandmeister wurden nachalarmiert.

 A-Dienst, Löschgruppe Brachelen, Rettungsdienst Kreis Heinsberg, Versorgungszug des DRK, Einsatzleitwagen der Leitstelle, ein Notfallmanager der Deutschen Bahn sowie die Bundespolizei waren im Einsatz. Trotz der vielen Einsatzkräfte war die Situation in Wirklichkeit nicht so schlimm, meint Kreisbrandmeister Klaus Bodden: "Die Lage war gar nicht so dramatisch. Wir haben die Leute in Brachelen in Empfang genommen mit der Betreuungseinheit, die alle mit Wasser versorgt hat." Um drei Bahnreisende mit Anzeichen von Schwäche habe sich der Rettungsdienst gekümmert, eine Niederländerin wurde ins Aachener Klinikum gebracht. Die anderen Passagiere wurden mit Bussen des Schienenersatzverkehrs zu nahegelegenen Bahnhöfen befördert. Einsatzende war gegen 21.10 Uhr.

 Hinweise zu dem Diebstahl an der Oberleitung nimmt die Bundespolizeidirektion Aachen unter Telefon 0241 568371500 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

 

 

3. August 2016 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Heimat- und Naturverein startet durch

 

Die Apfelpressfete 2015 kann beginnen: Im Hof von Michael Küsgens (sitzend, Mitte) starten die letzten Vorbereitungen. Im Oktober soll das Fest in größerem Rahmen mit Programm auf Haus Blumenthal stattfinden. FOTO: VEREIN 

 

 Erzählabend in Haus Berg, Apfelpressfest im Oktober, Historischer Dorfwanderweg - der im April gegründete Brachelener Verein nimmt seine ersten Aktivitäten in Angriff. Die Mitglieder unterstützen regionale Produkte. Von Willi Spichartz

 

Gesagt, getan: Der im April gegründete Heimat- und Naturverein Brachelen (HuNB) startet richtig durch mit einem "Apfelpressfest" am Sonntag, 9. Oktober, von 11 bis 18 Uhr. Und dazu hat man ein echt passendes Ambiente gefunden - das alte Rittergut Blumenthal, rechter Hand am Ortseingang von Hilfarth her sichtbar gelegen. Das Haus der Familie Busch ist schon fast die Heimat des Vereins unter dem Vorsitz des gebürtigen Bracheleners Dr. Michael Küsgens geworden, schon die Gründungsversammlung fand dort statt.

 

Und das Apfelpressfest ist nicht die erste Veranstaltung des HuNB, im Juni war man bereits mit einem Erzählabend in der Kulturwoche im Gereon-Seniorenzentrum Haus Berg vertreten. Und übernimmt man die rheinische Definition, dass eine Veranstaltung, die zum dritten Mal stattfindet, eine Tradition ist, dann ist das für das Apfelpressfest absolut der Fall. Es ist bereits das vierte, die bisherigen drei fanden bei Michael Küsgens mit Familie und Freunden auf seinem Hof an der Hauptstraße statt - mit Äpfeln aus den eigenen Obstwiesen und keinen Import-Einheitsgrößen-Früchten aus Neuseeland.

 

Zum ersten Presstag wurden zur Bearbeitung ein Häcksler zum Zerkleinern der Äpfel und eine Korbpresse gekauft, die erste Ausbeute waren 30 Liter köstlichen Safts, den besonders die Kinder schätzten. 2014 war es dann bereits der größere "1. Brachelener Apfelpresstag" mit größtenteils unrunden Früchten, die aus verschiedenen Brachelener Obstwiesen stammten, entsprechend viele Presser waren beteiligt, ein Mini-Dorffest war begründet. Natürlich wird der Saft nicht chemisch behandelt, haltbar macht ihn eine Erhitzung.

 

Der abgefüllte Saft wird jeweils günstig abgegeben, ein Teil des Erlöses ist für einen guten Zweck bestimmt. Und da kommt die Verbindung zum neuen Heimatverein - der Erlös des Vorjahres aus dem "2. Brachelener Apfelpresstag" in Höhe von 750 Euro wurde der Gründung des HNB zur Verfügung gestellt. Denn ein kleines Trüppchen bewusster Brachelener hatte sich schon länger mit Gedanken beschäftigt, eine Gemeinschaft ins Leben zu rufen, die sich mit der Historie des mehr als drei Kilometer langen und großen Dorfs (3500 Einwohner) befasst. Als eines der Projekte, die mit Erlösen finanziert werden sollen, sticht ein historischer Dorfwanderweg heraus, auf dem den Wandernden an bedeutsamen Stellen Informationstafeln Hinweise auf Geschichtsaspekte gegeben werden, ohne dass ein Ortskundiger führen müsste. Originell ist da die Idee, diese Tafeln auch in Mundart-Platt zu bedienen, eventuell auch in Niederländisch und Englisch.

 

Im Juni wurde in der Kulturwoche im Haus Berg ein Erzählabend angeboten, bei dem teils in Platt über Brachelen gesprochen wurde, dazu ein Diavortrag, der sukzessive vervollständigt und vertieft werden soll. Dass das in Brachelen auf Interesse stößt, zeigte sich bereits im Juni 2015, als der Heimatarbeitskreis Hückelhoven (im Heimatverein der Erkelenzer Lande) in einer Gaststätte einen solchen Abend angeboten hatte. Der Brachelener Autor Peter Körfer hatte neben weiteren Informationsbroschüren 2012 einen "Reiseführer-Brachelen in 2 Tagen" herausgegeben.

 

Wenn eines der Elemente zur Gründung des HuNB der Apfelpresstag ist, dann ist nachvollziehbar, dass Natur/Ökologie sich im Namen des Vereins wiederfindet. Das war und ist den Gründern, neben Michael Küsgens sind das 2. Vorsitzender Dieter Wolff, Geschäftsführer Gerd Siemons, Kassiererin Doris Mertens und die Beisitzer Jürgen Sester, Denis Rademacher und Berthold Coenen, besonders wichtig. Produkte aus der Region kaufen, die man mit dem Fahrrad holen kann - echte Kreislauf-Alternativen zu Flieger-Obst aus Neuseeland oder Südamerika.

 

Menschen aus allen Ländern sind den Vereins-Machern willkommen, Aussehen, Herkunft und Religion spielen keine Rolle, Brachelen erlebt schon länger einen Zuzug von Menschen von außerhalb. Dennoch gehört auch die Religion für den Verein zur Tradition, wie Vorsitzender Michael Küsgens im Gespräch mit der Redaktion betont, und Brachelen ist weitgehend katholisch. Darüber hinaus ist Cornelius Pütz, emsiger Betreuer der Anna-Kapelle im Unterdorf, in den neuen Verein eingebunden. Vor der Vereinsgründungsversammlung im Rittergut Haus Blumenthal traf man sich denn auch zu einer Andacht in der Annakapelle.

Erinnerungen wach halten: Brachelener gründen Heimat- und Naturverein

Von: Ingo Kalauz Letzte Aktualisierung: 31. Mai 2016, 18:14 Uhr



Dr. Michael Küsgens ist der erste Vorsitzende des neuen „Heimat- und Naturvereins Brachelen“. Foto: Kalauz

Hückelhoven-Brachelen.
„Am besten, wir setzen uns in den Garten“, sagt Dr. Michael Küsgens bei der Begrüßung an der Eingangstür seines Hauses an der Hauptstraße in Brachelen. Dass daraus ein kleiner Fußmarsch würde, war von der stark befahrenen und dicht an dicht bebauten Hauptstraße des Ortes aus nicht zu erahnen.

Der Garten des gerade gewählten Vorsitzenden des neuen Heimat- und Naturvereins Brachelen hat durchaus die Ausmaße eines kleinen Parks; ein Naturidyll direkt hinter dem Haus, in dem Hühner frei herumlaufen, zwei Hängebauchschweine ihr Obdach haben, Gemüsebeete im Nutzgartenbereich angelegt sind, Apfel- und Kirschbäume aus dem Rasengrün emporragen und vier Bienenvölker für den Honig auf dem Frühstückstisch der Familie Küsgens sorgen.

„Das ist mein Elternhaus, hier bin ich groß geworden“, sagt der 48-jährige Rechtsanwalt und lacht. Die Haare sind noch nass, er ist frisch geduscht. „Im Sommer fahre ich mit dem Rad zur Arbeit“, sagt Küsgens. Die Sozietät hat ihren Sitz in Rheydt – 30 Kilometer hin, 30 Kilometer zurück nach Brachelen. „Sport gehört für mich zum Leben, ich spiele noch immer beim SV Brachelen“, sagt er. Mit 40 hat er in der ersten Mannschaft gekickt, heute ist er bei den Alten Herren aktiv. Nicht nur deshalb kennt „man“ ihn im Dorf, er ist bekannt wie ein bunter Hund.

„Ich bin ein Landei“, sagt er. Nach dem Studium in der Stadt hat es ihn „wieder hierhergezogen, hierhin, wo ich groß geworden bin“. War es das, was ihn jetzt dazu bewogen hat, den Anstoß zur Gründung eines Heimatvereins in Brachelen zu geben? „Na ja, zum Teil“, sagt er. „Wir quatschen natürlich nach dem Training immer viel: ,Wie war das früher in unserem Dorf‘, über sowas wird da natürlich auch geredet“. Da keimte allmählich die Idee, dass man solche Erinnerungen nicht nur bei einem Glas Bier aufleben lassen sollte, sondern auch bleibender verankern könnte.

In Dieter Wolff fand Michael Küsgens einen Kollegen, der ähnlich dachte wie er, der genauso fest verwurzelt mit seinem Heimatort Brachelen ist. „Den eigentlichen Anstoß zur Gründung eines Heimatvereins in Brachelen aber gab wohl das Dorffest, das ich hier im Garten gemacht habe, nachdem ich selbst Apfelsaft von meinen Bäumen und auch von vielen anderen, die hier im Ort stehen und nicht abgeerntet werden, gepresst und verkauft habe“, erinnert sich Küsgens. Wie das so ist, werden bei solchen Anlässen Erinnerungen und Erfahrungen ausgetauscht.
Zum Beispiel daran, dass Brachelen bis zur Gebietsreform 1972 eine eigenständige Gemeinde gewesen ist; dass bis in die 80er Jahre hinein regelmäßig das Kino auf dem Rittergut Blumenthal besucht werden konnte; oder dass im Haus Horrig noch jede Menge Bilder von Brachelener Künstlern hängen, die in Öl die Landschaft rund um den Ort an der Rur festhalten; oder dass die historischen Wanderungen, die seit einiger Zeit zu markanten Punkten im Ort wie Haus Berg, Haus Horrig, Gut Blumenthal, Rathaus, Kirche oder Kloster angeboten werden, sehr guten Zuspruch finden; oder dass der Brachelener Kirchturm vor seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg der zweithöchste im Rheinland war, höher als der in Erkelenz; oder dass für das Apfelfest in Küsgens‘ Garten rund eine Tonne verschiedener heimischer Apfelsorten aus Brachelener Gärten zusammengetragen wurden, aus denen rund 600 Liter leckerer Apfelsaft gepresst wurden.

So fügte sich ein Steinchen an das andere, ein Gespräch folgte dem nächsten, ein Bekannter nach dem anderen signalisierte die Bereitschaft, mitzumachen – bis Michael Küsgens und Dieter Wolff sagten: „Komm, wir riskieren das“ und man sich Anfang Mai zur Gründungsversammlung des „Heimat- und Naturvereins Brachelen“ im Haus Blumenthal traf. „Natürlich“, räumt er ein, „gab es auch Stimmen, die sagten: ,Was? Noch‘n Verein im Ort? Aber ich glaube nicht, dass wir anderen Vereinen die Mitglieder wegziehen“. Er werde ja auch weiter Fußball beim SV spielen... Im Gründungsprotokoll ist übrigens festgehalten, dass der Verein „ein enges Zusammenwirken mit anderen Vereinen des Dorfes, den Trägern kommunaler Aktivitäten und allen Interessierten einer intakten Dorfgemeinschaft“ anstrebt. Man zeigt sich also demonstrativ offen.

„Es gibt eine unglaubliche Vielzahl von Ideen, wie wir die Geschichte des Ortes aufarbeiten, nachhaltig in die Gegenwart holen und dabei gleichzeitig die Zukunft des Ortes mitgestalten können“, sagt Küsgens. Gedacht ist beispielsweise daran, regelmäßig einen Abend in Brökeler Platt zu veranstalten; ein Erzählcafé einzurichten; die Dorfwanderungen regelmäßig anzubieten; die Förderung regionaler Produkte aus den Obst- und Gemüsegärten im Ort; das Sammeln und Veröffentlichen von alten Rezepten; die Sichtung und Katalogisierung der Kunstwerke in Brachelen; die Aufarbeitung der Arbeit der Korbmacher im Dorf. Ganz konkret geplant ist bereits das „Apfel- und Heimatfest“, wahrscheinlich am 9. Oktober; und auf dem Weihnachtsmarkt in Brachelen wird der Verein mit einem eigenen Stand auf sich aufmerksam machen.

„Es gib zig Ideen, jetzt müssen wir sie bündeln und uns an die Arbeit machen“, sagt Küsgens, schlägt den für die wenigen Tage des Bestehens des Heimat- und Naturvereins schon enorm umfangreichen Aktenordner zu und drängt zum Aufbruch: Es steht die Vorstandssitzung des Heimat- und Naturvereins Brachelen an. Da will der Vorsitzende Dr. Michael Küsgens unbedingt pünktlich sein.

 

Hückelhoven.

 

Bei der Prunkkirmes der Brachelener Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft stand Prinz Oliver Mühlenberg im Mittelpunkt des Interesses.

 

Er wurde von Lena Knorr begleitet und den Ministerpaaren Simon Hansen und Joana Henßen sowie Christopher Mertzbach und Nathalie Thomas. Am Sonntagnachmittag wurde das Prinzenpaar nebst Gefolge mit viel Musik abgeholt und durch den Ort geleitet. Der Festzug fand bei strahlendem Sonnenschein unter Beteiligung vieler Ortsvereine statt, die vom Festzelt aus zum Domizil des Prinzen und seines Gefolges marschiert waren.

 

12.000 Euro: Kreissparkasse unterstützt Vereine und Institutionen

Von: koe Letzte Aktualisierung: 12. Mai 2016, 11:05 Uhr


Freude bei Vertretern von Vereinen und Institutionen: Die Kreissparkasse fördert das gemeinnützige Engagement in Stadtgebiet Hückelhoven mit 12.000 Euro. Foto: Koenigs

Hückelhoven.
Aus dem PS-Zweckertragssparen konnte Filialdirektor Leo Görtz von der Kreissparkasse Heinsberg in Hückelhoven insgesamt 12.000 Euro an folgende Vereine und Institutionen übergeben: SV Baal, Förderverein GGS Im Weidengrund, St.-Sebastianus-Bruderschaft Brachelen, Boxerschmiede Hückelhoven, Con brio, Trommler und Fanfarencorps Freisinn Baal, TuS Jahn Hilfarth, Rurtal-Korbmacher, SV Grün-Weiß Schaufenberg, Knappenverein Sankt Barbara Hückelhoven-Hilfarth, Bergkapelle Sophia-Jacoba.

Zudem: Stadtsportverband, Kinder- und Jugendhilfe, DLRG-Ortsgruppe Hückelhoven, De Botterblömkes, „Villa Regenbogen“ Hilfarth, Freunde von Breteuil sur Iton, Schützenbruderschaft vom heiligsten Sakrament des Altares, Förderverein St. Lambertus Hückelhoven, Förderverein Johann-Holzapfel-Schule Doveren, Kreuzbund, Sporttauchverein Hückelhoven, Gemeinschaft der Linderner Ortsvereine, ASV Rurtal Hückelhoven, Abt. Handball.
Insgesamt stellt die Kreissparkasse in diesem Jahr 285.000 Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung.
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Neuer Heimatverein geht in Brachelen ans Werk

 

Von: gp
Letzte Aktualisierung: 2. Mai 2016, 12:30 Uhr

 

 

 

Der Vorstand des neu gegründeten Heimat- und Naturvereins Brachelen: (obere Reihe) Jürgen Sester (Beisitzer), Gerd Siemons (Geschäftsführer), Dieter Wolff (2. Vorsitzender), Berthold Coenen (Beisitzer); untere Reihe: Dennis Rademacher (Beisitzer), Doris Mertens (Kassiererin), Dr. Michael Küsgens (Vorsitzender). Foto: Passage

 

 

 

Hückelhoven-Brachelen. In der Vergangenheit war bei einigen Brachelenern die Idee aufgekommen, in Brachelen einen Heimatverein zu gründen, um diverse Themen, die das Heimatdorf betreffen, auf eine nachhaltige Verantwortlichkeitsbasis zu stellen. Nun hat er sich gegründet, der Heimat- und Naturverein Brachelen. Vorsitzender ist Dr. Michael Küsgens.

 

Die Idee war entstanden, nachdem die „Alten Herren“ des SV Brachelen im Rahmen eines Neujahrsempfangs eine „Historische Wanderung“ durch Brachelen unternommen hatten. Neben den historisch interessanten Orten wie Haus Blumenthal, Haus Horrig und Haus Berg wurden Rathaus, Kirche und Kloster besichtigt. Die Organisatoren dieser Wanderung, Michael Küsgens und Dieter Wolff, erhielten hierzu von den Teilnehmern eine sehr gute Resonanz, so dass die Idee reifte, die Interessen rund um das Heimatdorf in einem „Heimat- und Naturverein“ zu bündeln.

 

Die Natur ist den Gründern dabei ebenfalls sehr wichtig, wurde bei der Gründungsversammlung deutlich. Um wieder eine Sensibilität für die Natur und ein Bewusstsein zu entwickeln, wurde im vergangenen Jahr ein „Apfelsaftfest“ gefeiert.

 

Viele fleißige Hände pflückten fleißig an verschiedenen Stellen im Ort insgesamt rund eine Tonne Äpfel verschiedener heimischer Sorten, aus denen dann etwa 600 Liter Apfelsaft gepresst wurden. Das Fest stand unter dem Motto des „Apfels in der Heimat“. Auch hierbei war die Resonanz und das Interesse aus dem Kreise der Brachelener Bevölkerung sehr groß.

 

Dies soll aber nicht der alleinige Zweck des Heimatvereins sein, wie bei der Gründungsversammlung im Haus Blumenthal betont wurde. Vielmehr soll dieser auch dazu da sein, in unterschiedlicher Weise Heimat und Natur zu pflegen und zu bewahren, indem sich Jung und Alt mit ihren Ideen und Fähigkeiten verwirklichen können.

 

Der Verein fördert künftig die Erforschung, Aufbereitung und Darstellung der Dorfgeschichte und unterstützt den Aufbau einer Sammlung von Dokumenten, Bildern, Zeitzeugnissen und Sachgegenständen, die zur Dokumentation der Dorfgeschichte geeignet sind. Der Verein setzt sich darüber hinaus für die Pflege und Sicherung des Brauchtums und des „Brökeler Platts“ ein.

 

Auch die Denkmalpflege, der Erhalt historischer Straßen- und Flurnamen, das Orts- und Landschaftsbild und der Naturschutz stehen im Fokus. Zu diesem Zweck möchte der Verein Vorträge, Ausstellungen, Führungen und Feste veranstalten – mit dem Ziel, die dörfliche Gemeinschaft zu erhalten und zu stärken, insbesondere auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen zu fördern.

 

In seiner Tätigkeit strebt der Verein „ein enges Zusammenwirken mit den anderen Vereinen des Dorfes, den Trägern kommunaler Aktivitäten und allen Interessierten einer intakten Dorfgemeinschaft an“, hieß es bei der Gründungsversammlung.

 

 

Große Spend: 30.000 Euro für 50 Vereine

 

Von: mabie Letzte Aktualisierung: 3. Mai 2016, 14:02 Uhr

 

Mehr als 50 Institutionen und Vereine empfingen nun über 30 000 Euro an Spenden von der VR-Bank Rur-Wurm in Immendorf. Foto: Bienwald

 

Geilenkirchen.

 

Mehr als 50 Vereine und Institutionen wurden nun von der VR-Bank Rur-Wurm in Immendorf mit einer Spende bedacht. Das Geld wurde von den Vorständen Ulrich Lowis, Peter Grefen und Marcel Richter vergeben. Es stammt aus den Zweckerträgen des Gewinnsparens der Bank. Monatlich kaufen Mitglieder und Kunden dabei über 10.000 Gewinnsparlose, von denen ein Teil in einen gesonderten Spendentopf wandert. „In diesem Jahr sind es über 30.000 Euro, die wir direkt in die Vielfalt Ihrer Arbeit und für das Engagement der Vereine in unserem Geschäftsgebiet einfließen lassen können“, freute sich Vorstand Lowis. Er wollte die Ausschüttung an die Vereine und Einrichtungen auch als Anerkennung der vielen ehrenamtlichen Arbeit verstanden wissen. „Das Geld verstehen wir auch als Hilfe zur Selbsthilfe für diejenigen, die sich vor Ort für Brauchtum, Kultur, Betreuung, Sicherheit und Umwelt einsetzen.“        Hier nun der Überblick über die Spendenempfänger im Einzelnen: Katholische Kirchengemeinde Horst, Heimat- und Bürgerverein Horst, FC Randerath/Porselen, Horster Karnevalsverein, Katholische Kirchengemeinde Kraudorf, FSV Kraudorf-Uetterath, Trommlercorps Immendorf, St. Petri- und Pauli-Schützenbruderschaft Immendorf, Interessengemeinschaft Dorferneuerung Immendorf, St. Hubertus-Schützengesellschaft Waurichen, Musikverein St. Josef Horst, Förderverein Bürgerhaus Horst, Caritasverband der Region Heinsberg/Haus Randerath, Verein zur Förderung des Katholischen Kindergartens Immendorf, Schützencorps Waurichen, St. Johannes-Schützenbruderschaft Prummern, Trommler- und Pfeifercorps Prummern, Kulturverein „GK Kulturgut!“ Geilenkirchen, Katholische Kirchengemeinde Randerath, Katholische Grundschule Immendorf, Freiwillige Feuerwehr Waurichen, Freiwillige Feuerwehr Prummern, Vereinigte Ortsvereine Prummern, Angelsportverein Brachelen, Blaskapelle Brachelen, Brachlegender Bootsclub, DJK Brachelen, Förderverein der Katholischen Grundschule Brachelen, Freiwillige Feuerwehr Brachelen, Junger Chor Brachelen, Karnevalsgesellschaft „Brökeler Kappehäuer“, Kindergarten Brachelen, Kindervilla Brachelen, Gemeinschaft der St. Anna-Kapelle Brachelen, St. Sebastianus-Schützen Brachelen, Kirchenchor Brachelen, Reiterverein Brachelen, „Oh! Tannenbaum“ Lindern, SV Brachelen, Trommlercorps Brachelen, Jugendtreff Brachelen, Flüchtlingshilfe der Vereinigten Ortsvereine Lindern, St. Johannes-Schützenbruderschaft Lindern, DJK Lindern, Kindergarten Lindern, Kirchenchor Lindern und das Trommlercorps Lindern.

 

 

13. April 2016 | 00.00 Uhr

 

Aus Den Vereinen

 

Langfristiges Ziel: Neubau des Sportlerheims

 

Erkelenz. Stephan Matzerath (30) ist neuer Vorsitzender des SV Brachelen. Der gesamte Vorstand wurde in der "JHV" deutlich verjüngt.

 

HÜCKELHOVEN Hinter Andreas Haas (29) vom neuen Klub FC Dynamo Erkelenz dürfte Stephan Matzerath nun der jüngste Vorsitzende der 39 Fußballvereine des Erkelenzer Lands sein: Der neue "Chef" des SV Brachelen ist gerade mal 30 Jahre alt, wurde vor kurzem in der Jahresversammlung SVB von 40 Mitgliedern ebenso einstimmig gewählt wie seine überwiegend nun auch sehr jungen Mitstreiter im Vorstand.

 

Aus selbigem mit langem Beifall verabschiedet wurde Konrad Wilms, der jahrzehntelang in vorderster Front die Geschicke des SVB maßgeblich mitgestaltet hatte. Und der bisherige Vorsitzende Hans Körfer ist nun Matzeraths Stellvertreter, neben Kassierer Reinhard Burchert damit der zweite Verbliebene aus dem bisherigen Vorstand.

 

Der Vorstand ist erheblich verjüngt worden. Wie kam es dazu?

 

MATZERATH Die meisten der bisherigen Vorstandsmitglieder gehen auf die 60 zu oder sind schon darüber - eine Verjüngung war also mal nötig. (Schmunzelt:) Zumal es ohne eine gewisse Online-Affinität heute nicht mehr geht - gerade auch nicht bei einem Fußballverein.

 

Wie hat sich Ihr Team gefunden?

 

Matzerath Das hatte sich lose schon vor etwas längerer Zeit formiert - für einzelne Veranstaltungen wie die Saisoneröffnung, die Dorfmeisterschaft und nun auch das Winterturnier. Wir alle sind sehr motiviert, nun auch offiziell als Vorstand zu arbeiten. Wir wollen gestalten und etwas aufbauen.

 

Wie haben Sie sich aufgestellt?

 

MATZERATH In unserer ersten Vorstandssitzung haben wir die genauen Aufgabenbereiche auf die einzelnen Mitglieder aufgeteilt. Das gilt auch für unsere Beisitzer. Die sitzen in den Vorstandssitzungen nicht nur ein bisschen bei und dürfen ab zu mal den Arm für eine Abstimmung heben, sondern haben ebenfalls eigene Aufgabenfelder.

 

Welche Bereiche wollen Sie als Vorsitzender denn selbst beackern?

 

MATZERATH Ich übernehme die Außendarstellung des Vereins, bin zusammen mit Geschäftsführer Benjamin Boyle für den Kontakt zu Fußballkreis, Fußballverband und Stadt zuständig. Dazu werde ich mich um die Mitglieder- und Bandenwerbung kümmern - bei beiden haben wir noch reichlich Luft nach oben. Dazu werde ich für den Verein anfallende Verträge vorbereiten und abschließen - ich bin ja Jurist, da liegt das doch auch nahe.

 

Welche Ziele verfolgen Sie und Ihre Vorstandskollegen?

 

MATZERATH Ganz wichtig ist uns, wieder eine A- und B-Jugend zu bekommen - die haben wir nämlich zurzeit leider nicht. Diese Jahrgänge müssen wir unbedingt wieder besetzt bekommen. Dank unseres Kunstrasens gelingt es uns vielleicht auch leichter, neue Kinder und Jugendliche für den Verein zu gewinnen. Und bei den Senioren wünschen wir uns sehr, dass in dieser Saison sowohl die Erste als auch die Zweite Mannschaft die Klasse hält. Nach einer sehr schlechten Hinrunde unserer Ersten Mannschaft in der Kreisliga A - mit dem klaren Tiefpunkt des 1:5 in Übach-Palenberg -sieht es mittlerweile ja schon erheblich besser aus. Und von Trainer Jörg Beyel sind wir nach wie vor überzeugt - daher haben wir mit ihm auch schon verlängert.

 

Verfolgen Sie neben der verstärkten Mitglieder- und Bandenwerbung auch weitere außersportliche Ziele?

 

MATZERATH Ja. Aktuell steht die Renovierung und Sanierung unseres in die Jahre gekommenen Sportlerheims an - und langfristig werden wir uns auch Gedanken über einen Neubau machen.

 

MARIO EMONDS FÜHRTE DAS GESPRÄCH

 

Quelle: RP

 

SV Brachelen: Stephan Matzerath neuer Vereinschef

letzte Aktualisierung: 30. März 2016, 13:23 Uhr

Hückelhoven-Brachelen.
Mit einer neuen Vorstandsmannschaft geht der SV Brachelen in die nächsten beiden Jahre. Die 40 Mitglieder, die zur Jahreshauptversammlung ins Vereinslokal Zum Postmeister gekommen waren, wählten einstimmig Stephan Matzerath zum neuen ersten Vorsitzenden. Der bisherige Vereinschef Hans Körfer ist zweiter Vorsitzender.
Neuer erster Geschäftsführer ist Benjamin Boyle, Kassierer bleibt Reinhard Burchert. Zweiter Geschäftsführer ist Ramon Quakatz, Holger Wittkamp zweiter Kassierer. Beisitzer sind Manuel Corsten, Chris Reimer und Frederik Mülfarth. Von der Versammlung bestätigt wurde Jugendleiter Frank Redwand.

Verabschiedet wurde der zweite Vorsitzende Konrad Wilms, der nach jahrzehntelanger ehrenamtlicher Tätigkeit nicht mehr kandidierte, dem Verein aber in beratender Funktion zur Seite stehen wird. Der Vorstand dankte ihm mit einem Präsent; die Mitglieder spendeten minutenlangen Applaus. Konrad Wilms beleuchtete die aktuelle sportliche Situation. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass sich beide Seniorenmannschaften den Klassenerhalt sichern können. Das Klima zwischen beiden Mannschaften wird als sehr positiv beschrieben. Unter anderem liege es auch daran, dass zwischen beiden Trainern ein reger Austausch stattfinde.

Seitdem der Verein einen Kunstrasenplatz hat – er wurde nach viermonatiger Bauphase im August 2014 eingeweiht –, registriert der Verein wegen der guten Trainingsbedingungen einen Zulauf, insbesondere in der Jugendabteilung. Die Abteilung wurde inzwischen sogar mit dem Jugendförderungspreis ausgezeichnet. Um den Trainings- und Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können, benötigt die Jugendabteilung allerdings weiterhin Trainer und Betreuer.
Bei den Alten Herren sei das Durchschnittsalter der Spieler zu hoch, so Abteilungsleiter Gerd Commerscheidt. Er appellierte an die jüngere Generation, die nicht mehr aktiv am Spielbetrieb teilnimmt, sich den Alten Herren anzuschließen.

Der erste Kassierer Reinhard Burchert zog ein positives Fazit, denn der Verein schreibt „schwarze“ Zahlen.

Konrad Wilms stellte schließlich die neue Vereinssatzung vor. Die „alte“ stammte aus dem Jahr 1986. Im Vorfeld der Versammlung wurde der Entwurf auf der Homepage des SV Brachelen veröffentlicht. Nach einigen erläuternden Anmerkungen wurde die Satzung einstimmig beschlossen.

Der Jahresbeitrag steigt ab 2017 von 47 auf 60 Euro für Vollzahler und von 23,50 auf 30 Euro für Teilzahler. Das beschloss die Versammlung bei einer Enthaltung.

Bedenken gegen den Bau eines Mehrfamilienhauses für Flüchtlinge

Von: Ingo Kalauz Letzte Aktualisierung: 6. April 2016, 14:57 Uhr

Beschlossene Sache: Der Neubau eines Mehrfamilienhauses an der Hauptstraße/Ecke Buttergasse in Brachelen fand die breite Zustimmung des Bauausschusses. Grafik: Architekturbüro W. Emondts

Hückelhoven.
Erneut gibt es „Gesprächs- und Erklärungsbedarf“. So jedenfalls formulierte es der CDU-Fraktionsvorsitzende Heinz-Josef Kreutzer, als er in der Sitzung des Bauausschusses darum bat, den Punkt „Errichtung eines Elf-Familienhauses zur Unterbringung von Asylanten auf dem ehemaligen Zechenparkplatz an der Myhler Straße“ von der Tagesordnung abzusetzen.

Und dem Ausschuss zum Beschlussvorschlag noch einmal auf den Tisch zu legen, wenn die offenbar vorhandenen Bedenken gegen einen solchen Bau aus dem Weg geräumt sind.

„Mir ist wichtig, die Bevölkerung bei einem solchen Projekt mitzunehmen“, betonte Kreutzer. Gleichzeitig aber kritisierte er die offenbar schriftlich bereits vorliegenden Bedenken von Ratheimer Bürgern: „Ich muss deutlich sagen, dass zwei Passagen darin unter die Gürtellinie gehen.“ So wird in dem Schreiben, das den Sitzungsunterlagen nicht beigefügt war, offenbar unterstellt, die Schaffung von Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Gelände des ehemaligen Zechenparkplatzes diene als Mittel, „eine Wertsteigerung des Grundstückes“, so Kreutzer, zu erreichen. Unterstellt wird offenbar auch, dass dies durchaus im Interesse einiger Ratheimer Stadtverordneter liege. „Ist es verboten, geschäftstüchtig zu sein?“, fragte Kreutzer rhetorisch. Und weiter sagte er: „Der Bau eines Flüchtlingsheimes ist weder moralisch verwerfbar noch ist er strafbar.“

Dennoch: Seine, also die CDU-Fraktion, werde „heute darüber keinen Beschluss fassen, sondern das Gespräch mit der Verwaltung und der Bevölkerung suchen“.

SPD-Fraktionschef Jörg Leseberg zeigte sich verwundert darüber, dass man dieses Projekt überhaupt als Beschlussvorschlag auf dem Tisch liegen habe: „Bei solchen Bauten ist doch immer mit Protest zu rechnen. Da hätte man doch vorher mit den Betroffenen drüber reden können.“

Bürgermeister Bernd Jansen sah sich genötigt, Grundsätzliches zu klären: „Wir könnten heute über die Köpfe der Menschen hinweg einen Beschluss fassen. Aber wir suchen das Gespräch mit den Betroffenen.“ Die Frage sei, „wie weit man den Kreis ziehen“ solle. „Da kommen dann zwei, drei Krakeeler aus der rechten Ecke wie in den Nachbarstädten“, sagte Jansen, „und instrumentalisieren die Diskussion, um grundsätzlich über die Flüchtlingsproblematik zu reden.“ Man strebe, betonte der Bürgermeister, „Akzeptanz an“; man gehe, wie mit der Politik abgesprochen, mit solchen Projekten an die Ortsränder.

Jansens Fazit: „Der Sachlichkeit wegen suchen wir auch bei diesem Projekt auf dem Parkplatz des ehemaligen Zechengeländes das Gespräch mit den Bürgern.“ Nach diesem Gespräch werde man das Projekt dem Ausschuss erneut zur Beschlussvorlage an den Rat vorlegen.

Auf breite Zustimmung im Ausschuss stieß dagegen das Vorhaben, in Brachelen an der Hauptstraße/Ecke Buttergasse ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohneinheiten zu errichten. Seit Jahren schon habe es dort immer wieder Ärger mit dem brachliegenden Grundstück gegeben. Die hat nun ein Investor aus Brachelen gekauft, die Gebäuderuinen auf dem Grundstück sollen kurzfristig abgerissen und der Neubau realisiert werden. Damit sind offenbar alle Beteiligten einverstanden. Ausschussvorsitzender Norbert Fister ließ sich gar zu der Bemerkung hinreißen, der Neubau sei „architektonisch für Brachelen beachtlich“.

Auch der Bau eines Mehrfamilienhauses mit 24 Seniorenwohnungen an der Fichtenstraße in Hilfarth fand die einstimmige Zustimmung der Ausschussmitglieder, nachdem der Beigeordnete Dr. Achim Ortmanns versichert hatte, dass man „auch mit allen Hilfarther Vereinen gesprochen hat“ und sich keine Einwände ergeben hätten.

Das dreigeschossige Projekt werde in der zweiten Jahreshälfte in Angriff genommen.

St. Gereon: Geld für Forschung über die Zukunft der Pflege

Von: koe Letzte Aktualisierung: 4. März 2016, 15:39 Uhr

Förderung in Brachelen zugesagt: Das Forschungsprojekt „Pflege Prävention 4.0“ läuft bis zum Jahr 2019. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Brachelen.
Hoher Besuch im Alten- und Pflegeheim St. Gereon: Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), MdB Thomas Rachel, stattete zusammen mit Georg Hammann von der Johanniter Seniorenträger GmbH und Dr. Ing. Paul Fuchs-Frohnhofen vom Deutschen Institut für Angewandte Pflegeforschung einen Besuch ab.

Auch Landtagsabgeordneter Dr. Gerd Hachen und Bundestagsabgeordneter Wilfried Oellers wohnten dem Treffen im St.-Gereon-Alten- und Pflegeheim bei. Anlass des Besuches war die Überreichung der Förderzusage für das Forschungsprojekt „Pflege Prävention 4.0“, bei dem auch die Alten- und Pflegeeinrichtung aus Brachelen eingebunden ist. Das BMBF unterstützt das Vorhaben mit gut einer Million Euro.

Rachel betonte: „Wir werden in Deutschland zukünftig noch deutlich mehr Fachkräfte in der Pflegebranche brauchen als bisher.“ Die Attraktivität der Pflegeberufe zu steigern und gleichzeitig Konzepte zu entwickeln, wie Menschen in Pflegeberufen selber gesund bis zur Rente arbeiten können, sei von hoher gesellschaftlicher Relevanz. „Hier setzt das Vorhaben ,Pflege Prävention 4.0‘ an. Wegweisende Konzepte für die Gesundheitsprävention und Arbeitsgestaltung in der Pflege sollen erarbeitet werden“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär.

Auch Bernd Bogert als Geschäftsführer der St.-Gereon-Seniorendienste und Georg Hammann von den Johanniter-Seniorenhäusern im Raum Köln machten in Brachelen deutlich, dass sie große Hoffnungen mit dem neuen Forschungsprojekt verbinden. Beide betonen, in den vergangenen Jahren Dienstleistungsangebote systematisch ausgebaut zu haben. Man werde das Projekt nutzen, um passende Tätigkeitsangebote für die jeweilige Lebenssituation der Mitarbeiter weiterentwickeln zu können.

„Wir wollen umsetzungsorientierte Forschung gemeinsam mit der Branche, mit den Einrichtungen und den Beschäftigten voranbringen“, betonte Dr. Paul Fuchs-Frohnhofen als Gesamt-Projektkoordinator.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Forschungsprogramms „Zukunft der Arbeit“ von 2016 bis 2019 mit dem Ziel gefördert, neue Ansätze der „Prävention“ in Unternehmen und Betrieben zu entwickeln und diese zur Verbesserung der Arbeitssituation des Pflegepersonals sowie als Schlüssel zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen und zu verbreiten.

Der Weltmeistervogel: Züchter Schüngeler holt den Titel

Von: Sonja Essers Letzte Aktualisierung: 29. Februar 2016, 17:31 Uhr


Stolzer Züchter mit preisgekröntem Vogel: Werner Schüngeler hat mit seiner weißen Hauben-Kanarie bei der Weltmeisterschaft in Porto den ersten Platz belegt. Foto: Sonja Essers
Hückelhoven-Brachelen/Hilfarth.
Alles begann Ende der 1980er Jahre mit einem männlichen, weißen Kanarienvogel. In seinem Käfig im Wohnzimmer von Werner Schüngeler fühlte sich das Tier, das keinen Namen besaß, pudelwohl. Dass dieses Exemplar sich durch ein besonders schönes Gefieder und seine Gestalt von anderen Tieren seiner Gattung abhob, war Schüngeler zunächst nicht klar.
Stimme wird züchterisch verändert .
Der Kanarienvogel heißt in der Fachsprache Serinus canaria forma domestica und stammt ursprünglich vom Kanarengirlitz (Serinus canaria) ab.
Entdeckt wurde dieser auf den Kanarischen Inseln, den Azoren und auf der Insel Madeira im 15. Jahrhundert von den Europäern.
Heute gibt es zahlreiche Kanarienvogelrassen und -farbschläge, die sich in ihrem Gesang (Gesangskanarien), in ihrer Gestalt und Gefiedertextur (Positurkanarien) oder in ihrer Farbe (Farbenkanarien) unterscheiden.
Gesangskanarien sind die einzigen Haustiere, bei denen die Stimme und die Lautäußerungen züchterisch verändert wurden. Die Gesangskanarienrasse Harzer Roller gelangte in dieser Hinsicht sogar zu Weltruhm.

„Ein Bekannter hat mich damals darauf aufmerksam gemacht und meinte, dass ich mir doch noch ein Weibchen zulegen sollte“, sagt der 72-Jährige. Gesagt, getan: Die beiden Tiere verstanden sich auf Anhieb gut und bereits nach wenigen Monaten waren die ersten drei Jungen geschlüpft. „Das war für mich ein Aha-Erlebnis“, sagt er. Wie erfolgreich Werner Schüngeler einmal als Vogelzüchter sein würde, ahnte er bei seinem Debüt vor fast 30 Jahren noch nicht. Seit wenigen Wochen darf sich der Vogelliebhaber, der mittlerweile zwischen 80 und 100 Tiere sein Eigen nennt, sogar Weltmeister nennen.

Sauberes Wasser, genügend Futter

Wer Werner Schüngeler besucht, merkt schnell, wie viel Vogelfachwissen der Rentner besitzt. In diesen Tagen steckt er mitten in der Zuchtsaison. Was das für ihn bedeutet? Mehrere Stunden am Tag verbringt er damit, seine Lieblinge zu füttern und zu beobachten. Ist das Wasser sauber? Reicht das Futter? Werden die Jungen von ihrer Mutter ausreichend versorgt? Diese Fragen bestimmen momentan Schüngelers Alltag.
„Man muss jeden Tag für seine Vögel da sein“, sagt Schüngeler, dem schon zu Beginn seines Züchterdaseins klar war, wie viel Arbeit das bedeuten kann. Drei Jahre lang habe er überlegt, ob er sich vergrößern und im Garten einen großen Käfig, eine Voliere, bauen soll. „Vogelzüchter leiden unter einer ganz besonderen Krankheit. Sie bekommen den Hals nicht voll“, sagt Schüngeler und lacht.
Während er seinen ersten Wurf versorgte, holte er sich bei einem Hückelhovener Vogelzuchtverein Tipps von anderen Züchtern. Vor 18 Jahren wechselte Schüngeler dann in den Vogelverein Gut Hohl Hilfarth 1952. „Der Hückelhovener Verein war eher ein Sittich-Verein, aber ich wollte etwas über Kanarien wissen“, sagt Schüngeler. Doch auch zu seinem ehemaligen Verein bestehe noch ein guter Kontakt. „Ich besuche dort auch noch regelmäßig die Ausstellungen“, sagt er.
Konkurrenz spiele in der Vogelzucht keine große Rolle. „Alle Züchter helfen sich untereinander. Einen Konkurrenzgedanken gibt es nicht, bei uns heißt das Motto: Der Bessere gewinnt“, sagt Schüngeler. Eine andere Option gebe es in der Vogelzucht nicht, schließlich sei der Nachwuchs rar gesät. „Bei uns ist es wie in allen anderen Vereinen auch, mit dem Unterschied, dass 60-Jährige bei uns schon zum Nachwuchs zählen“, sagt Schüngeler.

 

Kreis Heinsberg

 

Bahn investiert in sechs Bahnhöfe

 

Ein Sprecher der Deutschen Bahn kündigt für unter anderem sechs Bahnhöfe im Kreis Heinsberg an: "Wir wollen eine bessere Aufenthaltsqualität schaffen, einen besseren Schutz vor Regen und Wind. Und vor allem sollen alle Stationen barrierefrei gestaltet werden." FOTO: Jürgen Laaser

 

Der Bahnhof Baal ist ein Paradebeispiel für fehlende Barrierefreiheit und Trostlosigkeit. Das will die Deutsche Bahn ändern. In den nächsten zwei Jahren sollen an Rhein und Ruhr rund 155 Millionen Euro in 71 Stationen investiert werden. Im Kreis Heinsberg sollen davon sechs Bahnhöfe profitieren, bestätigte einer Sprecher der Bahn unserer Redaktion.

Der sogenannte Rhein-Ruhr-Express (RRX) soll in Nordrhein-Westfalen die derzeit noch verkehrenden Regionalexpresszüge (RE) ersetzen. Für den RRX-Betrieb ist jedoch eine Bahnsteiglänge von mindesten 210 Metern nötig, wo momentan noch 170 Meter reichen. Deshalb müssen die Bahnstationen, die angesteuert werden, umgebaut werden. Und so kommt es, dass in Erkelenz, Baal, Brachelen, Lindern, Geilenkirchen sowie Übach-Palenberg investiert werden muss, weil die Bahnstationen an einem sogenannten Außenast des RRX liegen werden. Tätig werden will die Deutsche Bahn allerdings über diese Notwendigkeit hinaus, erklärte ein Bahnsprecher: "Wir wollen eine bessere Aufenthaltsqualität schaffen, einen besseren Schutz vor Regen und Wind. Und vor allem sollen alle Stationen barrierefrei gestaltet werden." Ziel sei es, dass die Umbaumaßnahmen bis Ende des Jahres 2018 umgesetzt sind, auf jeden Fall sollen bis dahin aber die Bahnsteige verlängert sein. Details, wie zum Beispiel der Bahnhof in Hückelhoven-Baal barrierefrei gestaltet werden solle, könne er noch nicht nennen, sagte der Bahnsprecher. Dafür sei es zu früh: "Spätestens Anfang 2017 werden die Detailplanungen begonnen."

 

Für die aktuelle "Modernisierungsoffensive 3" wollen das Land NRW, Bahn und Verkehrsverbände insgesamt 35 Bahnhöfe modernisieren und 71 Stationen für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) umbauen. Davon nicht betroffen sind die Bahnhöfe in Arsbeck, Dalheim und Wegberg. Jedoch teilte der Bahnsprecher mit, dass unmittelbar nach dem Ende der Frostperiode dort Instandsetzungsarbeiten beginnen. Und für den Erkelenzer Bahnhof, von dem immer wieder zu hören ist, dass es Probleme mit den Aufzügen gibt, hatte er ebenfalls gute Nachrichten, wenn auch noch kein Zeitpunkt für die Umsetzung feststeht: "Alle Aufzüge der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen werden mit automatischen Ausfallmeldern ausgestattet werden. Davon erhoffen wir uns, dass sie schneller wieder instandgesetzt werden können und damit schneller wieder zur Verfügung stehen." Das Grundproblem für solche Schäden, kann die Deutsche Bahn indes nicht lösen: Oft seien die Ausfälle der Aufzüge durch Vandalismus bedingt.

Quelle: RP

 

 

18. Februar 2016 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Atempause bei Flüchtlingszuweisung

 

 

 

 

 

Zwei Nurdach-Häuser auf dem Jugendzeltplatz boten eine winterfeste Bleibe. Jetzt ziehen die rund 30 Flüchtlinge wieder aus. FOTO: JÜRGEN LAASER (ARCHIV)

 

Zwei Nurdach-Häuser auf dem Jugendzeltplatz boten eine winterfeste Bleibe. Jetzt ziehen die rund 30 Flüchtlinge wieder aus. FOTO: JÜRGEN LAASER (ARCHIV)

 

 

 

Hückelhoven. 788 Flüchtlinge in Hückelhoven. Ein Konzept für neu zu bauende Häuser legt die Verwaltung dem Sozialausschuss vor. Von Gabi Laue

 

Die Zuweisung von 645 neuen Flüchtlingen im Jahr 2015 bedeutete für die Stadt Hückelhoven eine große Herausforderung, die aber bislang gut gemeistert werden konnte. Während sich im vergangenen Herbst die Lage noch täglich änderte - jeder 416. Flüchtling in NRW kam nach Hückelhoven - hat sie sich jetzt deutlich entspannt. Im neuen Jahr wurden der Stadt erst 25 Flüchtlinge zugewiesen, die letzten im Januar. Für den von der Stadt geplanten Bau neuer Flüchtlingsunterkünfte will die Verwaltung bis Ende Februar ein Konzept ausarbeiten, das dem Sozialausschuss in seiner Sitzung am 7. März präsentiert und bei Bedarf auch mit Bürgern diskutiert werden soll.

 

Im Oktober hatte die Stadt Hückelhoven bereits 35 Wohnungen aus privater Hand zur Unterbringung der Flüchtlinge angemietet. Im Sommer hatten Flüchtlinge das umgebaute Herrenhaus von Gut Kaphof zwischen Hilfarth und Ratheim bezogen. Die turbulente Zeit der sich förmlich überschlagenden Zuweisungen durch die Bezirksregierung erforderte kreative Lösungen. So wurden das Haus der Begegnung Ratheim und die Kosmas-Sauna am Schacht hergerichtet, Anfang Dezember nutzte die Stadt im alten "Super 2000"-Komplex Räume des früheren Fitnessstudios, um Neue unterzubringen, an der Baaler Ottostraße ließ sie eine Halle des ehemaligen Kostümverleihs umbauen. Diese neue städtische Unterkunft werden die Sozialausschussmitglieder voraussichtlich vor der nächsten Sitzung besichtigen.

 

Die Aufnahme neuer Asylbewerber hatte sich im Vorjahr rasant entwickelt. Im Jahr 2014 waren insgesamt 89 Menschen neu nach Hückelhoven zugewiesen worden. Stadtsprecher Holger Loogen nannte auf Anfrage aktuelle Zahlen: Am 1. Januar 2015 verzeichnete die Stadt noch 134 Flüchtlinge, am 31. Dezember waren es 763 Zuflucht Suchende und Stand Dienstag 788. Von Beginn an hatte die Stadt konsequent das Ziel verfolgt, Asylbewerber auf die Stadtteile zu verteilen und keine zentralen Unterkünfte zu schaffen. Wie Holger Loogen weiter berichtet, sind Familien in 25 städtischen und 70 angemieteten Wohnungen - von denen sind noch nicht alle belegt - untergebracht. Geschätzt 300 Einzelpersonen leben in größeren Unterkünften wie Millich, Kaphof, Baal oder HdB.

 

Dass in den letzten Wochen keine Neuankömmlinge zugewiesen wurden, verschafft der Stadt eine Atempause. "So haben wir Luft geholt und neue Unterkünfte eingerichtet", so Loogen. Provisorien können jetzt aufgelöst werden. So will die Stadt die beiden mit 30 jungen Männern belegten Häuser auf dem Jugendzeltplatz "Ruraue" des Kreises in Brachelen wieder freiziehen, auch die Räume im ehemaligen Fitnessstudio waren nur zur vorübergehenden Nutzung gedacht.

 

Mitte November hatte der Rat dem Bau von Mehrfamilienhäusern in Baal, Brachelen und Doveren zugestimmt. Der von einem Investor geplante Bau von Wohnungen an der Hilfarther Korbmacherstraße war im Januar verworfen worden - Anwohner hatten vor den Türen des Ratssaales heftig protestiert. Klar ist aber, dass Wohnungen für Flüchtlinge gebaut werden müssen. Ein Konzept dazu will die Verwaltung in Kürze präsentieren.

 

Quelle: RP

 

Ehrungen bei der Feuerwehr Brachelen

 

Auch die Wehrleute der Löschgruppe Brachelen trafen sich nun zu ihrer Versammlung und blickten auf das abgelaufene Einsatzjahr zurück. Die Versammlung ist stets ein guter Anlass, um Kameraden zu befördern und zu ehren. Stellvertretender Wehrleiter Frank Bocken und stellvertretender Kreisbrandmeister Claus Vaehsen ehrten Hans Barten, der seit 50 Jahren der Wehr angehört.

Dirk Pütz erhielt die Ehrennadel in Silber des Feuerwehrkreisverbandes Heinsberg. Michael Classen wurde mit der Ehrennadel in Bronze der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Hückelhoven ausgezeichnet. Unterdessen wurde Guido Schiffer im Rahmen der Jahresversammlung der Brachelener Löschgruppe zum Brandinspektor befördert. Alle Wehrleute erhielten Urkunden.

Brachelener Blasmusiker präsentieren Hits für Jung und Alt
17. März 2016, 10:45 Uhr

Die Blaskapelle Brachelen spielte in Hilfarth zu „Blasmusik und Brotzeit“ auf. Foto: Koenigs
Hückelhoven-Hilfarth.
„Blasmusik und Brotzeit“ war der Titel des Konzerts der Blaskapelle Brachelen im Saal Sodekamp/Dohmen in Hilfarth. Für die Musik sorgten die Brachelener Blasmusiker, die wieder ihrem Anspruch gerecht wurden, Musik für Jung und Alt zu präsentieren.  
Tobias Deckers freute sich bei der Begrüßung darüber, dass der Veranstaltungssaal voll besetzt war. Für die Brotzeit sorgte das Team vom Haus Sodekamp/Dohmen. Derweil zogen die Aktiven der Brachelener Blaskapelle alle Register ihres Könnens. Alles begann mit dem Coburger Marsch, einem Traditionsmarsch von Joseph Haydn. Es folgte die Sensationspolka „Böhmische Liebe“ von Mathias Rauch.

Auch an Pop-Balladen wie „Only You“ von Vince Clarke wagte sich das Blasorchester heran. Eindrucksvoll auch die Darbietung des Welthits „Pata Pata“ von Miriam Makeba oder die Rock-Ballade des kanadischen Sängers Brian Adams.

Kurz vor der Pause hieß es dann „Santiano in Concert“ und „Rock mi“, ein VoXXclub-Klassiker. Nach der Pause ging es weiter mit Oberkrainer Polkas, Konzertmärschen und „Helene Fischer in Concert“. Auch der internationale Hit „It‘s raining Men“, „Pfeffer und Salz“ von Frank Pleyer und der „Colonel Bogey Marsch“ aus der „Brücke am Kwai“ wurden bejubelt.

Es war eine schmissige Blasmusik, die geboten wurde, und die Besucher bereuten ihr Kommen nicht.

Auftragsvergabe für Neunfamilienhäuser in Doveren und Brachelen

Von: kalauz Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2016, 11:40 Uhr



Hückelhoven.
Schon im kommenden Monat sollen die Aufträge für die schlüsselfertigen Bauwerke vergeben werden: In Doveren am Junkerberg/Dionysiusstraße und in Brachelen an der verlängerten Ritzerfeldstraße kann dann zügig nach dem Ende der Frostperiode mit dem Bau von jeweils einem Neunfamilienhaus begonnen werden.

 

 

12. Dezember 2015 | 00.00 Uhr

 

Hückelhoven

 

Flüchtlingshäuser in Brachelen und Hilfarth

 

Hückelhoven. In Doveren und Brachelen werden 2016 die ersten Neunfamilienhäuser für Flüchtlinge gebaut. Der Fachausschuss gab grünes Licht. Von Gabi Laue

 

Die Stadt Hückelhoven ist in ihren Bemühungen, Mehrfamilienhäuser zur Flüchtlingsunterbringung zu bauen oder durch Investoren bauen zu lassen, ein Stück vorangekommen. Der Haupt- und Finanzausschuss empfahl dem Rat zwei Standorte, auf denen je ein Neunfamilienhaus gebaut werden soll. Für drei weitere Standorte haben Privatinvestoren ihr Interesse bekundet, dort Häuser zu errichten.

 

Der Sozialausschuss hatte sich schon Ende Oktober intensiv mit der Unterbringung von Asylbewerbern beschäftigt. Er hatte dem Rat der Stadt einstimmig vorgeschlagen, in den Stadtteilen Baal, Brachelen, Doveren, Hilfarth und Ratheim Unterkünfte zu bauen. Für den Standort Doveren, Junkerberg/Dionysiusstraße, war die Entscheidung bereits in der November-Ratssitzung einstimmig gefallen.

 

Nach Sondierungsgesprächen über weitere Baumöglichkeiten schlug die Verwaltung nun zwei Grundstücke in Brachelen, verlängerte Ritzerfeldstraße, und in Hilfarth, Erlenweg, vor. Beide liegen am Ortsrand, und hier sollen Neunfamilienhäuser entstehen. Zwei Mehrfamilienhäuser sollen bereits im Haushaltsjahr 2016 gebaut werden, zuerst in Doveren und Brachelen. Die Stadt hat mit dem Jülicher Architekturbüro Windt vereinbart, die Funktionsausschreibung für zwei schlüsselfertige Häuser vorzubereiten. Dem Ausschuss wurden erste Entwürfe präsentiert, die zweigeschossige Bauten zeigen. Die sehen im Erdgeschoss vier Wohnungen zwischen 47 und 60 Quadratmetern, jeweils mit Terrasse, und im Obergeschoss fünf Wohnungen (42,5 bis knapp 60 Quadratmeter groß, mit Balkon) vor. Ebenerdig gibt es auch einen Raum, in dem Fahrräder und Kinderwagen abgestellt werden können. Der Haushalt für das kommende Jahr sieht für den Bau von zwei Häusern in städtischer Regie 2,2 Millionen Euro vor.

 

Außerdem teilte die Verwaltung in der Ausschusssitzung mit, dass mit zahlreichen Privatinvestoren Gespräche geführt wurden. Nach aktuellem Stand sei davon auszugehen, dass in Hilfarth, Neubaugebiet Korbmacherstraße, in Ratheim/Altmyhl (Myhler Straße) und in Hückelhoven am Haldenweg Wohnungen für Flüchtlinge von privaten Bauherren gebaut werden. Sobald die jeweiligen Bauanträge für diese Vorhaben im Rathaus vorliegen, wird der zuständige Bauausschuss darüber informiert.

 

"Wir wollen nun zügig die Vergabe auf den Weg bringen, damit so schnell wie möglich gebaut werden kann", sagte Bürgermeister Bernd Jansen in der Ausschusssitzung. Die Vergabe zum Bau der schlüsselfertigen Häuser soll spätestens im Februar 2016 erfolgen. Die Unterbringungsfrage drängt. Denn bis zum Jahresende, so hatte die Verwaltung Mitte November geschätzt, müssen weitere 150 Flüchtlinge zusätzlich aufgenommen werden. Neben dem Wohnungsbau rüstet die Stadt auch eine Gewerbehalle in Baal um.

 

 


30 Jahre Junger Chor Brachelen

 

 

30 na und !

Jubiläumskonzert am 25.10.2015 16:30 in der Pfarrkirche.

 








        Von: Laura Emmerling Letzte Aktualisierung: 28. Oktober 2015, 16:26 Uhr
Unter dem Motto „30 – na und!“ präsentiert der „Junge Chor“ aus Brachelen das Jubiläumskonzert zu seinem 30-jährigen Bestehen. Foto: Laura Emmerling
Hückelhoven-Brachelen.
Als der „Kanon der Stummen“ in der Pfarrkirche in Brachelen ertönt, wird es plötzlich sehr laut im Kirchenbau. Das ganze Publikum wird von dem „Jungen Chor“ mitgerissen und singt mit. Ob jung oder alt, ist dabei egal. Fest steht: Spaß haben in diesem Moment alle. Unter dem Motto „Wo Jahr und Tag nicht zählt“ feierte der „Junge Chor“ aus Brachelen am vergangenen Sonntag sein 30-jähriges Bestehen. 
Ganz so jung ist so manches Chormitglied sicher nicht mehr, die ältesten sind über 60, aber das nehmen die Sängerinnen und Sänger mit Humor. Über eine Namensänderung wurde deshalb nur scherzhaft nachgedacht. „Singen mit Vielfalt, oder besser Singen mit vielen Falten“, scherzt Moderatorin Rita Plum, die mit viel Humor und Charme durch den Abend führt. Sie ist wie viele andere von Anfang an beim Chor dabei.
Zu diesem besonderen Auftritt präsentieren die Brachelener ihr breitgefächertes Repertoire. Begleitet werden die Sängerinnen und Sänger von Sabrina Kobusch auf der Klarinette, Sabine Backes auf der Querflöte und Gottfried Houben am Keyboard. Die Pfarrkirche ist bis auf den letzten Platz besetzt, und der Chor wird immer wieder mit Zwischenapplaus belohnt.
Im ersten Block werden neue geistliche Lieder zum Besten gegeben. Danach folgt eine Auswahl an Lobpreis- und Segensliedern auf Englisch. Anschließend beeindrucken Sabrina Kobusch und Gottfried Houben das Publikum mit einem „Menuetto und Trio“ von Mozart. Darauf folgt der „Kanon der Stummen“ von Thomas Laubach, mit dem der Chor gemeinsam mit dem Publikum ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzt.

„Wir sind in diesen Zeiten gefordert, den Stummen und anderssprachigen eine Stimme und eine neue Lebensperspektive zu geben“, sagt Heinz Brand. Das Publikum applaudiert. Im Anschluss geht es mit Gospel und Spirituals weiter, bei dem ruhigere Lieder wie „Let me fly“ von H.C. Jochimsen und „Shout Halleluja to the risen lamb“ von Victor C. Johnson sich abwechseln.

Ein Höhepunkt des Abends ist das Stück „I’ll be there“ von den Jackson Five, das die beiden Sopranistinnen Sandra Köber und Sandra Zitzen im Solo vortragen. Zum Schluss ist noch einmal der ganze Chor gefordert. Bei dem Lied „Music“ von John Miles zeigen die Sängerinnen und Sänger ihr ganzes Können.

Chorleiter Heinz Brand ist sichtlich zufrieden. Und Moderatorin Rita Plum verspricht: „Wir singen weiter!“

Beim Jubiläumskonzert ein buntes Programm geboten - Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/heinsberg/beim-jubilaeumskonzert-ein-buntes-programm-geboten-1.1212018#plx2001120788

14. Juli 2015 | 00.00 Uhr

Brachelen

VR-Bank Rur-Wurm unterstützt Vereine und Kinder

Hückelhoven. 25 000 Euro an 23 Vereine, Schulen und Kindergärten aus der Region spendete die VR-Bank Rur-Wurm in Brachelen. Vorstand Marcel Richter begrüßte dazu kürzlich zahlreiche Gäste in der Filiale in Brachelen.
 
Zuwendungen erhielten: Kindergarten Horst, Caritasverband für die Region Heinsberg, Kindergarten Randerath, Jugendtreff Randerath, Trommler- und Pfeiferkorps Randerath, FSV Kraudorf-Uetterath, Musikverein Uetterath, FC Rhenania Immendorf, Verein der Freunde und Förderer der KGS Immendorf, KG "Lott se loope" Immenwauweiler, die St. Petri- und Pauli-Schützenbruderschaft Immendorf, Verein zur Förderung des Kath. Kindergartens St. Peter, Ortsring Randerath, Trommler- und Pfeiferverein Lindern 1914, Förderverein der Kath. Grundschule Brachelen, Freiwillige Feuerwehr Kraudorf-Nirm, Trommler- und Pfeiferkorps 1912 Brachelen, Brachelener Bootsclub, Kirchenchor St. Gereon Brachelen, Kath. Kindergarten Brachelen, Jugendtreff Brachelen, Junger Chor Brachelen, Freiwillige Feuerwehr Brachelen, Gemeinschaft der St.-Anna-Kapelle Brachelen, St.-Hubertus-Schützengesellschaft Waurichen, Musikverein Prummern, St.-Johannes-Schützenbruderschaft Prummern, Angelgemeinschaft Heinsberg-Randerath, FC Randerath/Porselen, KG Grasbürger Randerath-Himmerich, Heimat- und Bürgerverein Horst, Musikverein St. Josef, Horst, St. Antonius-Schützenbruderschaft Kraudorf, Angelsportverein Brachelen 1929,

Blaskapelle Brachelen, DJK Brachelen, Gebetsgemeinschaft an der Maria-Hilf-Kapelle Brachelen, Karnevalsgesellschaft "Brökeler Kappehäuer", Reiterverein St. Gereon Brachelen, SV Brachelen, St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Brachelen, Kindergarten St. Johann Baptist Lindern, Kirchenchor St. Helena Lindern, St.-Johannes-Schützenbruderschaft Lindern 1925, Kindervilla Brachelen und DJK Lindern-Würm-Beeck.

(gala)

Hückelhoven. Die Stadt Hückelhoven richtet derzeit zwei Nurdach-Häuser auf dem Jugendzeltplatz des Kreises in Brachelen her, um dort bis zu 30 Asylbewerber unterzubringen. Alle bisherigen Quartiere sind voll. Von Gabi Laue

 
Die Flüchtlingsheime im Stadtgebiet sind an der Obergrenze der Unterbringungsmöglichkeiten angelangt, alle angemieteten Wohnungen belegt. Die Stadt musste sich etwas einfallen lassen, um weitere Asylbewerber unterzubringen. Daher hat sie den Kreis Heinsberg gebeten, für eine Übergangszeit den Jugendzeltplatz in Brachelen nutzen zu dürfen. Zelte aufbauen oder Sporthallen umrüsten - das will die Verwaltung auf keinen Fall. "Die Belegung von Turnhallen wollen wir tunlichst vermeiden, um den Schulbetrieb nicht zu beeinträchtigen", unterstrich Erster Beigeordneter Helmut Holländer.

"Wir wollen den Jugendzeltplatz vorübergehend in Anspruch nehmen, bis wir neue Lösungen haben", erklärte der Sozialdezernent weiter. Dazu müsse in Brachelen lediglich die Stromversorgung verbessert werden. Laut Baugenehmigung wäre die Unterbringung von bis zu 38 Personen zulässig, die Stadt will jedoch nur maximal 30 junge Einzel-Asylbewerber im Alter zwischen 18 und 30 Jahren dort einziehen lassen.  

Die Zuweisung von Flüchtlingen erhöht sich auch in der Ex-Zechenstadt. Waren es bislang im Schnitt höchstens 18 Flüchtlinge pro Woche, mussten in der vergangenen Woche schon 31 Menschen untergebracht werden. Dabei sind die beiden großen Flüchtlingsunterkünfte an ihre Maximalgrenzen gestoßen. Laut Holländer leben jetzt in Millich 74 junge Männer, in der neuen Unterkunft Kaphof sind es 50 Personen. Die neu Zugewiesenen wurden in Wohnungen einquartiert. Weitere Wohnungen hat die Stadt angemietet, die in dieser Woche ankommenden Flüchtlinge können so noch untergebracht werden. Für die nahe Zukunft müssen aber weitere Lösungen her. Daran arbeitet die Verwaltung mit Hochdruck. Angebote von Wohnraum sind höchst willkommen.

Der Plan ist, die Flüchtlinge auf dem 27 000 Quadratmeter großen Gelände des Jugendzeltplatzes "Ruraue" in Brachelen nur für wenige Wochen wohnen zu lassen und sie dann in anderen Einrichtungen unterzubringen. Doch die "Notlösung" könnte sich auch, so Holländer, "bis zum Frühjahr hinziehen, wenn's schlecht läuft". Und der aktuelle Stand der Zuweisungen kann sich täglich ändern, da ist wenig zuverlässig planbar. In Brachelen finden die jungen Männer nach kräftezehrender Flucht und traumatischen Erlebnissen sicher ein ruhiges Plätzchen in der Natur mit großzügigen Freiflächen, Bolz- und Grillplätzen. Die Lage außerhalb des Ortes zwischen Feldern und Wiesen aber ist laut Helmut Holländer auch ein Nachteil: "Da fährt kein Bus. Das Gelände ist ziemlich abgelegen."

30. Juli 2015 | 00.00 Uhr

Hückelhoven

Geschichten vom fruchtbaren Brachelen        

Hückelhoven. Brachelen war vor 200 Jahren die größte Siedlung im Gebiet des heutigen Kreises Heinsberg. Thema beim Erzählabend.
 
Sogar die landwirtschaftliche Qualität der Ackerböden bei Brachelen wurde zum Thema beim jüngsten Erzählabend des Arbeitskreises Hückelhoven (AKH) im Heimatverein der Erkelenzer Lande "Geschichten aus der Geschichte von..." in der Brachelener Gaststätte "Zum Postmeister".

AKH-Leiter Willi Spichartz hatte den Abend eingeleitet mit einer Erläuterung des Erzählabends als einer öffentlichen Begegnungsmöglichkeit in den Stadtteilen, wobei Austausch und Information zu allen Themen möglich sind. Zum Einstieg wartete der AKH-Leiter mit Informationen zur Geschichte von Brachelen auf, die er als recht gut dokumentiert durch die verstorbenen Forscher und Darsteller Josef Brings und Bodo Volkmann, aktuell durch den Missionskreis der Pfarre St. Gereon mit Andreas Kochs und Peter Körfer bezeichnete.

Im Jahr 1818 war Brachelen mit 1942 Einwohnern die größte Kommune zumindest im Gebiet des heutigen Kreises Heinsberg, in der Region hatte nur die alte Herzogstadt Jülich mehr als 2000 Einwohner. Nach Brachelen hatten Erkelenz 1626, Heinsberg 1601, Geilenkirchen 499, Hückelhoven und Ratheim etwa je 600 Bewohner. Selbst 1850, als Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg schon 15 Jahre Kreisstädte waren, zählte Brachelen mit 2500 Einwohnern hinter Jülich mit 2700 mit Abstand die meisten Bürger. 1818 stellte Brachelen 25 Prozent der Bevölkerung des heutigen Stadtgebiets Hückelhoven. Und auch wirtschaftlich, so AKH-Leiter Spichartz, war Brachelen zu Beginn des 19. Jahrhunderts analog zur Einwohnerzahl die potenteste Gemeinde im weiten Umkreis mit rund 100 Handwerksbetrieben in 21 Branchen.

An diese Fakten schlossen sich Erörterungen der "Geschichten-Erzähler" über die Grundlagen dieser Entwicklung an, die in der Fruchtbarkeit der Böden in und um Brachelen gesehen wurde, denn das Dorf liegt lang gestreckt am Rand des Rurtals mit Wiesen für Tierhaltung unten und Getreideanbau an der steigenden Rurterrasse mit Lössboden. Darüber hinaus spielte der Kapbusch als Wirtschaftswald für Holz und Schweinemast eine bedeutende Rolle. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sei 1865, so Spichartz, mit der Gründung des Maria-Hilf-Hospitals für Brachelen entwickelt worden, neben dem 1861 in Heinsberg entstandenen Krankenhaus die einzige derartige Einrichtung zwischen Mönchengladbach, Düren und Aachen.

Weiteres Thema war der Zweite Weltkrieg, von dem Teilnehmer noch aus eigener Anschauung berichten konnten. Brachelen war der erste Stadtteil im heutigen Hückelhoven, den der Bodenkrieg erreichte, der am 26. Januar 1945 von den Amerikanern eingenommen wurde - was sogar der "New-York-Times" eine Meldung auf der Titelseite wert war. Den aus der Evakuierung heimkehrenden Einheimischen bot sich im Frühjahr 1945 ein wohl deprimierendes Bild mit zerstörten Häusern und Ackerflächen um das Dorf, die durchlöchert, mit Schützengräben durchzogen, vermint und total verunkrautet waren, da seit September 1944 nicht mehr bearbeitet. Die Beseitigung der Minen kostete Tote und Verletzte, musste aber geleistet werden, um mit der Ernte im Sommer/Herbst die Nahrungsversorgung sicher zu stellen.

Schließlich zeigten sich die Teilnehmer des Erzählabends mit der Entwicklung der Hückelhovener Innenstadt zur Einkaufs-City Nr. 1 der Region mehr als zufrieden: "Hückelhoven ist eine schöne Stadt geworden, schöner als die anderen in der Umgebung", hieß es dazu.

Quelle: RP

Aufwind beim Reitverein

Letzte Aktualisierung: 10. April 2015, 12:36 Uhr

Hückelhoven-Brachelen.

Aufwind beim Reiterverein Brachelen, 15 neue, aktive Mitglieder traten im vergangenen Jahr dem Verein bei. Auf der Generalversammlung standen die Neuwahlen des Vorsitzenden, des Stellvertretenden Vorsitzenden, des Geschäftsführers und des Sportwartes an.

Auch künftig wird der Reiterverein von Peter Körfer geführt, sein Stellvertreter bleibt Willi Krings. Die Geschäftsführung übernimmt Nicole Henseler, da der jetzige Geschäftsführer Marco Löhr das Amt des Sportwartes übernimmt. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Erich Jumpertz, Josef Platzbecker, Manfred Gebauer, Gerd Classen und Alfred Granterath geehrt. Sie hatten maßgeblich die alte Kalkfabrik am Öldriesch in ein Reitkasino mit angrenzender Reithalle umgewandelt. Die Gebäude sind heute baufällig und der Standort musste aufgegeben werden.

Der Dressursport wird heute schwerpunktmäßig auf der Reitsportanlage von Stefan Coenen in Lindern ausgeübt, der Springsport auf dem Hof von Gerd Classen in Brachelen.

Die Aktiven des RV Brachelen sind in den vergangenen Jahren wieder erfolgreich auf den Turnieren vertreten. 91 Platzierungen konnten erritten werden. Für den weiteren sportlichen Aufschwung plant der Verein in diesem Jahr wieder Dressur- und Springlehrgänge, aber auch theoretischen Unterricht und die Ausbildung an der Doppellonge.

Aufwind beim Reitverein - Lesen Sie mehr auf:

http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/heinsberg/aufwind-beim-reitverein-1.1065945#plx882614709


7. November 2014 | 17.03 Uhr

Hückelhoven

Graaff und Kallupilankal verlassen GdG

Hückelhoven. Ende dieses Monats hört in der GdG Hückelhoven Regionaldekan Gottfried Graaff als Pfarradministrator auf, Ende des Jahres Pfarrer Jose Kallupilankal – beide aus gesundheitlichen Gründen wegen Überlastung. Nachfolger gibt's noch keine. Von Mario Emonds  
                     

Ab Januar 2015 hat die Gemeinschaft der Gemeinden Hückelhoven (GdG) nur noch einen hauptamtlichen Priester: Pater Anton Steinberger von der Kongregation der Oblaten des Heiligen Franz von Sales wirkt seit gut einem Jahr als Pfarrvikar in Hückelhoven. Genau seit dieser Zeit amtierte dort Regionaldekan Gottfried Maria Graaff als Pfarradministrator der Gemeinden Hückelhoven, Ratheim, Kleingladbach und Millich/Schaufenberg sowie als Vorsitzender des Kirchengemeindeverbands – als Interimsnachfolger von Pfarrer Klaus Jansen, der im September 2013 in den Ruhestand ging und für den sich kein "regulärer" Nachfolger gefunden hatte.

Graaff sowie Pfarrer und GdG-Leiter Jose Kallupilankal, der für die Gemeinden in Brachelen, Rurich, Hilfarth, Baal und Doveren zuständig ist, bildeten seitdem gemeinsam das priesterliche Leitungsteam der GdG Hückelhoven.

Damit ist nun Schluss. Beide werden Hückelhoven verlassen, Graaff bereits zum Ende dieses Monats, Kallupilankal dann zum Jahreswechsel. "Dieser Schritt ist uns nicht leichtgefallen, aber die Fülle der Aufgaben hat uns beiden gesundheitlich so zugesetzt, dass wir uns dazu genötigt fühlten. Zwei Krankenhausaufenthalte bei mir und einer bei Pfarrer Kallupilankal waren letztendlich ausschlaggebend", erläutert Graaff.

"Völlig unerwartet" habe sie diese neue Entwicklung getroffen, bekennt Hiltrud Derix, die Vorsitzende des Hückelhovener GdG-Rates. "In unseren Gemeinden herrscht große Betroffenheit, aber auch großes Verständnis für diesen Schritt. Wir hoffen aber alle, dass das Bistum Aachen für einen priesterlichen Ersatz sorgen kann – auch wenn wir darauf noch ein wenig warten müssen."

24. Juli 2014 | 00.00 Uhr

Hückelhoven

Jubiläum am Namenstag der Hl. Anna


 
Genau am Gedenktag der heiligen Anna, dem 26. Juli, feiert Brachelen mit den Ortsvereinen das Jubiläum der St.-Annakapelle. Der Grundstein zum heutigen Gebäude wurde vor 150 Jahren gelegt, am 2. April 1864. Aus diesem Anlass wird eine Festmesse um 16.30 Uhr auf dem Vorplatz der Annakapelle gefeiert. Daran schließt sich geselliges Beisammensein mit musikalischer Unterhaltung und Bewirtung an. Sitzgelegenheiten und fünf Zelte sind vorhanden. Die Jugendfeuerwehr Brachelen hat für die Kinder Unterhaltung organisiert. Eine Schnitzeljagd für Kinder führt ab 18.30 Uhr rund um die Annakapelle und das Blumenthaler Kreuz mit der Jahreszahl 1709.

Anno 1709 gab es bereits ein kleineres Kapellchen, das zu der Zeit noch nicht geweiht war, für das aber schon die Erlaubnis bestand, darin Messen feiern zu dürfen. Ein bis heute erhaltener Kelch trägt als Stiftungsjahr die eingravierte Zahl 1704 - laut Inschrift von "Henric van Weerdt vereert aen S. Anna Capel soi Brogelen". Das Kleinod wird in einem Holzbehälter aufbewahrt, ebenso ein zweiter Kelch in einem blau ausgeschlagenen Behältnis.

Von der Rettung der beiden Kelche im 2. Weltkrieg ist überliefert, dass sie an Heiligabend 1944 ein Hans Sauter, "Ordonanz-Offizier des 1. Bataillons Grenadier-Regiment 694 der 340. Volks-Grenadier-Division" in der verwüsteten Brachelener Kapelle entdeckte. Um das Kirchengut vor Raub zu bewahren, übergab er die Altarkelche der Familie von Jakob Goertz (Annastraße 93), die trotz Räumungsbefehl im Ort geblieben war. Recherchen zufolge waren bei der Übergabe dessen Tochter Maria anwesend sowie die Schwestern Gertrud Deffur und Maria Vossen (damals Jansen). Einen bislang unbekannten wie auch tragischen Aspekt dieser Geschichte erfuhr Cornelius Pütz, Vorsitzender des Kapellenvereins, bei der Vorbereitung des Jubiläums im Gespräch mit der Tochter von Gertrud Deffur. "Da haben diese Menschen die Kelche gerettet, und dann ist der Bruder der Jansen-Schwestern als junger Soldat in einer Kirche in Belgien von Heckenschützen erschossen worden", gibt er die schicksalhafte Wendung in der Familie wieder. "Das war für mich neu." Die Kelche gingen mit in die Evakuierung und kehrten - ebenso wie deren Hüter - unbeschadet heim, und auch der Finder überlebte den Krieg. So kann das Zeugnis der Frühgeschichte der Annakapelle auch 310 Jahre nach seiner Stiftung noch auf dem Altar glänzen. Wegen Baufälligkeit musste das Kapellchen 1863 abgerissen werden. Dank vieler Spenden wurde die größere Annakapelle vor 150 Jahren erbaut. Seither ist sie mehrfach verschönert worden. Und auch die Kollekte aus dem Festgottesdienst ist für die Kapelle gedacht.

Quelle: RP

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